Frage von feldhamster,

Wahl der Krankenkasse

Ich habe selbst keine Einkünfte und habe über meinen Ehemann einen Beihilfeanspruch von 65/80%. Aus persönlichen Gründen möchte ich mich nicht privat versichern und suche somit eine gesetzliche KK mit möglichst hohem Selbstbehalttarif. Die bis dato angesprochenen Kassen verwiesen allerdings auf die in meinem Falle unsinnige Regelung, dass die Höhe des Selbstbehalts zwingend mit der Höhe des Einkommens gekoppelt ist.

Antwort
von RHWWW,

Hallo,

die Wahltarife sind meist an die Höhe der beitragspflichtigen Einnahmen (§ 240 SGB V -> letzter Absatz) geknüpft. Das wären hier 50% der Bruttoeinnahmen beider Ehegattren (mindestens 898 und maximal 1969 euro monatlich).

Vielleicht hilft dieser Link bei der Krankenkassensuche:

http://www.test.de/Gesetzliche-Krankenkasse-Die-beste-Kasse-fuer-Sie-1801418-0/

Gruß

RHW

Antwort
von alfalfa,

Nun, wenn Du jetzt bereits Beihilfeberechtigt bist und einen PKV beihilfefähigen Tarif besitzt kommst Du nur dann in die GKV wenn du durch einen sozialversicherungspflichtigen Job wieder versicherungspflichtig wirst. Also kannst Du jetzt gar nicht wechseln, selbst wenn Du willst.

Mal den theoretischen Fall dass du wechseln könntest, dann würde die Hälfte des Einkommens Deines Mannes Dir als Einkommen zugerechnet. Auf der Basis wird dann der GKV Beitrag berechnet. Verdient Dein Gatte über der Beitragsbemessungsgrenze (=3937,50€/Monat) verdienen, wird 50 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze als Dein fiktives Enkommen angesetzt. Darauf sind 15,5% GKV plus Pflegepflichtversicherung zu zahlen. Dürfte dann wohl im Ergebnis bei 330€ im Monat landen.

Selbst wenn Du einen Wahltarif mit SB in der GKV wählst, dürfte sich dieser Betrag nicht signifikant nach unten veränder, vielleicht 30€ oder so.

Ich denke preisgünstiger als Beihilfe und PKV dürfte es nicht gehen, zumal bei ggfs umfassenderen Leistung?

Und warum willst Du wechseln? Reine Neugierde....

Antwort
von Privatier59,

Es gibt keine gesetzliche KK mit Selbstbehalt. Da muß man schon in die PKV.

Kommentar von alfalfa ,

Doch, die gibt es. Nennt sich Wahltarife. Bietet fast jede KK an.

Kommentar von Privatier59 ,

Es geht hier um Beamtentarife. Welche KK bietet die an?

Kommentar von alfalfa ,

Es geht um GKV und Wahltarife! Beamtentarife gbt es nur in der PKV. Bei GKV Wahltarifen gibt es auch welche mit SB!

Antwort
von feldhamster,

@ alfalfa:

Du hast meine Frage falsch verstanden. Ich bin (ohne eigene Einkünfte) und freiwillig gesetzlich versichert um überhaupt krankenversichert zu sein. Da mein Mann Beamter und somit beihilfeberechtigt ist, bin ich über meinen Mann auch gleichzeitig beihilfeberechtigt.

Eine PKV schließt sich für mich aus, da ich bei >55 Jahren nicht mehr zurück könnte und die Nachteile einer PKV im Falle eigener Rentenbezüge überwiegen würden.

Kommentar von alfalfa ,

Das ging aus Deiner Fragestellung nicht eindeutig hervor. Da Du freiwillig GKV versichert bist, wird dir trotz Beihilfeberchtigung Dir das in der Praxis bis auf ganz wenige Feinheiten nichts bringen. Die GKV ist dann für dich vorrangig zuständig.

Bei der Berechnung Deiner GKV Beiträge wird das hälftige Einkommen Deines Mannes angerechnet (bis zur BBG). Auch bei einem Wechsel in einen Wahltarif mit SB wirst Du die Beiträge nicht signifikant senken können.

Den Link zur Berechnung der Beiträge für freiwillig Versicherte Personen in der GKV habe ich dir zugesendet.

Ja, es ist korrekt, dass du im Fall Beihilfe und PKV nicht mehr in die PKV kommst. Doch auch im Alter bist Du Beihilfeberechtigt. Dumm ist die Situation nur im Fall einer Scheidung nach 55 wenn dann die Beihilfeberchtigung wegfällt. Dann müsstest Du in einen PKV Voll Tarif. Und das würde teuer.

Auch mal darüber nachgedacht, welche KK Beiträge du ab Zeitpunkt der Rente zahlst und auf welche Einkunftsarten?

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