Frage von Fragfreund,

Warum sind Geldanlagen in der Schweiz strafbar

Was ist eigentlich strafbar daran, wenn ich versteuerte Einkünfte oder den Erlös aus einem Immobilienverkauf oder einem Sachwert auf ein Konto in der Schweiz einzahle, weil ich Banken in Deutschland oder der EU nicht traue (Angst vor Bankencrash o.ä.), auf Zinserträge verzichte und ansonsten dieses niemandem (in erster Linie den Finanzbehörden) in Deutschland mitteile ?

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von LittleArrow,

Nein, die Geldanlage dort ist und war nicht strafbar.

Strafbar ist es allerdings, die Kapitalerträge aus der Geldanlage in D nicht zu versteuern.

Antwort
von Rat2010,

Steuerhinterziehnung ist strafbar. Was du beschreibst ist zwar sträflich, vielleicht auch dumm oder wenig klug aber in keiner Weise strafbar.

Anmerkung: in der Schweiz wird die EU-Zinssteuer von 35 % einbehalten. So lange du nur Zinseinkünfte hast, sind also auch die kein Problem. Wenn der Deutsche Staat nachfragt, kannst du auch noch die 10 % Differenz zur Abgeltungssteuer einfordern.

Antwort
von billy,

Wer behauptet denn so ein Quatsch ? Weder für die Eidgenossen selbst noch für EU-Bürger ist eine Geldanlage bei Schweitzer Banken strafbar. Eine Straftat für Deutsche Staatsbürger zum Beispiel liegt erst dann vor, wenn sie ihre Einnahmen aus Kapitaleinkünften in Deutschland nicht versteuern.

Antwort
von Privatier59,

Warum sind Geldanlagen in der Schweiz strafbar

Die Frage kann Dir keiner beantworten. Geldanlagen in der Schweiz sind nicht strafbar, es ist nur strafbar, die Erträge nicht in Deutschland zu versteuern.

Es wäre -solange es keine Vermögensteuer gibt- im übrigen durchaus möglich, Anlageformen zu wählen bei denen man deutsche Finanzbehörden nicht informieren braucht und das ganz legal. Ich denke da nicht an das unverzinste Girokonto, denn das wäre ja Unfug angesichts der auch den Franken erfassenden inflationären Geldentwertung. Woran ich denke, ist z.B. ein in Deutschland aufgelegter thesaurierender Fonds. Da werden alle Steuern schon hier abgeführt und da wäre die Sache erledigt. Man könnte auch Edelmetall in seinem Depot lagern lassen. Das sind jetzt spontane Einfälle, möglicherweise gibt es noch mehr.

Deine Idee -Geldanlage in der Schweiz ganz legal ohne den deutschen Fiskus zu informieren- müßte also gelingen können. Allerdings: Offengestanden ist das aus diversen Gründen Wahnsinn. Zum einen sind die Gebühren schweizerischer Banken extrem hoch. Zum zweiten gibt man weißem Geld den Anstrich einer Schwarzgeldanlage. Wenn man das Geld dann mal ausgeben will, müßte man 10 Jahre zurück alles dokumentieren um nicht Probleme mit den Finanzbehörden zu bekommen. Und ob der Franken so viel sicherer ist als der Euro, wage ich zu bezweifeln.

Antwort
von obelix,

das ist nicht strafbar. Das hat keiner behauptet. Wenn du (versteuertes) Geld in der Schweiz liegen hast, dann ist das kein Problem. Wenn du jedoch damit Erträge erwirtschaftest, dann musst du diese angeben.

Antwort
von Niklaus,

Ein Geldanlage in der Schweiz ist nicht strafbar. Strafbar ist es als Deutscher mit Wohnsitz in Deutschland , die Geldanlage dem deutschen Finanzamt zu verheimlichen um die Kapitalertragsteuer für die Zinsen nicht zu zahlen.

Antwort
von althaus,

Geldanlagen sind in der Schweiz und nirgendwo strafbar. Wer sagt sowas?

Antwort
von Fragfreund,

Nein, die Geldanlage dort ist und war nicht strafbar. Strafbar ist es allerdings, die Kapitalerträge aus der Geldanlage in D nicht zu versteuern.

Danke, okay, dann gehen wir mal davon aus, dass die Kapitalerträge hier versteuert werden. Dann frage ich mich, warum diese Form der Anlage hier nicht öfters als Alternative genannt wird. Oder sind die Zinsen für Festgelder usw. in der Schweiz oder in anderen sicheren Ländern nicht wesentlich höher, als in Deutschland ?

Oder bin ich hier im Forum noch nicht lange genug um zu wissen, dass dieses schon öfters hier Thema war ?

Kommentar von Privatier59 ,

Oder bin ich hier im Forum noch nicht lange genug um zu wissen, dass dieses schon öfters hier Thema war ?

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Kommentar von LittleArrow ,

Die Zinsen in der Schweiz sind seit Jahrzehnten niedriger als in D. Diese Aussage gilt für den Geld- und Kapitalmarkt, für die unterschiedlichen Laufzeiten und für die unterschiedlichen Anlage- und Kreditformen. Die Hausfinanzierung in D mit CHF war wegen der niedrigen Zinsen ein teils beliebtes Modell, das jäh sein Ende fand, als die Wechselkursverluste des EUR gegen den CHF all die schönen Ersparnisse auffrass. Schließlich besteht immer noch ein nicht beherrschbares oder nicht vorhersehbares Wechselkursrisiko.

Dieses unkalkulierbare Wechselkursrisiko hast Du auch, wenn Du z.B. angemessen verzinsliche Fremdwährungsanleihen in so renommierten Währungen wie AUD, NOK, NZD, GBP, TRY oder THB kaufst.

Guck mal auf diese Seite: http://www.six-swiss-exchange.com/services/yield_curves_de.html

Kommentar von Fragfreund ,

Vielen Dank. Damit ist meine Frage hinreichend beantwortet.

Kommentar von LittleArrow ,

Bitte schön:-))

Endlich mal jemand mit einem Dank;-)

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