Frage von florider,

Wann kann man Haustierbetreuung haushaltsnahe Dienstleistung absetzen?

Guten Tag.

Ich habe mit Erstaunen zur Kenntnis genommen, dass es grundsätzlich möglich sein soll, eine Haustierbetreuung als haushaltsnahe Dienstleistung von der Steuer abzusetzen.

Unter welchen Umständen ist das möglich. Meine Schwester möchte das wissen, weil sie einen Hund hat, den sie täglich vor der Arbeit zur Betreuung abgibt. Die Diennstleitung wird also eigentlich außerhäusig erbracht. Geht das dann trotzdem? Oder muss in den heimischen vier Wänden betreut werden?

Vielen Dank

Antwort von LittleArrow,

Die Dienstleistung muß im Haushalt des Steuerpflichtigen erbracht werden, nicht im Haushalt des Dienstleisters! Ferner müssen die übrigen Bedingungen erfüllt werden (Rechnung, unbare Zahlung). Deine Schwester erfüllt mit ihrem Hund diese Bedingungen offenbar nicht.

Dem Ansatz für tierärztliche Betreuung im Haushalt hat das FG Münster (Az: 6 k 3010/10 E) kürzlich in einem Vergleich zugestimmt, nicht in einem Urteil: http://www.finblog.de/2011/05/06/der-tierarzt-als-haushaltsnahe-dienstleistung/

Antwort von Charli,

Ist der Betreuer eine geringfügig beschäftigte Haushaltshilfe? Wenn nein, kannst du es vergessen. Sonst lies dir den fg. Link bitte durch.

http://www.finanztip.de/recht/steuerrecht/haushaltsnahe_dienstleistungen.htm

Antwort von gandalf94305,

Wenn die Dienstleistung außer Haus erbracht wird, dann geht das natürlich nicht.

Wenn die Dienstleistung zuhause durch ein Unternehmen oder eine selbständige Person erbracht wird, dann benötigst Du eine Rechnung über Dienstleistung und ggf. Material mit Ausweisung von Mehrwertsteuer, zahlst diese unbar und machst den Betrag als haushaltsnahe Dienstleistung geltend. Die Dogsitterin muss dann allerdings die Einnahmen korrekt versteuern. Daran hapert es meistens ;-)

Kommentar von LittleArrow,

Für die korrekte Versteuerung der Einnahmen der Dogsitterin ist der Hundebesitzer (Auftraggeber) normalerweise nicht verantwortlich!

Kommentar von gandalf94305,

Stimmt. Nicht verantwortlich, aber wenn die Dogsitterin gar keine Lust hat, diese Arbeit zu versteuern, dann will sie auch keine Rechnung ausstellen, d.h. der Abzug ist auch illusorisch ;-)

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