Frage von gismo100,

von Heute auf Morgen wird unsere Miete nicht mehr voll angerechnet. Ist das rechtens

Wir wohnen seit acht Jahren in dieser Wohnung. Bei unserem Neuantrag wurde 1 Monat Wie bisher berechnet und ab 1.6 plötzlich werden 150 Euro von der Miete nicht mehr berechnet. einen Umzug können wir uns nicht leisten. Ich weis nicht mehr was ich machen soll

Antwort
von HartzEngel,

gismo ich muß nachfragen, wohnt Ihr 8 Jahre in der Wohnung und das Jobcenter hat auch 8 Jahre diese Miete übernommen? Denn eine zu hohe Miete wird vom Jobcenter nur 6 Monate gezahlt (Ausnahmen bei Behinderung, gesundheitlichen Problemen oder ungünstigem Miet-Lage möglich). Nach dem halben Jahr wird grundsätzlich nur die angemessene Miete übernommen, daher würde es mich wundern, wenn bei Dir die (wohl) zu hohe Miete schon 8 Jahre gezahlt wurde und nun auf einmal nicht mehr. Vielleicht hat das Jobcenter bei Dir übersehen, daß die Miete zu hoch ist, aber auch dann müßten sie Dich erst schriftlich informieren und Dich auffordern, daß Du Dir eine angemessene Wohnung suchst. Könnte es sein, daß ein Kind arbeitet oder studiert und nun keinen Anspruch auf Alg II mehr hat, dann würde der Mietanteil des Kindes natürlich rausgerechnet, was die Lage erklären könnte. Wenn das alles nicht der Fall ist, dann suche die Rücksprache mit der Leistungsabteilung, und leg auch Widerspruch gegen die Entscheidung ein.

Antwort
von cyracus,

Manches lässt sich besser am Telefon klären. Hole Dir unbedingt auch Rat bei einer guten behördenunabhängigen (!!!) Beratungsstelle wie dieser Hamburger

Arbeitslosen Telefonhilfe

0800 111 0 444 - wenn Du in Hamburg / Umgebung wohnst oder

040 22 75 74 73 - wenn Du in einem anderen Bundesland wohnst.

Dort ist man zum Thema Arbeitslosigkeit (ALG I + ALG II / Hartz IV) sehr erfahren.

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Vorsichtshalber diese Hinweise von mir:

Mit dem Amt nichts telefonisch klären (das kann man später nie beweisen). Alles schriftlich machen. Am besten Schreiben, Belege und Anträge persönlich abgeben. - Den Erhalt des Schreibens lässt man sich auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel und Unterschrift bestätigen. (Dies verlangt man mit ruhigem, freundlichem Ton und reicht das Schreiben rüber, „und hier brauche ich noch Stempel und Unterschrift“).

Wenn man nur etwas abgeben will, dann wie üblich ein Schreiben aufsetzen, in dem erklärt wird, was "als Anlage" überreicht wird. - Wiederum dieses Anschreiben auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel und Unterschrift bestätigen lassen.

Diese Bestätigungen sind Gold wert, sie sind mehr wert als ein Einschreibebeleg (mit dem ja nur der Eingang eines Umschlags bestätigt wird).

Mit einer solchen Bestätigung kann von Seiten der Behörde nicht behauptet werden, Schreiben und Belege seien nicht eingegangen. Und wenn doch, eine Fotokopie von deren Bestätigung vorlegen (das Original unbedingt wie eine Kostbarkeit hüten). - Werden so die Unterlagen / Belege abgegeben, wird erfahrungsgemäß allgemein die Sache sogar zügiger behandelt.

Siehe hierzu auch diese Information von gegen-hartz:

Wenn Hartz IV-Anträge verloren gehen

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/wenn-hartz-iv-antraege-verlore...

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Im Gespräch mit den Mitarbeitern immer korrekt und konzentriert sein. Wenn die Mitarbeiter freundlich und zugewandt sind: Auch Infos „im Vertrauen“ landen in der Akte und können später gegen den „Kunden“ verwendet werden.

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Oft ist es ratsam, zum Amt als Zeugen eine Begleitung mitzunehmen. Diese muss nur zuhören und kann dabei Protokoll führen, oder hinterher macht man gemeinsam ein Erinnerungsprotokoll. Die Begleitung kann aber auch für Dich Erklärungen abgeben, dazu § 13, Absatz 4 SGB X (google mit 13 sgb 10):

  • (4) Ein Beteiligter kann zu Verhandlungen und Besprechungen mit einem Beistand erscheinen. Das von dem Beistand Vorgetragene gilt als von dem Beteiligten vorgebracht, soweit dieser nicht unverzüglich widerspricht.

Es gibt auch ehrenamtliche Behördenbegleiter. - Google jeweils mit Deinem Wohnort (oder dem nächstgrößeren, wenn Deiner klein ist) mit

Ämterlotsen

Behördenlotsen

Hartz IV Mitläufer

Hartz IV Gegenwind e.V.

Wir gehen mit org

Diese Ämterlotsen sind wertvolle Zeugen, und (die meisten? alle?) haben für diesen ehrenamtlichen Dienst eine kleine Ausbildung genossen, und bestenfalls kennen sie sich auch noch mit Gesetzen aus. - Zum Amt mit einer erfahrenen Begleitpersonen zu gehen ist in Deiner Situation sehr empfehlenswert.

Antwort
von Rentenfrau,

Hallo gismo. Das Jobcenter prüft bei Neuanträgen sofort ob die Unterkunftskosten angemessen sind (von der Größe und vom Preis her). Ist die Wohnung zu teuer, wird der Alg-II-Empfänger sofort schriftlich darauf hingewiesen, die zu teure Miete wird dann maximal 6 Moante bezahlt und der Kunde wird aufgefordert sich eine neue (billigere Wohnung) zu suchen. Nur in Ausnahmefällen wird diese Frist verlängert. Den Umzug in die angemessene Wohnung zahlt dann - auf Antrag - das Jobcenter. Frag bei der Leistungsabteilung nach, normal werden für 6 Monate die zu teuren Mietkosten gezahlt.

Antwort
von VirtualSelf,

Wenn sich an euren Einkommensverhältnissen nichts geändert hat, dann ist es möglich, dass sich die Angemessenheitsgrenzen in der Kommune geändert haben. In der Regel wirst du als Leistungsbezieher aber Bestandsschutz haben, so dass in dem Fall ein Widerspruch und spätestens eine Klage vor einem SG eine Selbstgänger sein werden.

Weitere Möglichkeiten sind Änderungen an der BG-Konstruktion oder die Jobcenter-Trulla hat schlichtweg irgendwo ein Häkchen vergessen.

Zunächst einmal solltest du Widerspruch gegen die Bescheide einlegen (Vermerk: Begründung folgt) und Hilfe bei einer Beratungsstelle vor Ort suchen. Dort musst du allerdings deutlich mehr Butter bei die Fische tun als in deiner wenig aufschlussreichen Fragestellung.

Antwort
von traudel56,

So können wir dir leider nicht helfen. Mein weiß ja gar nicht worum es geht.

Antwort
von Privatier59,

Aufgrund dieser kärglichen Angaben kann sicher niemand eine Auskunft geben. Haben sich da eventuell die Einkommensverhältnisse geändert?

Antwort
von gammoncrack,

Ich weis nicht mehr was ich machen soll

Einen kleinen Rechtschreibkurs belegen und dann in schriftlicher Form nach der Begründung, unabhängig von wem Du auch sprichst, fragen.

Antwort
von blnsteglitz,

du wirst hier schon mehr erklären müssen- sämtliche Kristallkugeln sind zur Zeit in Wartung...

Also: Um welchen gestellten Antrag geht es? Wie groß ist die Whg? Wieviel Personen leben in ihr? Wie hoch ist eure Miete usw. usw.

achja- und P59 hat auch eine gute Anmerkung gemacht (wie fast immer)

Kommentar von Privatier59 ,

wie fast immer

wieso fast?

Kommentar von HilfeHilfe ,

ich habe heute auch an der KAsse falsch vorgerechnet bekommen

10 € gut gemacht

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