Frage von weinfreund, 2

Warum sind in Brasilien die Aktienkurse so extrem gefallen in 2013?

In keinem bedeutenden Markt hat sich so viel getan als in Brasilien-was mag der Grund sein? Sollte man sich von Schwellenländerfonds verabschieden oder ausharren ?

Antwort
von gandalf94305,

Mein Kommentar von hier gilt weiterhin: http://www.finanzfrage.net/frage/wirds-zeit-sich-von-bric-staaten-im-aktiendepot...

Brasilien hat ein paar hausgemachte Probleme, nicht nur wirtschaftlich. Dazu gehört vor allem die überall verbreitete Korruption, die fast schon russische Verhältnisse annimmt. Eine Rechtssicherheit für ausländische Investoren ist nicht gegeben, wie man schon mehrfach sehen konnte. Eine aufstrebende Mittelschicht, ein wachsender Konsum im Binnenmarkt, steigende Löhne und Gehälter, sowie die Diversifikation von den traditionellen Rohstoff- und Energieindustrien hin zu anderen, mehr konsumorientierten Sektoren in einem wachsenden Mittelstandsbereich machen das Land zwar zu einem interessanten Kandidaten unter den Emerging Markets, aber eben nicht für Investoren, denn die müssen sich auf spontane Steuererhöhungen, zusätzliche Abgaben, Hürden für Fremdwährungsinvestments und Probleme mit der Kriminalität in Brasilien gefaßt machen.

Mexiko hat es eigentlich vorgemacht und Brasilien müßte es nur nachmachen. Mexiko schwimmt jedoch mit dem Aufschwung der USA mit, während Brasilien stärker an der EU hängt.

Ich bleibe in Emerging Markets investiert und baue Positionen weiter aus (Zielgröße ist ca. 20% des Portfolios), setze jedoch mehr auf Frontier Markets und insbesondere Afrika, als die ausgelutschten BRIC oder BRICS zu präferieren.

Kommentar von gandalf94305 ,

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