Frage von nachgefragt,

vorfälligkeitsentgelt zu hoch?

ich habe nach einem hausverkauf noch verbindlichkeiten bei der bank i.h. von 61000,-€ mein bankberater sagte mir vor verkauf, wenn die 10 jahre zinsbindung vorbei wären, würde kein vorfälligkeitsentgelt fällig werden. nun habe ich habe vor 2 jahren eine forwardvereinbarung mit zinsbindung für 10 jahre mit der bank abgeschlossen (und heute erst erfahren, dass keine sondertilgung möglich ist). es hat mich schon gewundert, dass ich kein entgelt zahlen müsse. gestern hat mich der berater angerufen und gesagt, er habe die unterlagen der finanzabteilung zurückbekommen, es würde nun doch ein entgelt fällig werden und zwar i.h. 15000,-€ ich war zunächst geschockt und heute war ich in der filiale und er sagte mir, das entgelt wäre fällig, wegen der vor 2 jahren getroffenen zinsbindung. soweit so gut, aber 15000,-€ erscheint mir extrem hoch, nachdem, was ich hier alles an berechnungen im internet gefunden habe. muss ich ein so hohes entgeld zahlen? ist das rechtlich haltbar?

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Antwort
von LittleArrow,

(und heute erst erfahren, dass keine sondertilgung möglich ist)

hmm, das kleingedruckte deines forwardvertrages hast Du also nicht gelesen?

ob etwas (zu) hoch ist, kann man doch nur sinnvoll beurteilen, wenn man einen vergleichsmaßstab hat und nicht alleine am betrag festmachen.

bei diesem betrag lohnt es sich gewiss, mal einen profi nachrechnen zu lassen. auf solche leute wurden hier unter der stichwortsuche "vorfälligkeitsentschädigung 2013" schon erfolgversprechende antworten gegeben:-)

da findest du z. b.: http://www.finanzfrage.net/frage/sollte-man-die-berechnung-einer-vorfaelligkeits...

Antwort
von KlausWehrt,

Sehr geehrte/r nachgefragt,

bei den von Ihnen beschriebenen Entschädigung handelt es sich nicht um eine Vorfälligkeitsentschädigung, sondern um eine Nichtabnahmeentschädigung, sogar um eine besondere Form der Nichtabnahmeentschädigung: die Nichtabnahmeentschädigung für ein Forwarddarlehen.

Forwarddarlehen unterscheiden sich von laufenden Darlehen dadurch, dass sie eine Vorlaufzeit beinhalten, die zinsfrei ist. Vorfälligkeitsentschädigungsprogramme und Nichtabnahmeentschädigungsprogramme für laufende Darlehen können diese zinsfreie Zeit in ihren Berechnungen nicht berücksichtigen. Sie bewerten diese Zeit wie eine zinspflichtige Zeit und berechnen somit eine überhöhte Zinsentschädigung. Nach meiner Kenntnis gibt es im Internet kein einziges Programm, das Forwarddarlehensentschädigung mit einer Vorlaufzeit korrekt erfassen kann. Daher bleibt dann nur die Beauftragung eines Sachverständigen.

Selbstredend versuchen die institute aus einem solchen Fall so viel wie möglich heraus zu schlagen, denn damit können die Neukonditionen subventioniert werden, was die Position im Wettbewerb mit anderen Instituten begünstigt. Ich rate Ihnen dringend zur Überprüfung.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Dr. rer. pol. habil.Klaus Wehrt

Diplom-Volkswirt

Antwort
von Tina34,

du nimmst das ganze gesumms und machst einen Termin bei der Verbraucherzentrale, die haben nämlich Spezialisten dafür. In über 90 % der Fälle wird falsch gerechnet.

Lieber das Geld dafür in die Hand genommen und Rechtssicherheit haben als darauf zu hoffen das das hier jemand rechnet.

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