Frage von producer72, 24

Währungskonto bei deutscher Bank, Ausland oder bar?

Hallo, wie sicher ist ein Währungskonto bei einer deutschen Bank (in meinem Fall zB die HVB)? Ich möchte a.) dem Eurofall etwas entgegenwirken, voraussichtlich mit einem Wechsel in Norwegische Krone oder ggf. auch klassisch in Dollar. Aber b.) bei einem Bankencrash nicht ohne etwas da sitzen! Ist (m)ein Währungskonto bei der HVB dann eigentlich genauso betroffen wie ein normales Konto (sicherlich, oder?)? Gibt es Möglichkeiten im Ausgland (zB Norwegen) so ein Konto zu führen? Fressen die Kosten dann ggf. die Wechselkurgewinne, lohnt es sich überhaupt? Aber primär geht es mir um Werterhaltung, wenn Gewinne durch Wechselkurse abfallen-umso besser. Aber bar im Garten verbuddeln---auch nicht so das Wahre:( Habt ihr Tipps? Ich rede hier auch nur von etwa 15.000 Euro die ich derzeit nicht brauche...und wenn ich mir den EuroRutsch so ansehe...sind die im nächsten Jahr lange nicht mehr das wert.

Antwort
von Finanzschlumpf, 24

1. : Es ist ein Fehler, die Entwicklung in der Vergangenheit pauschal auf die Zukunft zu übertragen. Gerade da der Euro in letzter Zeit viel an Wert verloren hat, könnte es ja auch mal langsam wieder nach oben gehen.

2. Bedeutet ein Kursrückgang des Euro nicht automatisch einen Bankencrash. Und auch ein Bankencrash würde nicht zwingend nur oder vorrangig Banken der Eurozone betreffen.

3. Mag es sein, dass Du im Ausland zumindest vor dem Zugriff des deutschen Staates sicher bist ( wenn auch um den Preis einer Straftat ), allerdings ist es eben Ausland. ( Ich denke z.B. dass die Norwegische Einlagensicherung ihre "Bedingungen" nicht auf deutsch übersetzt für ein paar Kapitalflüchtlinge, von der Schwierigkeit sich umfassend zu informieren ganz abgesehen ).

4. Wenn zwischen den zwei Währungen eine Wahl stattfünde, würde ich rein vom Langfrsitpotential immer die Norwegische Krone nehmen.

Antwort
von jsch1964, 21

Wenn Du nicht an Währungen glaubst, dann gehe in Sachwerte: Fonds, Gold, Immobilien.

Kommentar von producer72 ,

habe ich geschrieben dass ich nicht an Währungen glaube? ich glaube nicht an den Euro! Ob dieser ganz von der Bildfläche verschwinden wird oder sich gar irgendwann erholen wird-so weit möchte ich mich nicht aus dem Fenster hängen, alles ist möglich. Aber er wird in nächster Zeit noch stärker verlieren, davon bin ich überzeugt. Diesem Szenario wollte ich gern mit liquidem Geld (Fremdwährung) entgegenwirken. Eine selbstgenutzte Immo habe ich, für eine fremdgenutzte sind 15 TEUR wohl etwas wenig, außerdem gefährlich! Mit Fonds und Aktien kenne ich mich zu wenig aus-da sollte man sich länger mit beschäftigen finde ich. Gold-wohl das einzige was in Krisen immer gut war...auch gesunken, in der absoluten Krise natürlich immer top!

Kommentar von jsch1964 ,

Da der Euro auch nur eine Wähnrung ist und außerdem, falls es zu einem Zusammenbruch des Euro kommen sollt, auch alle anderen europäischen Wirtschaftsbereiche - ob mit oder ohne eigene Währung - dann mächtig in die Knie gehen werden, war ich so frei, Deine Euro-Skepsis in Währungsskepsis umzudeuten.

Jede Währung ist nur so gut, wie die dahinter stehende Wirtschaft, bzw. wie der Glaube anderer Länder in die wirtschaftliche Leistungskraft des Währungs-Wirtschaftsraums.

Ich persönlich glaube auch, dass der Euro noch weiter sinken wird. Wenn Du davon überzeugt bist, dann könntest Du ja in Optionen investieren, die vom fallenden Euro profitieren....

Bezüglich Fonds und Aktien musst Du ja nicht alles selber machen, dafür gibt es geeignete Vermögensverwaltungen für Kleinanleger. Die schichten dann ggf. auch in Fremdwährungsanlagen um, wenn es Sinn macht.

Antwort
von Privatier59, 22

Ich glaube nicht, daß bei einem Zusammenbruch des internationalen Bankensystems, den Du ja anscheinend befürchtest, irgendeine Währung ungeschoren davon kommt. Wenn  Du so pessimistisch bist, dann kaufe Ackerland und werde zum Selbstversorger.

Kommentar von producer72 ,

ok, da gehe ich (teilweise) mit.

Wie ich oben zu jszh1964 schon schrieb: dann konzentrieren wir uns erst einmal NUR auf das Szenario "EURO fällt weiter" und zwar (meiner Meinung nach mind. 20% bis Ende des Jahres),...da würde die "Anlage" in Form einer sichereren/stabileren Währung doch schon Sinn machen?

Auch beim Zusammenruchs oder eher Ausstiegs (noch halbwegs kontrolliert) des EUROS und schneller Währungsunion mit anschließender DM, wäre ich in diesem Fall doch besser gerüstet. Oder habe ich einen Denkfehler?

Kommentar von jsch1964 ,

Wenn es darum geht, Werte beim Währungscrash zu erhalten, dann ist tatsächlich Gold das Mittel der Wahl. Das Gold dürfte in solch einer Situation dann auch ziemlich stark im Wert steigen und Du bekommst relativ viel neue Währung dafür.

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