Frage von berndotto, 148

Vorauszahlungen bei der Einkommensteuer

Hallo,

ich habe durch den Wegfall einer Abschreibungsmöglichkeit eine Nachzahlung für das Jahr 2012 zu leisten. So weit so gut! Gleichzeitig teilte man mir mit, daß ich ab dem Jahr 2014 und 2015 vierteljährlich eine Vorauszahlung zu leisten habe.

Nun meine Frage!

Wieso ist es (scheinbar) nicht möglich dies in meine monatlich zu zahlenden Lohn/Einkommensteuer einzurechnen. Bin kein Selbstständiger!

Gruß Bernd

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo berndotto,

Schau mal bitte hier:
einkommensteuer Vorauszahlung

Antwort
von Mikkey, 147

Wenn bei Dir bei Anwendung der Steuerklasse(n) eine unzutreffende Versteuerung eintreten wird, ist es ganz normal, dass eine Vorauszahlung verlangt wird.

Du schilderst nicht alle Deiner steuerrelevanten Fakten, sonst könnte hier sicher jemand antworten, warum es zu den unzutreffenden Lohnsteuerabschlägen kommt (häufig tritt so etwas z.B. bei Steuerklassenverteilung III/V auf oder wenn eingetragene Freibeträge zu hoch sind).

Antwort
von Rat2010, 124

Du schreibst unten, dass weggefallener Unterhalt dazu führt, dass du vorauszahlen musst.

Das kann eigentlich nur sein, wenn der Unterhalt bisher auf deiner Lohnsteuerkarte eingetragen war. Wenn du die Lohnsteuerabzugsmerkmale änderst, kannst du dir die Vorauszahlungen sparen.

http://www.finanztip.de/recht/steuerrecht/lohnsteuer-ratgeber.htm

Wende dich in der Sache an dein Finanzamt.

Kommentar von berndotto ,

Hallo Rat2010,

genauso ist es!

Es ist nur die Unterhaltsleistung weggefallen. Der Unterhaltsempfänger ist verstorben. Daraus resultierte die Nachzahlung. die in der Höhe etwa ein Drittel meiner erbrachten Unterhaltsleistungen entsprach.

Diesen Unterhalt leistete ich sieit 1983.

Ob dies in der Lohnsteuerkarte eingetragen worden ist, kann ich dir nicht sagen.

Ich bekomme keine Lohnsteuerkarte.

Veranlaßt habe ich keinen solchen Eintrag.

Lebe in Spanien, bin aber in Deutschland uneingeschränkt steuerpflichtig.

Gleichzeitig mit diesem letzten Einkommensteuerbescheid wurden mir die vierteljährlich zu zahlenden Beträge für die Jahre 2014 und 2015 mitgeteilt.

Daraufhin telefonierte ich mit der zuständigen Sachbearbeiterin des Finanzamtes. Anmerken muß ich noch, daß es nicht die war, mit der ich schon seit etlichen Jahren zu tun hatte.

Der Tenor diese Gepräches: Das ist nun mal so und die Bestimmungen hätten sich im Jahr 2013 geändert. Fand ich nicht besonders hilfreich. Will sagen: ich glaube ihr (noch) nicht.

Bevor ich mich schriflich an´s Finanzamt wende, - dachte ich mir - holst Du dir ein paar Tipps und Meinungen.

Kommentar von vulkanismus ,

Du wolltest es doch besser machen. Ist es aber nicht.

Kommentar von berndotto ,

Hallo vulkanismus:

  1. Habe ich einen zweiten Versuch noch gar nicht gestartet.

  2. War es eine Antwort auf einen Kommentar, der es genau auf den Punkt gebracht hat:

Rat2010 schrieb:

Du schreibst unten, dass weggefallener Unterhalt dazu führt, dass du vorauszahlen musst.

Dazu habe ich ein paar Informationen geliefert.

Eine sachliche Begründung von Dir (vulkanismus) wäre bestimmt besser und ich könnte entsprechend antworten.

Mit Deinem Kommentar:

Du wolltest es doch besser machen. Ist es aber nicht.

kann ich wirklich nichts anfangen.

Kommentar von Rat2010 ,

Überlege mal: da wurde was 1984, also vor fast 30 Jahren eingetragen. Ob du es damals veranlasst hast? Die Nachzahlung jetzt spricht dafür! Jedenfalls, wenn du nicht irgendwas anderes übersehen hast.

Beim Finanzamt haben die das selbe Thema. 30 Jahre sind eine lange Zeit. Im ersten Jahr fällt es nur bei der Erklärung auf, dass zu wenig Lohnsteuer einbehalten wurde und ... Jedenfalls spricht einiges dafür.

Nur ist es einerlei: Die Lösung ist, dass du dem Finanzamt schreibst (ein Fax tut es auch), sie möchten die deinem Arbeitgeber übermittelten Lohnsteuerabzugsmerkmale bitte prüfen und updaten. Gleichzeitig sollen sie die Vorauszahlungen ab dem 1. Januar 2014 (2013 ist sicher auch zu wenig abgezogen worden) weil sich die dann erledigt hat auf null setzen. Darauf müssen sie reagieren.

Kommentar von berndotto ,

Hallo Rat2010,

Überlege mal: da wurde was 1984, also vor fast 30 Jahren eingetragen. Ob du es damals veranlasst hast? Die Nachzahlung jetzt spricht dafür! Jedenfalls, wenn du nicht irgendwas anderes übersehen hast.

Damit bringst Du mich in große Schwierigkeiten. Da hebe ich meine Hand nicht mehr zum Schwur, ob ja oder nein.

Es klingt andererseits logisch, daß man die Unterhaltsleistungen bei meiner Einkommensteuer schon berücksichtigt hat und es damit beim Ausfall der UZ korrekterweise zu einer Nachzahlung kommt.

Spätestens durch die Nachzahlungsforderung weiß mein Finanzamt doch, das die UZ wegfallen.

Das müßte doch zu einer "automatischen" Korrektur meiner Daten führen?

Zumindestens meiner naiven Vorstellung nach.

Ich beende das aber hiermit

und mache es so, wie Du es oben vorgeschlagen hast.

Danke!

Antwort
von Meandor, 92

Okay. Du wohnst in Spanien und bist unbeschränkt steuerpflichtig und es findet monatlich ein Lohnsteuerabzug statt.

Das deutet auf einen Lohnempfänger im öffentlichen Dienst hin, was aber nicht weiter wichtig ist.

Die Frage ist, warum reicht der Lohnsteuerabzug nicht aus um die anfallende Einkommensteuer zu zahlen.

Standardantwort darauf wäre: Es liegen Steuerklassen III und V vor.

Mögliche Antwort wäre auch, dass die Unterhaltsleistung als Freibetrag eingetragen war, dies aber noch nicht korrigiert wurde.

Eine Ahnung sagt mir, dass noch irgendwelche anderen Einkünfte vorliegen.

Kommentar von berndotto ,

Hallo Meandor,

meine Frau und ich (gemeinsame Veranlagung) sind beide in Steuerklasse IV.

Ja, ich bin Beamter außer Dienst.

Deine Ahnung täuscht Dich!

Es liegen keine anderen Einkünfte vor.

Mehr als 50 Jahre zog/zieht man mir auschließlich meine zu zahlenden Steuern monatlich ab.

Warum das nicht mehr gelten soll/kann ist mir ein Rätsel und war der Grund, warum ich diese Frage hier gestellt habe.

Da nur meine Unterhaltsleisung weggefallen ist und die vierteljährlich zu zahlenden Beträge addiert ungefähr (nicht auf den Euro genau) den jetzt nachzuzahlenden Betrag ergibt, schloss ich auf diesen Umstand. Wie ich schon schrieb, konnte mir die (neue) Sachbearbeiterin beim Finanzamt keine plausible Erklärung dazu liefern.

Alle ausgefüllten Einkommenssteuererklärungen der letzten Jahre sind gleich; sieht man von den leicht unterschiedlichen Beträgen für die Krankenversicherungen usw. ab. Es ist und war von meiner Seite nichts dazugekommen. Einzig die UZ ist weggefallen.

Selbst wenn ich annehme, daß das nur ein purer Zufall ist und wir in die Progression gerutscht wären, bedeutet das Vorauszahlung? Da müßte doch wie bisher eigentlich nur meine monatlicher Abzug dementsprechend angepaßt werden oder?

Kommentar von Meandor ,

Der monatliche Abzug richtet sich nach der Lohnsteuertabelle. Der ist nicht verhandelbar.

Aber Du hast einen Punkt geliefert "Frau".

Ist die Frau auch Beamtin außer Dienst. Sollte Sie Rentnerin sein, würde sie steuerpflichtige Rente erzielen, von welche keine Steuer einbehalten wird, und die Kombination führt fast immer zu Nachzahlungen.

Wenn es bisher Unterhaltsleistungen gab, welche die zumindest die Höhe der steuerpflichtigen Rente hatten, dann wäre klar, warum es jetzt eine Nachzahlung gibt.

Antwort
von freelance, 70

dein Arbeitgeber hat mit der "Abschreibungsmöglichkeit" vermutlich nichts zu tun bzw. diese kann nicht über ElStAM abgedeckt werden. Wenn doch, dann ist das der Schlüssel zur Lösung. Wenn nicht, dann wirst du mit den Vorauszahlungen leben müssen.

Antwort
von EnnoBecker, 50

Es ist nicht nur scheinbar nicht möglich, sondern auch anscheinend ist es nicht möglich.

https://www.schreiblabor.com/orthography/misspelling/index.cfm?120D020C03CB

Und sogar noch eine Stufe höher: Es ist auch tatsächlich nicht möglich.

Deinem Arbeitgeber werden ja durch die Anmeldung und Abführung deiner Lohnsteuer schon genug steuerliche Pflichten auferlegt, die eigentlich deine sind. Mehr kann man nicht verlangen.

Für den Rest bist du nun selbst verantwortlich, denn dieser Staat hat noch nicht alle Verantwortlichkeiten auf jemand anders abgewälzt.

Klingt komisch, ist aber so.

Antwort
von Privatier59, 42

Die Lohnsteuer führt Dein Arbeitgeber ab. Wie sollte der Einkünfte einrechnen können die nicht von ihm stammen?

Kommentar von EnnoBecker ,

Arbeitnehmer eben. Anspruchsdenken, wer anders soll sich um seinen Kram kümmern.

Kommentar von Privatier59 ,

Wär ja kein großer Aufwand: Man muß nur Einzugsermächtigung erteilen, dann holt sich das Finanzamt selber das Geld, ungefähr so wie die Panzerknacker.

Kommentar von EnnoBecker ,

Die Ee hab ich meinem FA schon lange erteilt. Warum auch nicht?

Ich habe deswegen nicht das Gefühl, die Fäden zu verlieren. Im Gegenteil, ich hab Argumente, die mir schon einige Hunderte an SäumZ erspart haben.

Hier geht es aber nicht um die Zahlung, sondern um die Festsetzung. Und solangeich nicht erkennen kann, dass Bernd selber anfängt zu handeln oder es wenigstens zu wollen, habe ich keine Veranlassung, den entscheidenden Ratschlag zu erteilen.

Kommentar von berndotto ,

Für diese Antwort bedanke ich mich besonders. Vielen, vielen Dank.

Kommentar von EnnoBecker ,

Für diese Antwort bedanke ich mich besonders. Vielen, vielen Dank.

@P59

Kannst du da einen DH verifizieren?

Kommentar von EnnoBecker ,

Moment, die Anzahl der Pfeile zeigt: Du meinst mich.

Klar, bitte. Kein Ding.

Kommentar von berndotto ,

Ich fasse meine Ergänzungen hier mal zusammen.

Ich habe nur "ein" Einkommen!!!!!!!!!

Das wird und wurde versteuert.

Nun ist im Jahr 2012 meine abzugsfähige Unterhaltszahlung weggefallen und damit ist meine zu zahlende Einkommensteuer größer geworden.

Statt nun dies monatlich einzurechnen, verlangt man von mir diese Vorauszahlungen.

Gruß Bernd

Kommentar von EnnoBecker ,

Den Grundtenor hatten wir alle längst verstanden.

Kommentar von berndotto ,

Es geht mir hier auch nicht um irgendein, wie schreibst Du, Anspruchsdenken, EnnoBecker.

Und ich kann mir auch nicht vorstellen, daß zum Beispiel beim Wegfall der Kilomerpauschale, dies durch eine Vorauszahlung kompensiert wird.

Kommentar von EnnoBecker ,

Gut, da wissen wir jetzt, worum es dir nicht geht.

Wie jetzt der konkrete Sachverhalt ist, wissen wir allerding noch immer nicht. Muss ja einen Grund geben für die Festsetzung von VZ.

Kommentar von Privatier59 ,

Oben steht was von Abschreibung, jetzt kommen wir zu Unterhaltszahlung. Für mich wird es dadurch nicht klarer. Ohne die gesamte Geschichte zu kennen wird man nicht schlau aus der Sache.

Kommentar von EnnoBecker ,

wird man nicht schlau aus der Sache.

Ich weiß auch nicht mehr, wo ich noch hinstechen soll. Bernd-Otto scheint schmerzfrei zu sein.

Wie soll man denn da helfen?

Kommentar von berndotto ,

Laß doch einfach Deine dummen Kommentare!

Kommentar von EnnoBecker ,

Alles klar, mach ich.

Kein Ding.

Kommentar von vulkanismus ,

Ennos Kommentare mögen alles mögliche sein, allerdings niemals -ganz im Gegenteil zu Deiner Darstellung- dumm.

Kommentar von berndotto ,

Meine Darstellung ist vielleicht laienhaft, unvollständig oder... aber sicherlich nicht dumm.

Ich hätte nicht dumm schreiben sollen.

Ennos Kommentar (ich nehme nur mal den letzten)

"Ich weiß auch nicht mehr, wo ich noch hinstechen soll. Bernd-Otto scheint schmerzfrei zu sein."

sind einfach nur unhöflich und respektlos.

Wenn Du das verteidigen muß und meine Darstellung aber als dumm bezeichest, dann erübrigt sich eine weitere Bewertung meinerseits.

Kommentar von Privatier59 ,

berndotto: Um es mal zu versachlichen: Deine Sachverhaltsdarstellung ist so lückenhaft, dass man Dir an sich keinen Rat erteilen kann. Das ist auch für uns als antwortbereite User ärgerlich. Man möchte Dir ja helfen, aber so geht das einfach nicht.

Kommentar von berndotto ,

Du hast bestimmt recht! (Privatier59)

Ich versuche es ein zweites Mal und hoffentlich besser.

Antwort
von HilfeHilfe, 41

tja das ist wieder ein typisches deutsches phänomen.

Man mein immer dem Finanzamt schlauer und voraus zu sein.

Mein Kollege hatte einen ähnlichen Fall. Wie ein Plätzchen hat er sich gefreut alle möglichen Freibeträge einzutragen und abzukotzen als ein Nachzahlung + Vorauszahlung kam.

Das finanzamt ist nämlich scharf drauf einen zinlosen kredit wahrzunehmen aber keinen rauszugeben :

Du solltest hinterfragen ob dieses Abschreibungsmodell dir nicht eher geschadet hat !

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