Frage von user22, 54

Wann muss man bei Ausscheiden aus der Firma das Weihnachtsgeld zurückzahlen, wann nicht?

Worauf muß man achten im Arbeitsvertrag- welche Klauseln bedingen die Rückzahlung nach Ausscheiden-bei welchen Klauseln darf man das Geld auf jeden Fall behalten? Wer kennt sich hiermit gut aus? Wie ist es, wenn man im Arbeitsvertrag gar nix dazu findet, dann darf man es sicher behalten?

Anzeige
Antwort
von expermondo, 5

Hallo user22,

Schau mal bitte hier:
Kündigung Rückzahlung

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Zitterbacke, 54

Das Weihnachtsgeld, das gezahlt wird, darf behalten werden . Allerdings vereinbaren Arbeitgeber in den Arbeitsverträgen häufig Rückzahlungsklauseln.

Zitat :

"Ob das Weihnachtsgeld nach einer Kündigung zurückgezahlt werden muss, hängt davon ab, ob es sich um eine Sonderzuwendung mit Entgeltcharakter handelt oder um eine Sonderzuwendung, die ausschließlich die Betriebstreue belohnt. Zahlt der Arbeitgeber das Weihnachtsgeld als Anerkennung für die Arbeit des vergangenen Jahres, kann er nichts zurückfordern. Wird es dagegen zur Motivation und als weiterer Anreiz für künftige Betriebstreue gewährt, kann es zurückgefordert werden. "

Welche Rückzahlungsklauseln zulässig sind findest du hier :

http://www.bwr-media.de/lohn-gehalt/4612_lohnabrechnung-wann-muss-das-weihnachts...

Gruß Z... .

Antwort
von qtbasket, 43

Das ist unterschiedlich geregelt:

Eine Jahressonderzahlung ( so nennt man das Weihnachtsgeld im Amtsdeutsch) ist tariflich geregelt - dann muss es zurückbezahlt werden, wenn man bis zum 31.01. des Folgejahres durch eigene Kündigung ausscheidet.

Eine Jahressonderzahlung ist durch Arbeitsvertrag festgelegt - hier muss man wirklich die Details im Vertrag genau kennen, in der Regel gilt aber die gleiche Regelung, wie im Tarifrecht.

Ein Jahressonderzahlung ist eine einmalige. freiwillige Zahlung des Arbeitgebers - dann kann dieser erwarten, dass der Arbeitnehmer auch im Folgejahr im betrieb bleibt, hier gilt Richterrecht im Streitfall, das ist der Grenztermin auch schon eher der 30.6. des Folgejahres.

Eine Jahressonderzahlung ist durch betriebliche Übung entstanden, das bedeutet, dass der Arbeitgeber dreimal hintereinander Weihnachtsgeld freiwillig bezahlt hat und somit ein Anspruch entstanden ist. Auch hier gilt Richterrecht des zuständigen Arbeitsgerichts.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community