Frage von Michael0815, 17

Vorstandsvorsitzender einer AG ist Großaktionär

Folgender Sachverhalt:

Ein Vorstandsvorsitzender einer AG ist auch gleichzeitig der größte Einzelaktionär. Auf einer HV trat der Aufsichtsrat zurück und wurde parallel vom Vorstand gegen den Willen aller anderen KLeinaktionäre wiedergewählt. Es war sozusagen eine Witzveranstaltung, die den Aufsichtsrat weitere 5 Jahre in Amt und würden die fehlende Kontrolle des Vorstands praktizieren lässt.

Mit anderen Worten der Großaktionär und VV kauft sich sein Aufsichtsrat.

Was sind die gesetzlichen Möglichkeiten hiergegen vorzugehen?

Antwort
von billy, 17

Auszug aus Paragraf 84 AktG 

(3) Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Ein solcher Grund ist namentlich grobe Pflichtverletzung, Unfähigkeit zur ordnungsmäßigen Geschäftsführung oder Vertrauensentzug durch die Hauptversammlung, es sei denn, daß das Vertrauen aus offenbar unsachlichen Gründen entzogen worden ist. Dies gilt auch für den vom ersten Aufsichtsrat bestellten Vorstand. Der Widerruf ist wirksam, bis seine Unwirksamkeit rechtskräftig festgestellt ist. Für die Ansprüche aus dem Anstellungsvertrag gelten die allgemeinen Vorschriften. 

http://dejure.org/gesetze/AktG/84.html 

Antwort
von INSTWAB, 17

Wenn der Vorstand es nicht zu unregelmäßigkeiten kommen lässt, ist es nicht angreifbar.

Kommentar von Tollpasch01 ,

Wer wäre denn, auch wenn er kein Vorstand ist, bei Unregelmäßigkeiten nicht angreifbar. Ich hätte da gerne einmal ein Beispiel, damit ich mich beruflich umorientieren kann.

Antwort
von Tritur, 16

Größter Aktionär in einer AG zu sein, bedeutet oft nicht viel. Wer aber die Mehrheit hat, das kann durchaus auch der Vorstandsvorsitzende sein, der hat das Sagen. Er kann sich auch den Aufsichtsrat nach Gutdünken wählen und entscheidet letzlich alles.

Auch in der Aktionärsdemokratie haben Minderheiten nichts zu vermelden. Und das ist auch gut so.

Wem das nicht passt, der kann seine Aktien verkaufen.  

Antwort
von wfwbinder, 13

Eine Aktiengesellschaft ist ein Wirtschaftsunternehmen. Wie die Geschicke des Unternehmens geleitet werden, bestimmt die Mehrheit.

Eine AG ist kein Streichelzoo. Für wenige Entscheidungen sind mehr als die einfache Mehrheit notwendig.

Das ist auch so gewollt. Und es gibt sogar Aktiengesellschaften, die mit Vorzugsaktien arbeiten, die gar kein Stimmrecht haben. Da kann man sogar mit eventuell nur 25 % die Mehrheit haben.

Antwort
von vulkanismus, 9

Und wie ist Deine Finanzfrage?

Antwort
von hildefeuer, 8

ja das ist normal so und zulässig. Was glaubst Du warum ich keine Aktien kaufe?

Antwort
von Apolon, 7

Ein Vorstandsvorsitzender einer AG ist auch gleichzeitig der größte Einzelaktionär.

Dies kann so sein, aber im Normalfall trifft dies so nicht zu.

 

 

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