Frage von Durchstarter,

Warum wollen manche Vermieter eine Bankbürgschaft?

Ich habe gehört, dass viele Vermieter keine Kaution mehr wollen sondern eher eine Bankbürgschaft verlangen. Was genau ist der Unterschied zwischen Kaution und Bankbürgschaft und wo ist der Vorteil für den Vermieter? Hat der Mieter dadurch einen Nachteil?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Giszmo,

Die Verwaltung vieler Kautionen kann für den Vermieter unübersichtlich werden, weil er für jede Kaution ein einzelnes Konto bei einer Bank führen muss. Bei der Verwaltung mehrer hundert Wohnungen kann das sehr lästig werden. Eine Bürgschaft (auf einem Blatt Papier) kann man praktisch in einem Ordner beim Mietvertrag ablegen.

Für den Vermieter kann die Bürgschaft von Nachteil sein (daher für den Mieter von leichtem Vorteil): während bei einer Kaution der Vermieter sehr leicht an sein Geld kommt (er besitzt das Sparbuch, das als Mietkaution gekennzeichnet ist, also zahlt die Bank bei Vorlage ohne Nachfrage beim Mieter aus), ist das bei der Standardbürgschaft für ihn nicht so einfach: hier wird in aller Regel die Bank vorher den Mieter fragen, ob die Auszahlung ok ist, das kann sich schon mal ziehen, bis hin zur vollkommenen Zahlungsverweigerung.

Beide Varianten haben also unterschiedliche Vor- und Nachteile. Klarer Nachteil für den Mieter bei einer Bürgschaft: sie kostet i.d.R. rd. 3 % pro Jahr gerechnet vom Bürgschaftsbetrag, zahlbar durch den Mieter. Mietkaution: wie bei einem normalen Sparbuch werden durch die Bank Zinsen gutgeschrieben, die am Ende bei Auszug dem Mieter ausgezahlt werden, also keine Zusatzkosten.

Antwort
von topspin,

Durchaus möglich, bei der Kaution kommt der Vermieter nicht so leicht ans Geld, weil die Bank erstmal Dich anschreiben muß, um ans Geld zu kommen. Die Bürgschaft wird leichter ausbezahlt an den Vermieter und ist für den Mieter demzufolge unsicherer.

Kommentar von blackmac ,

so siehts aus; bei der Bankbürgschaft wird auf die Einrede verzichtet. Das bedeutet also das die Bank an den Vermieter auf dessen erste Anforderung die Bürgschaft auszahlt. Ich halte die Bankbürgschaft für eher schlecht ( ein Avalkonto kostet auch Geld, z.B. im Wert von ca. 3500 Euro etwas 140,- im Jahr ) ;

Allerdings ist diese mittlerweile recht verbreitet.

Antwort
von Privatier59,

Nach meiner Beobachtung ist genau das Gegenteil der Fall, es wird lieber Bares als die Bürgschaft genommen. Der einzige Vorteil der Bürgschaft für den Vermieter ist, dass er kein Kautionssparbuch anlegen muß. Dafür hat man aber nachher manchmal den Ärger mit dem Bürgen. Im übrigen gilt auch für Bürgschaften die Höchstgrenze von 3 Kaltmieten, insofen gibt es keinen Unterschied zur Barkaution. Und der Nachteil für den Mieter: Der muß seiner Bank kräftig Gebühren für die Bürgschaft zahlen und das Jahr für Jahr.

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