Frage von Rosenmond,

Warum soll ich Maklergebühren bezahlen?

Auf mein Inserat wurde ich von einer "Vermittlerin" angerufen.Sie bot mir eine Wohnung an,nur Ort und Strasse, bot mir einen Termin an zur Besichtigung, welchen ich wieder abgesagt habe.Ich habe keinen Auftrag erteilt. 14 Tage später las ich ein Wohnungs-inserat von privat,bewarb mich, und habe diese auch bekommen. Es war reiner Zufall,dass es sich um die Wohnung handelte,welche die Vermittlerin mir anbot,wie sich später herausstellte.Die Vermittlerin erfuhr,dass ich die Wohnung gemietet habe,und stellt mir jetzt die Maklergebühren in Rechnung. Ein Schreiben vom Rechtsanwalt habe ich auch schon. Die Vermieterin hatte auch keinen Auftrag gegeben. Die Vermittlerin sucht sich Anzeigen heraus, ja,und vermittelt. Sie beruft sich auf das Telefongespräch von Ihr,aber ich habe keinen Auftrag erteilt. Sie hat weder auf eine Courtage hingewiesen,noch mir den genauen Standort der Wohnung - also Hausnummer mitgeteilt. Ich werde nicht zahlen,möchte aber auch keine Gerichtsverhandlung.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Privatier59,

Die Vermittlerin ist als Nachweismaklerin aufgetreten, zur Definition siehe Link:

http://de.wikipedia.org/wiki/Makler

Ein Provisionsanspruch besteht nur dann, wenn aufgrund des Nachweises ein Vertrag zustande kam, was hier nicht der Fall ist. Du schuldest nichts!

Ich meine allerdings, dass man solche Machenschaften nicht einfach hinnehmen soll. Ich spreche da von einem Tätigwerden ohne jeden Auftrag und ohne Kenntnis des Vermieters. Das scheint mir wettbewerbswidrig. Schreib doch mal die Verbraucherzentrale an mit der Anregung, diese "Vermittlerin" abzumahnen.

Antwort
von Primus,

Auf keinen Fall zahlen!! Die Maklerin hat weder eine Leistung erbracht, noch war sie überhaupt berechtigt, irgendwelche Auskünfte zu erteilen. An Deiner Stell würde ich erst reagieren, wenn Mahnungen eintrudeln. Hast Du keine Private Rechtschutzversicherung, hilft Dir, wie robinek schon sagt, die Verbraucherzentrale weiter.

Antwort
von Juergen010,

Kleiner Tip nebenbei:

Frag doch mal bei deinem Ortnungsamt / Bürgeramt nach , ob die Maklerin tatsächlich eine Zulassung bzw. Erlaubnis nach §34c GewO hat.

Falls nicht, teil ihr oder ihrem Rechtsanwalt kurz und knapp schriftlich mit, dass dir dieser Umstand bekannt ist und Du einer Klage ihrerseits gelassen entgegen siehst.

Falls die Beamten in der Behörde auf Zack sind, triftt deren Bußgeldbescheid schon vor deinem Schreiben ein ...;-)

Kommentar von Rosenmond ,

Vielen Dank. Ich möchte Euch allen danken für die hilfreichen Antworten. Ich werde mich an das Ordnungsamt und Verbraucherzentrale wenden. Hoffe,es geht gut aus.Werde es dann mitteilen.

Antwort
von robinek,

Wenn sie vom Vermieter keinen Verkaufsauftrag hat kann und darf sie die Wohnung auch nicht vermarkten und Geld dafür verlangen. Ruf die Verbraucherzentral an, vielleicht ist sie schon bekannt für diese Machenschaften

Antwort
von mig112,

SOLLTE deine hanebüchene Story WAHR SEIN -was ich ernstlich bezweifle- so erkläre mir doch bitte mal kurz, wieso die "Maklerin" weiß, dass ausgerechnet DU die Wohnung anmietest...!??

Kommentar von Rosenmond ,

ja,leider ist es wahr.Die "Maklerin" hat auch Kontakt auf die Anzeige meiner Vermieterin aufgenommen.Diese hat einen Vertrag abgelehnt,aber zugelassen,dass 3 Interessenten von der "Maklerin" sich die Wohnung anschauen.In diesem Zusammenhang - ohne ins Detail zu gehen- erfuhr sie meinen Namen.

Kommentar von mig112 ,

Danke für die nachträgliche Info; welcher ich folgenden Rat nachschiebe: Du läßt dich nicht einschüchtern und zahlst natürlich keinen einzigen Cent!!

Kommentar von Rosenmond ,

Es ist gutgegangen.Ich habe keine Maklergebühren bezahlen müssen.Hat lange gedauert,ich bin erleichtert,denn Recht haben,und Recht bekommen,ist oft zweierlei.

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