Frage von DaveLoop,

Wann ist ein Gasversorger im Verzug?

Hallo,

folgendes (fiktives) Beispiel:

Ein Gasversorger erstellte zum 15.01. eine Schlussrechnung, welche ein Guthaben aufwies.

Da keine Bankverbindung hinterlegt war, übermittelte der Kunde diese umgehend dem Gasversorger.

Damit hätte es seitens des Unternehmens eigentlich keinen Grund gegeben, die Gutschrift in irgendeiner Form hinaus zu zögern.

Trotzdem erhielt der Kunde sein Geld nicht überwiesen und auf Nachfragen immer nur Vertröstungen.

Nach 6 Wochen reichte es dem Kunden und er setzte dem Versorger eine feste Datumsfrist (1 Woche) mit Mahnbescheid-Ankündigung.

**Frage 1: Wieviel Zeit darf sich der Versorger mit der Überweisung eigentlich gesetzlich lassen?

Frage 2: Ist er nach 30 Tagen ev. automatisch schon in Verzug?

Frage 3: War diese Frist ausreichend und überhaupt berechtigt?

Frage 4: Kann der Kunde nach erfolgloser Fristsetzung direkt den MB beantragen und ist der Versorger ab diesem Zeitpunkt auch wirklich in Verzug?**

Danke!

Antwort
von gammoncrack,

Aus einem Facebook-Posting zu einer Flexstrom Abrechnung. Die Formulierung finde ich schon beeindruckend:

Sehr geehrte Damen und Herren, mit der eigenmächtigen Idee mein Guthaben erst nach weiteren 6 Wochen (bis zur Schlussrechnung hat es ja auch schon wochenlang gedauert) auszuzahlen sind Sie rechtlich auf dünnerem Eis, als die aktuellen Temperaturen hergeben. Da ich weder um einen befristeten Kredit von Ihnen gefragt worden bin, noch bereit bin Ihnen einen solchen zu geben, erwarte ich die Auszahlung allerspätestens Mitte April.

Antwort
von qtbasket,

Alles Theorie und völlig lebensfremd. Denn der Gasversorger hat auch eine juristische Abteilung, die mit Sicherheit das völlig anders sieht.

Der Gasversorger kann nicht erstatten, weil kein Konto da ist, Scheck oder ähnliches muss er nicht. Irgendwie muss ja auch vom Kunden die Rechnungen bezahlt worden sein, womöglich bar am Bankschalter mit Gebühr ???

In solchen Fällen sind die Verbraucherzentralen eine gute Adresse, die nehmen sich der Sache an, und meist klappt das dann auch.

Was wäre denn die Alternative ? Den Gasversorger verklagen !!!

Kommentar von DaveLoop ,

Was ist an dem Fall bitteschön "lebensfremd"? :)

Die nicht hinterlegte Bankverbindung spielt keine Rolle, da sie dem Versorger ja umgehend nach Schlussrechnungserhalt mitgeteilt wurde.

Kommentar von Gaenseliesel ,

Zu @ qtbasket: In solchen Fällen sind die Verbraucherzentralen eine gute Adresse ..... würde ich auch raten. K.

Antwort
von Privatier59,

folgendes (fiktives) Beispiel:

Wirklich "fiktiv" oder Gegenstand einer juristischen Hausarbeit? Wenn Hausarbeit dann auf ins Hauptseminar und ran an die Bücher!

Antwort
von robinek,

Um welchen Betrag sprechen wir hier? Lohnt sich der gemachte und evtl. noch auf Dich zukommende Aufwand überhaupt? Wechsle den Anbieter!(Unabhängig von geschildertem)

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