Frage von Niklaus,

Warum mit Versicherungsfragen zur Bank?

Wieso gehen die Menschen eigentlich mit ihrem Versicherungsproblem zu einer Bank? Eine Bank ist für Geldgeschäfte und nicht für Versicherungen da. Jede Bank ist Vertragspartner mit irgendeiner großen Versicherung. Die Sparkassen in Bayern mit der Bayern Versicherung, die Deutsche Bank mit der Zürich Versicherung, die Commerzbank mit der Generali, die Volks- und Raiffeisenbanken mit der RUV. D.h. die Banken sind nur Ausschließlichkeitsvertreter der Versicherungen. Wie kann ein Kunde da eine objektive Bewertung seiner Versicherung erwarten?

Hilfreichste Antwort von DerMakler,
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Warum ist so eine Nachfrage von Niklaus wichtiger denn je ? Weil auf Grund der aktuellen Entwicklung der Banken ,des WWW und der Nutzung der Medien ,durch meist falsch dargestellte und nicht differenzierte Beiträge, ALLE denken "Machen wir mal in Versicherungen !" und immer mehr eine Situation aufkommt, die den wirklichen fachfundierten Makler /Beratern die Kompetenz entzieht !

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Bankkauffrau /männer ,die in Ihrer Ausbildung ein halbes Jahr (!) im Gesamten mit Versicherungslehre zu tun haben, Vergleichsportale (die in erster Linie eingegebenen Daten weiter veräußern und zwar gegen Geld ) ,Direktversicherungen, die dem Kunden heile ,selbstverantwortliche Welt vorgaukeln und dann bei Schäden und Fragen zum Vertrag im regen stehen lassen !

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Strukturvertriebe ,denen in der Analyse die fünf Emfehlungen wichtiger sind als das individuelle Ergebnis des Interessenten, der dann darauf hin die gleichen "Produkte" auf Grund der "vermögensberatenden Fachverstandes" bekommt ,wie alle anderen D... Kunden

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Hellhörig wird man ,wenn der GDV selber testet und Erschreckendes zu Tage bringt :

  • Keine Eigenbeitrag einer Riester Rente der Sparkasse ist richtig berechnet ! Keiner !

  • Deutsche Bank Kunden wird die Annahme eines Kredits verweigert ,wenn nicht wesentlich teuere & schlechtere Risikoversicherung der Zürich Gruppe unterschrieben wird

  • Commerzbank Kunden wird eine besseres "Rating" ihre Bonität versprochen !wenn minds. ein / zwei Altersvorsorgen über die Bank hätten ,gekündigt wird das ,was einem Bankkaufmann in die Finger bekommt und durch (mittlerweile) Allianzverträge ersetzt !

  • Postbankkunden wird ins Beratungsprotokoll "reingeschrieben" ,das wenn die beantragte Altersvorsorge mit Gesundheitsfragen scheitert, zumindest über eine Tagesgeldkonto nachgedacht wird !!?

Eine jetziger Kunde von mir beschriebt das Szenario in der Bank so : Der Berater der Targobank schüttelt den Kopf und sagte :

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Sie haben eine Selbst.B.U. über die Swiss Life ?? Das sollten wir ändern !

"Warum" ?

"Die sind schlecht und zahlen nicht"

"Einziger Grund ? ..und die Bedingungswerke ??

"Überall gleich"

"Was bieten sie an ? "

"AXA ,die sind stark"

"Komisch..."

"Was"

"Das gleiche hat mein Makler gesagt in Bezug auf meinem Beruf und der S.B.U. Absicherung .."

"Na sehen Sie"

"...das die AXA hier in diesem Fall eher schlecht wäre und nicht zahlen würde..aber auf Grund der Bedingungswerke" Wollen sie den Vergleich mal sehen ,habe ich noch zu Hause" !

Stille seitens des Bankkaufmanns..

HG DerMakler

Kommentar von DerMakler,

..und das von einem Kollegen ! Das ehrt noch mehr ! Danke für den Stern ! HG DerMakler

Kommentar von DaDocta,

@ DerMakler: Können Sie mir zu den Aussagen des GDV Quellen nennen ? Danke im Voraus.

Kommentar von DerMakler,

Die Pressemitteilung ist damals in der Ass Compact erschienen (fragen sie mich nicht jetzt welche..)unter "GDV findet Wiedersprüche in Bankberatung" ,die einem Wunsch von anonymen "Standardkunden" um ein Beratungsgespräch in Banken vorausgegangen war, die die GDV ausgesendetet hatte und wurde von der versicherungsbörse übernommen ..ob unter der gleichen Überschrift kann nicht mehr sagen..ich schau mal ob ich es noch finde ! HG DerMakler

Kommentar von allianzer,

die antwort ist super, auch wenn ich aus der anderen fraktion komme ;-) hinzufügen sollte man noch, daß banken heute erheblichen druck auf die kunden ausüben. im zusammenhang mit der kreditvergabe, gerade auch bei selbständigen, wird mit mehr oder weniger lauteren methoden auch die versicherung gemacht. frei nach dem motto den kredit bekommst du wenn wir auch deine versicherungen bekommen. für viele kleine bankfilialen sind die einnahmen aus der vermittlung von versicherungen überlebenswichtig und auf die mitarbeiter wird ordentlich verkaufsdruck ausgeübt. mit fachkundiger beratung hat das meist wenig zu tun. wie oben beschrieben werden bestehende lv-verträge incl. bu platt gemacht nur um neue im eigenen haus abzuschließen. daß der kunde erneut abschlussgebühr bezahlt, von den sonstigen nachteilen bei vorzeitiger kündigung von z.t. lang gelaufenen verträgen evtl. noch mit steuerfreiheit vor 2005 und höherer garantieverzinsung gar keine rede. da wird mit harten bandagen gekämpft und dies meist nicht zum wohle des kunden.

Antwort von gandalf94305,
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Das verstehe ich auch nicht ganz, aber viele Leute

  • glauben ihren Bankberatern in Bezug auf Anlageberatung und kaufen dann (vor allem für die Bank) lustige Produkte

  • sind immer noch Kunde der Strom-Grundversorger und denken über einen Wechsel des Stromanbieters nicht nach

  • sind immer noch Kunde ihres Gas-Grundversorgers und wissen gar nicht, daß der Gasmarkt ebenfalls offen ist

  • verschenken enorme Summen durch Nichtabgabe oder Abgabe unvollständiger Einkommensteuererklärungen

  • kaufen bei MediaMarkt und denken, sie bekommen dort das billigste Angebot für Produkte, da die Werbung das suggeriert

  • kaufen Produkte mit hohen Rabatten, vergleichen aber nicht, ob es diese nicht regulär sogar woanders noch günstiger gibt

Unter Blinden ist der Einäugige eben König. Hier wird über ein Branding verkauft, nicht über Leistungsinhalte. Dagegen kann man nur Aufklärung halten und die Angst vor dem Verlassen etablierter Pfade nehmen.

Aber es gilt ja immer noch der alte Spruch: die Bank will nur Dein Bestes - Dein Geld :-)

Antwort von TopJob,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ich verstehe was du meinst. Vermutlich ist es jedoch die Situation, dass es für manche einfacher erscheint zur Bank zu gehen, wo man die Leute eh schon kennt und dort eben alles aus einer Hand zu haben. Für mich aber nur mäßig nachvollziehbar.

Aber genauso kann ich deiner Argumentation auch nicht folgen. Dementsprechend dürftest du dann nicht nur die Kritik gegen die Banken richten, sondern ebenfalls gegen alle Versicherungsvertreter, welche sich an eine Versicherung binden.

Kommentar von Niklaus,

Das ist korrekt. Ich habe die Frage auch gestellt, weil vor kurzem hier ein Frage gestellt wurde: Wo kann ich meine Versicherungen überprüfen lassen. Eine Antwort war bei der Bank. In meinem Tipp habe ich das ganz klar dargestellt. http://www.finanzfrage.net/tipp/zur-ueberpruefung-des-eigenen-versicherungsschut...

Antwort von LittleArrow,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

In Geldfragen haben viele Bankkunden immer noch ein rudimentäres Urvertrauen in die Gesichter bzw. Personen ihrer Bank. Sie haben es nicht in die Personen der Bank nebenan, sondern eben nur bei ihrer Bank. Diese Gesprächspartner kennen - vermutlich - auch etwas über sie, nämlich die Kontobewegungen, das Gehalt, die Geldausgänge etc., also etwas sehr Intimes.

Die Bankkunden sehen diese Leute auch viel häufiger als jemals einen Repräsentanten irgendeiner anderen Finanzinstitution (letztere ist vollgepackt mit allen Kaisers, Schilds, ERGOs, AWDs & Co.). Versicherungspersonen sieht man üblicherweise auch nur sehr selten, nämlich bis zum Versicherungsabschluss und dann ist - hoffentlich - "ewig" Ruhe damit. Es ist dabei auch stets ein Thema, in dem man sich eigentlich gar nicht auskennt, das Unsicherheit verursacht, das stets Zweifel am eigenen und fremden richtigen Tun hinterläßt und mit unbekannten Wortgebilden und (zumindest bei Versicherungsrisiken) unangenehmen Sachverhalten operiert und dazu häufig noch Kosten verursacht.

Genau deshalb vertraut man sich lieber seinem Bankangestellten an. Der kann wenigstens mit Geld umgehen oder sollte es können.

Es wäre für die Nicht-Bank-Berater (sprich: Vermögens-/Honorar-/Versicherungsmakler, -berater, -vertreter & Co.) viel einfacher, wenn sie sich oder ihre Leistung und Produkte durch vermutlich unabhängige Dritte legitimieren und empfehlen liessen (und hierbei z. B. auf Tests der Stiftung Warentest zurückgreifen oder verweisen könnten, statt dagegen zu argumentieren). Es liesse sich so viel leichter Kontakt anbahnen, Vertrauen schaffen, beraten und schließlich verkaufen.

Ansonsten kommen diese Nicht-Bank-Menschen trotz aller redlicher Bemühungen (die ich nun wirklich mal unterstellen will) daher wie Propheten, die ein Paradies (hohes Vermögen, hohe Rente, vollkommenen Risikoschutz etc., ohne große Entbehrung) in großer, weiter Ferne versprechen. Dabei wird dann noch "minimales Risiko bei maximalem Ertrag" bemüht: "sorry" an alle Mathematiker und Ökonomen, aber dies mußte einfach so gesagt werden. Das da Glaubwürdigkeit und Vertrauen fehlen, kann eigentlich nicht verwundern oder? Da geht man doch besser zur Bank, wo doch die eigenen Ersparnisse liegen.

Antwort von Zitterbacke,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Das hat etwas mit geistiger und körperlicher Bequemlichkeit zu tun. Diesen Umstand nutzen die Banken aus.Soviel zu reife und mündige Bürger. Gruß Z... .

Antwort von Kollek,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

... naja, erstens sind wir ein freies Land und jeder bekommt auch bei der Sparkasse, der DB oder der Commerzbank was er sich verdient hat und auch die lieben Maklerkollegen sind nicht immer das was ein Verbraucher unbedingt haben muß.

Beispiel: Ein Versicherungsmakler (frei oder unfrei bleibt hier noch zu klären), bietet einem Hausverwalter einen Rahmenvertrag zur Gebäudeversicherung (Feuer, Leitungswasser, Sturm/Hagel) der Rheinprovinz ohne Elementarschäden und Wert 1914 an. Beitrag bei 25 Wohneinheiten € 6.000,00 brutto. Die Alternative **incl****. Elementarschäden (nach ZÜRS-Prüfung) , Glasversicherung aller mit dem Gebäde verbundenen Scheiben und Haus- und Grundbeitzer-Haftpflicht 2.850,00 brutto.

Frage - was ist der Makler?

Antwort von obelix,
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doppelt - heute ist wohl Doppel-Posting-Tag :(

Antwort von obelix,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

verstehen kann ich es nicht, aber vielleicht erklären.

Sieht man sich viele Bürger an, so haben sie in Geldfragen keine Ahnung wie auch in Versicherungsfragen. Wenn sie dann von der Bank noch nicht geprellt wurden oder es nicht so sehen, dann gehen sie einfach zum Nächstbesten - und das kann auch die Bank sein.

Viele Menschen in einigen Regionen kennen die Transparenz nicht, die sie mit dem Internet haben könnten, und sie verstehen die Produkte auch nicht, die sie kaufen.

Und letztendlich gehen sie dann - wie viele aus der Nachbarschaft - zur Bank.

Antwort von ulmuk2009,

Die Commerzbank ist nicht mehr mit der GENERALI, sondern nach dem Verkauf mit der ALLIANZ verheiratet.

Antwort von detlef32,

Und umgekehrt. Der Kunde geht zum Versicherungsfachmann und lässt sich in Punkto Geldanlage, Finanzen, Hausfinanzierung usw. beraten.

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