Frage von baakbb, 12

Wann verjährt der Anspruch aufgrund eines Fehlers im Zusammenhang mit der Steuererklärung?

Hallo, meine Frage ist: Wann verjährt der Anspruch wegen eines Fehlers in meiner vom Steuerberater abgebenen monatlichen Buchführung, weshalb die EÜR für meinen Gewerbetrieb in Folge sowie die Gewinnermittlung bzw. der Einkommenssteuerbescheid auch falsch ist. Es handelt sich hierbei um die Steuererklärung für das Jahr 2008, welche mit Einkommenssteuerbescheid am 29.06.2010 ausgestellt wurde. Auf dem Bescheid steht: Der Bescheid ergeht nach §164 Abs. 1 AO unter Vorbehalt der Nachprüfung. Er ist nach § a65 Abs. 1 Satz 2 AO teilweise vorläufig.

Wer kann mir dazu was sagen?

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Antwort
von eShop, 6

der Vorbehalt der Nachprüfung gilt für das Finanzamt, nicht für deine Seite. Für dich ist der Steuerbescheid rechtskräftig.

Ist der Steuerbescheid zu deinem Vor- oder Nachteil? Hast du zu wenig Steuern bezahlt, solltest du in die Gänge kommen und dem Steuerberater Beine machen, denn dann steht Steuerhinterziehung im Raume.

Von welchem Anspruch sprichst du genau? Wer soll gegenüber wem einen Anspruch haben? Du ggü. dem Steuerberater und seiner Leisung? Das FA gegenüber dir?

Kommentar von baakbb ,

Hallo, der Steuerbescheid ist zu meinem Nachteil. Es geht hier konkret darum, dass bei einigen Rechnungen, die netto ausgestellt waren (steuerfreie EU-Lieferungen) falsch gebucht worden sind, womit ich nun zuviel an Umsatzsteuer bezahlt habe. Der Fehler liegt bei der Buchhalterin. Auch habe ich festgestellt, dass diese Rechnungen, die ich nachweislich als Betriebsausgaben absetzen konnte, als privat verbucht hatte.

Wie sieht es denn in diesem Fall dann aus?

Kommentar von EnnoBecker ,

Für dich ist der Steuerbescheid rechtskräftig.

Das ist völliger Unsinn.

Für fachliche Antworten stehe ich derzeit aber nicht zur Verfügung.

Antwort
von blackleather, 6

Von was für einem Anspruch sprichst du? Meinst du den Steueranspruch des Finanzamts oder einen Schadenersatzanspruch gegen den Steuerberater?

Kommentar von baakbb ,

Es geht um einen Schadensersatzanspruch, weil mein Steuerberater bei Rechnungen etwas nicht berücksichtigt hatte, weshalb, ich nun zu viel an Umsatzsteuern entrichtet habe.

Kommentar von blackleather ,

Schadensersatzansprüche verjähren innerhalb von 10 Jahren nach ihrer Entstehung (§ 199 Abs. 3 Nr. 1 BGB), solange sie nicht rechtskräftig festgestellt oder tituliert sind.

Da der Steuerbescheid ja aber noch änderbar ist (§ 164 Abs. 2 Satz 1 AO), ist der Eintritt des Schadens vermeidbar, sodass es gar nicht erst zu einem Schadensersatzanspruch gegen den Steuerberater kommt.

Antwort
von Meandor, 5

Beginn der Festsetzungverjährung: mit Ablauf 31.12.2010

Dauer: 4 Jahre

Ende der Festsetzungsverjährung: mit Ablauf 31.12.2014

Da der Bescheid unter VdN steht ist eine Änderung bis dahin jederzeit möglich. Also einfahc einen Änderungsantrag stellen.

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