Frage von revolvermann71, 115

Vorfälligkeitsentschädigung, obwohl das Vorausdarlehen abgelöst wurde ?

Guten Tag, ich habe zum Erwerb einer Immobile einen Teil der Kaufsumme über einen Bausparvertrag realisiert. Hier gab es ein Vorausdarlehen, hierfür wurden nur die Zinsen betahlt und ein Bausparvertrag, in den eingezahlt wurde um das Vorausdarlehen abzulösen. Jetzt ist der Bausparvertrag zugeteilt worden und das Vorausdarlehen abgelöst. Ich habe die Bausparkasse angeschrieben um den Zinsteuren Bausparvertrag abzulösen. Sie haben mir eine Rechnung mit einer Vorfälligkeitsentschädigung gemacht. Sie schrieben, dass ich die letzten 8 Jahre zu viel Geld in den Vertrag bezahlt habe und sie dieses geduldet haben. Das hat dazu geführt, dass der Vertrag 1,5 Jahre früher zugeteilt wurde und das Vorausdarlehn asbgelöst wurde. Nun meine Fragen: 1. Kann man einen zugeteilten Bausparvertrag zurück zuteilen. 2. Kann das Vorausdarlehn wieder eröffnet werden, obwohl ich schriftlich habe, dass der Vertrag erloschen ist. (Ich hatte eine Anfrage an die Bausparkasse gestellt, bevor der Vertrag zugeteilt wurde, was eine Ablösung kosten würde) 3. Was passiert wenn ich das Bausparkonto ohne Vorfälligkeitsentschädigung ausgleiche und danach jegliche Zahlungen einstelle. Ich hoffe ich habe alles einigermassen gut beschrieben und bedanke mich im voraus für eine Antwort. MfG

Antwort
von LittleArrow, 80

Sie haben mir eine Rechnung mit einer Vorfälligkeitsentschädigung gemacht.

Ist das nun ein relativ hoher Betrag, um den es sich gerichtlich (also auch mit anwaltlicher Hilfe) streiten lohnt oder wie ist Deine Interessenlage, wo Du hier nur wenige Vertragsdetails bekannt gibst?

Bei dieser komplexen (Vertrags)Situation brauchst Du voraussichtlich anwaltliche Unterstützung. Du kannst allerdings vorher mal eine Verbraucherberatungsstelle aufsuchen, weil dort schnell eine vorläufige Bewertung erhältlich ist.

Allerdings ist ein Rückwärtsdrehen der Vertragszuteilung kaum vorstellbar.

Ich habe hier noch einen etwas älteren Artikel verlinkt, der Dir zeigt, wie sehr es auf die Details ankommt:

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/management/vorfaelligkeitsentschaedigung...

Antwort
von baufibemu, 73

Hallo, das ist in erster Linie abhängig von Ihrem Vertrag für das Vorausdarlehen. Wenn darin steht "Zinsbindung fest bis zur Zuteilung des Bausparvertrages" kann keine Vorfälligkeitsentschädigung verlangt werden. Wenn eine feste Zinsbindung enthalten ist, dann hat die Bausparkasse bzw. der Herausgeber des Vorfinanzierungsdarlehens das Recht auf Vorfälligkeitsentschädigung. Wie es sich allerdings mit der Duldung der zu hohen Einzahlung verhält, weiß ich nicht. Vielleicht würde hier ein Gericht sogar entscheiden, da die Bausparkasse dies geduldet hat, muss sie auch die vorzeitige Ablösung dulden. Das werden aber im Zweifel Gerichte entscheiden müssen.

Beste Grüße

Bernd Munder

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community