Frage von rgamai, 65

Wann verliert man bei einer Finanzkrise (EU Raum) im schlimmsten Fall all sein eingezahltes Kapital in eine Kapitallebensversicherung. Was muss passieren?

Habe eine Kapitallebensversicherung seit 1992 laufen. Auch Teil meiner Altersvorsorge. Bei allem, was man hört und liest, könnte es ja bei den ewigen Staatsverschuldungen und angehenden Bankenkrisen fast täglich zum Kollaps im Bankensektor kommen. Unter welchen Umständen käme es zur teilweisen bzw. vollständigen "Vernichtung" all meiner eingezahlten Beiträge? Bankenkrise, Versicherungspleiten.... usw. Was muß passieren? Freue mich über jegliche Antwort.Gruß Reiner

Antwort
von Sammy760, 56

Sollte Deine Versicherung insolvent werden, wird diese von PROTECTOR aufgefangen. Ist schon mal der Mannheimer passiert. Sollten zu viel Lebensversicherungen Pleite gehen wird das auch für PROTECTOR zu viel. PROTECTOR wird im Fall des Falles von den Großen Versicherungen finanziert. Mehr Infos bei der Wissensmanufhttp://www.wissensmanufaktur.net/kapitalvernichtende-lebensversicherungherung

Kommentar von rgamai ,

Nochmals vielen Dank für die Antwort und vor allem für beigefügten Link. Wenn ich auch meine private Situation überdenke, weiß ich spätestens jetzt, was ich zu tun habe.

Kommentar von Kevin1905 ,

Weiter laufen lassen!

Denn ein Vertrag von 1992 hat eine Garantieverzinsung von der heutige Verträge nur träumen.

Steuerfrei in der Auszahlung ist wahrscheinlich auch.

Antwort
von Rat2010, 23

Man verliert sein Geld dann, wenn es wertlos wird. Das hatten wir im vergangenen Jahrhundert zwei mal und ich denke, dass ein Szenario, bei dem zwar (gesetzliche) Rentner noch irgendwie gerettet werden, das Geld des Staates nach einer Währungsreform aber nicht für Versicherungen aufgewedet werden kann oder soll, durchaus im Bereich des Möglichen ist.

Ein Kollaps des Versicherungsbereichs, bei dem irgendwann das Geld vielleicht noch zur Aufrechterhaltung der Krankenversicherungen, sicher aber nicht mehr für Kapitalversicherungen reicht, ist ebenso denkbar.

Die derzeit bestehenden Systeme gehen aus meiner Sicht von den sehr ruhigen Jahren seit dem zweiten Weltkrieg aus. Historisch betrachtet ist das alles andere als normal und wer langfristig auf Geldwerte setzt hat aus meiner Sicht aus der Geschichte nichts gelernt.

Antwort
von Kevin1905, 26

Für Banken gelten andere Bestimmungen als für Versicherer.

Es gibt nach wie vor Versicherer, die vernünftigt aufgestellt sind und entsprechend wirtschaften.

Der Altvertrag sollte so bestehen bleiben. Was würdest du auch damit machen wollen im Bezug auf eine Wiederanlage.

Antwort
von barmer, 31

Hallo, auch wenn Banken pleite gehen, sind Versicherungen erstmal nicht betroffen. Man soll nie nie sagen, aber von allen Unglücken ist eine Pleite aller Lebensversicherungen das unwahrscheinlichste.

Eine Lebensversicherung von 1992 ist das Beste, was Dir passieren kann. Lass Dir nichts anderes einreden !

Viel Glück

Barmer

Antwort
von NasiGoreng, 15

Vermutlich wird man sein eingezahltes Geld auch durch einen schweren Bankenkrach, eine Staatsinsolvenz und durch eine galoppierende Inflation nicht ganz verlieren. So etwa 10% gemessen an der investierten Kaufkraft könnten dem Anleger erhalten bleiben. Das gilt für den Fall dass alles ganz schnell geht.

Zieht sich das aber lange hin, dass die Kapitalrenditen immer kleiner und die Kosten des Versicherungsapparats (v. a. für Gehälter, Provisionen und Erhaltungskosten der Protzbauten) immer höher werden, dürfen die 10% ruhig als optimistisch bezeichnet werden.

Eine kapitalbildende Lebensversicherung ist in diesen Zeiten und der geltenden Regulierungspraxis reine Geldverschwendung.

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