Frage von RenateSol, 14

Vorteil Vermögensverwaltung und erkennbar für den Fondskäufer?

Was ist der Vorteil einer Vermögesnverwaltung, die einen Fonds managt gegenüber einem "normalen Fonds" einer Fondsgesellschaft und ist es erkennbar beim Fondskauf, ob eine Vermögensverwaltung den Fonds betreut?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von gandalf94305, Community-Experte für Fonds, 9

Zum zweiten Teil der Frage: wer einen gegebenen Fonds verwaltet, d.h. Entscheidungen in einem Fondsmanagement trifft, steht im ausführlichen Verkaufsprospekt. Dort sind auch die gegebenen Grenzen für Anlagesegmente, Märkte, Branchen, Fremdwährungen etc. angegeben. Die bei weitem meisten Anleger lesen das nicht. Lies es!

Du kannst auch bei einschlägigen Unternehmen wie Flossbach von Storch, DJE, Fidelity oder Blackrock schauen, welche Fonds diese anbieten.

Bevor Du jedoch nun die Begriffe "Vermögensverwaltung" von "Kapitalverwaltungsgesellschaft" (= Fondsgesellschaften) zu definieren und voneinandern abzugrenzen versuchst, solltest Du Dir lieber mal überlegen, was eigentlich die Merkmale eines guten Fonds sind. Selbst wenn Dir die Definition der Begriffe gelingen sollte, wirst Du schnell bei einem Bick in den Markt feststellen, daß es erfolgreiche, mäßig erfolgreiche und unterirdische Vermögensverwaltungen gibt... es gibt auch erfolgreiche, mäßig erfolgreiche und unterirdische Kapitalverwaltungsgesellschaften. Die Tatsache, daß Du etwas in eine Schublade steckst, ist kein Qualitätsmerkmal.

Versuche lieber mal anhand üblicher Kriterien wie Rendite, Volatilität, Outperformance des risikolosen Zinses, sowie Kosten einzelne Fonds zu untersuchen. Wenn dann aus dem investierbaren Universum in Deutschland von ca. 6.000 Fonds mit noch deutlich mehr Anteilsklassen unter den Kandidaten ein paar "vermögensverwaltende Fonds" verbleiben, dann würde mich das nicht wundern, aber es werden sicher auch noch ein paar andere dabei sein.

Vielleicht wirst Du feststellen, daß Fondsschwergewichte nach einer gewissen Zeit schlechter als die Erwartungen performen, da sie unflexibel geworden sind, jedoch kleinere, flexiblere Fonds leichter den Markt outperformen oder generell eine gute, marktunabhängige Performance darstellen. Irgendwann packen viele dieser Schwergewichte jedoch wieder die Herausforderungen und laufen wieder ok. Im Endeffekt wäre ein langfristiger Anleger damit also doch gut bedient gewesen. Klassisches Beispiel dafür ist der Templeton Growth Fund.

Lies auch dies mal: http://www.finanzfrage.net/frage/vorteil-vermoegensverwaltung-gegenueber-fondsge...

Aber bedenke immer: von jeder Sorte gibt es gute und schlechte!

Antwort
von Rat2010, 5

Es gibt Fondsmanager die mehr und andere, die weniger dürfen. Der Vorteil von Fonds, bei denen die Manager mehr dürfen (die, die du als Vermögensverwaler bezeichnest) ist der, dass der Fonds - so er gut gemanagt ist - sich in etwa so verhält, wie Liesschen Müller es erwarten würde. Er kauft Aktien, wenn sie billig sind und verkauft sie - oder sucht billige - wenn sie zu teurer werden. Oder er macht ganz was anderes, das aber zum Anleger sehr gut passen kann.

Andere Fondsmanager (vulgo: "normale Fonds") dürfen auch viel, aber halt nur in einer Anlageklasse oder nur ausgewogen in zwei oder drei. Wenn also alle kirgisischen Nebenwerte gleichzeitig fallen, muss er in den Aktien bleiben, weil es sein Job ist, dort zu investieren. Hört sich extrem an, weil es den Fonds nicht gibt aber es gb z. B. Neuer-Markt-Fonds und es gab asiatische-Techwerte-Fonds, was fast so extrem ist.

Welche Aufgabe der Fondsmanager hat steht im Verkaufsprospekt aber auch im Factsheet oder Fondsportrait. Ob er was er machen soll auch kann und macht, dafür gibt die Wertentwicklung (genauer der Chart und die Kennzahlen) verschiedener Zeiträume Auskunft. Inwieweit er es auch in Zukunft können und schaffen sollte zu beurteilen ist der Job darauf spezialisierter Anlageberater. Ratingagenturen versuchen das auch, nur muss man da sehr genau schauen, was die bewerten.

Antwort
von Logan, 5

Fang ich auch einmal mit der zweiten Frage an... VKP anschauen, da steht der Manager oder Berater zu 95% drinnen. Auf vielen Internet Seiten sind die Informationen nicht so tiefgehend bzw. Zum Teil einfach fehlerhaft. Schwierig wird es aber, wenn der Advisor über ein Haftungsdach agiert... Aber Du fragst ja anch "Vermögensverwaltung" als Entscheider für den Fonds....

Fazit.... In den meisten Fällen kannst Du es erkennen.

Zu Teil 1 der Frage.... Da wäre für mich wichtig zu wissen, was du unter Vermögensverwaltung verstehst! Nur dann könnte man Deine Frage für Dich Sinnvoll beantworten. Unscharf geantwortet, könnte eine Antwort sein, dass die Vermögensverwaltung unabhängig von den Interessen der KVG und Verwahrstelle agieren könnte mangels "Konterninteressen", aber da fehlt halt die Info, was du mit vv meinst

L

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