Frage von Vermoegend, 15

Wäre ein im Testament erwähntes Nießbrauchsrecht beim Ableben vom Begünstigten zu versteuern?

Wie sieht es steuerlich aus, wenn im Testament festgelegt wäre, daß man ein Nießbrauchsrecht vererbt bekommen soll an einer Immobilie-würde das dann auch erbschaftssteuerpflichtig sein für den Begünstigten? Die Immobilie selber würrde der Begünstigte nicht bekommen sondern dessen Kind.

Antwort vom Anwalt erhalten
Anzeige

Schneller und günstiger Rat zum Erbrecht. Kompetent, von geprüften Rechtsanwälten.

Experten fragen

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von blackleather, 15

würde das dann auch erbschaftssteuerpflichtig sein für den Begünstigten?

Nein. Das würde es deswegen nicht, weil man einen Nießbrauch nicht vererben kann. Vererbt werden kann nur die Immobilie selbst, aber nicht das Nießbrauchsrecht daran.

Dieses bleibt vom Tod des ursprünglichen Nießbrauchsbestellers (= jetzigen Erblassers) völlig unberührt. Vielmehr treten die Erben des Nießbrauchbestellers mit seinem Tode in seine Rechtsstellung ein.

Und da der Nießbraucher also insofern nichts erbt, gibt es auch nichts erbschaftsteuerlich zu begünstigen.

Antwort
von Privatier59, 11

Möglicherweise hast Du Dich falsch ausgedrückt: Nießbrauchsrechte erlöschen mit dem Tode des Begünstigten. Es wäre für den Eigentümer (!) einer Immobilie allerdings möglich, das Eigentum am Grundstück an die eine Person zu vererben und einer anderen Person ein Nutzungsrecht (Nießbrauch oder Wohnrecht) daran zu vermachen. In diesem Falle wären sehr wohl Belastungen durch die Erbschaftsteuer möglich und diese können sehr erheblich ausfallen. Wir hatten hier vor geraumer Zeit mal eine Fragestellerin hier, der von einer guten Freundin ein Wohnrecht vermacht wurde und dabei hatte niemand an die Erbschaftsteuer gedacht. Die war so hoch, dass die Begünstgte dadurch finanziell ruiniert wurde. Bevor man sich an solche Konstruktionen heranwagt muß man deshalb zwingend eine steuerliche Beratung in Anspruch nehmen. Der Notar wird diese nicht (!!!!) liefern. Der vorherige Gang zum Steuerberater ist deshalb Pflicht.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community