Frage von Niklaus 24.11.2009

Warum haben die Verbraucherschützer nicht vor dem Kauf der Lehmann Brother Zertifikate abgeraten?

  • Hilfreichste Antwort von susi963 24.11.2009
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ich stimme @Niklaus auch zu. Oft schiessen Verbraucherschützer über das Ziel hinaus, verklagen zum Beispiel Bausparkassen auf Unterlassung der Abschlussgebühr, und brüsten sich damit. Dann verlieren sie - natürlich - die Prozesse, weil die Abschlussgebühr rechtlich seitens der BaFin vorgegeben ist. Doch davon hört man dann nichts mehr. Ähnlich die angesprochenen Lehmann-Zertifikate. Hätten die Banken sie nicht empfohlen, hätte es geheißen, warum verschweigen die Banker denn so lukrative Anlagen? Natürlich kann man nicht alle Verbraucherschützer und alle Banker über einen Kamm scheren, aber manchmal kommt es mir doch schon sehr populistisch vor.

  • Antwort von Bernd2009 24.11.2009
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Verbraucherschützer orientieren sich auch nur an den "Markt-Meinungen". Wenn sie seinerzeit vor dem Erwerb von Lehmann-Zertifikaten gewarnt hätten -mit welcher Begründung auch immer-, wären sie sicher tausendfach angegriffen worden. Wer will sich schon im Alleingang "Geschäftsschädigung" usw. nachsagen lassen. Im übrigen gelten diejenigen, die immer mit dem erhobenen Zeigefinger auf Risiken usw. hinweisen, als "Spassverderber", "Geschäftsverhinderer" usw. Hätte sich seinerzeit auch nur e i n Anleger für die Einzelmeinung des Verbraucherschutzes interessiert und tatsächlich auf die Anlage in Lehmann-Zertifikate verzichtet ? Das glaube ich nicht. Ich weiss, dass es seit Jahren und Jahrzehnten eine Fülle von selbsternannten "Kennern" und "Besserwissern" gibt, die eigene Briefe, Informationen pp. herausgeben, die man abonnieren kann. Nach meinen Feststellungen wurden/werden diese Informationen, soweit sie fachlich fundiert und nicht unqualifiziert reisserisch sind, eigentlich eher genutzt, um das eigene Verhalten n a c h t r ä g l i c h zu bestätigen. Solange viel Geld im Spiel ist, gibt es keinen wirklichen Verbraucherschutz, weil sich dieser im Alleingang gegen die Übermacht der systemrelevanten "Monetenjäger" mit dem $-Zeichen im Auge richten würde. Wer will sich das schon antun ? Ausserdem hat jeder Anleger eigene Sorgfalt bei Finanzanlagen anzuwenden und "haftet" selbst für seine Entscheidung. Wenn jetzt die bisher zurückhaltenden Verbraucherschützer aus ihrer Alibiposition auf die systemrelevanten staatlich gestützten Banken losgehen, trifft das doch unsere Erwartungshaltung oder ??

  • Antwort von finanzfrosch 24.11.2009
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Weil sie es selber nicht gewußt haben. Keiner hätte gedacht, daß so eine Bank untergehen kann.

    Und ebenso kaum einer kann sich vorstellen, daß es zu einer Währungsreform kommen kann.

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