Frage von broesel82, 299

von Gewerbe auf Kleinunternehmen wechseln - ist das möglich?

Hallo,

bei mir ergibt sich aktuell folgende Problematik. Wäre toll ein paar Meinungen und Stimmen dazu zu hören.

Ich hab mich 10/2010 selbstständig gemacht als Kleinunternehmer 2011 - komplett Kleinunternehmen 2012 - Wechsel auf Gewerbe da das Einkommen höher als 17.500 EUR war 2012 - Gewerbe, allerdings seit September keine Aufträge mehr

Ab Februar habe ich ein Zusage als Angestellte in Österreich. Ich würde daher die Selbstständigkeit gerne aufgeben. Das dürfte soweit ja kein Problem werden. Gibt es da Fristen die ich beachten muss?

Ist es aber möglich als Kleinunternehmer weiter selbstständig zu sein (natürlich nebenbei)? Hätte Hauptwohnsitz weiter in Deutschland und die voraussichtlichen Auftraggeber wären auch in Deutschland. Würde mir dann den Aufwand mit Umsatzsteuer sparen können.

Bekomme ich Probleme, wenn ich jetzt auf Kleinunternehmer wechsele, weil das Finanzamt inzwischen den Bescheid mit den Vorauszahlungen (Einkommenssteuer)zugesandt hat? Würde mir diese Ausgaben natürlich gerne sparen.

LG Broesel

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo broesel82,

Schau mal bitte hier:
einkommensteuer Umsatzsteuer

Expertenantwort
von wfwbinder, Community-Experte für einkommensteuer, 248

Kleinunternehmen ist ein Begriff aus der Umsatzsteuer.

Also wenn der Umsatz (nicht das Einkommen) höher war als 17.500,- gelten im folgejahr die allgemeinen Regeln der Umsatzbesteuerung.

Wenn dann der Umsatz wieder sinkt auf unter 17.500,- ist in dem folgenden Jahr wieder die Kleinunternehmerregel anzuwenden (ausser man erwartet selbst einen Umsatz von mehr als 50.000,-).

Ein Gewerbe kann man jeder Zeit abmelden. Wenn man nebenbei weiter machen möchte, ist es auch kein Problem, dann ist es eben Gewerbe im Nebenerwerb. Man arbeitet weniger und fertig.

Wenn man weniger Einnahmen erwartet, kann man ja einen Antrag auf Herabsetzung der Vorauszahlungen stellen.

Probleme gibt es deshalb nciht. Man sollte sich nur eine Checkliste anlegen, damit man ncihts vergißt.

Dem Finanzamt mit dem Antrag auf Herabsetzung der Vorauszahlungen den Anstellungsvertrag aus Österreich mitschicken, damit dokumentiert ist, dass es eine andere Einnahmequelle gibt.

Kommentar von broesel82 ,

Vielen Dank!!!

Antwort
von jowaku, 200

Umsatzsteuer:

Es bleibt ein Gewerbe. Man wechselt nur für die Umsatzsteuer von Unternehmer auf Kleinunternehmer.

Eventuell besteht aber (falls man freiwillig von KU zu U gewchselt hatte) eine 5jährige Frist. Daher: Beim FA nachfragen, ob hier diese Frist besteht; und wenn sie nicht besteht, sich das schriftlich bestätigen lassen, damit es hinterher keine unnötigen Diskussionen gibt.


Einkommensteuer: Dem FA einen kurzen und begründeten Antrag auf Reduzierung der Vorauszahlungen schicken, bzw. bei o. g. Termin gleich mitnehmen. Eine fertige EÜR 2013 und eine Liste der Einkünfte (die ja ab Sept. aufhören) dabei zu haben ist sicher eine gute Idee.

Alternative (falls sinnvoll): Gewerbe ganz abmelden.


Fragen zu Österreich aufschreiben und bei der Gelegenheit auch mit dem FA klären.

Kommentar von broesel82 ,

Vielen lieben Dank!!!

Antwort
von EnnoBecker, 163

Also im Moment hab ich wirklich keine Zeit fürs Ausführliche. Man weiß eh kaum, wo man anfangen soll.

Also in Kürze:

Zum Thema Kleinunternehmer geht es hier entlang: http://www.finanzfrage.net/tipp/kleinunternehmer

Vorauszahlungen (Einkommenssteuer)

Antrag auf Herabsetzung stellen. Begründung: Keine oder kaum noch Einkünfte, die nicht der Lohnsteuer unterliegen. Die österreichischen Einkünfte dürften in Deutschland künftig unversteuert bleiben. Allerdings kommt für 2014 die Zuzugsbesteuerung zum Zuge. Das kann zu Nachzahlungen führen.


Bitte folgende Begriffe erarbeiten:

Einkommensteuer
Umsatzsteuer
Gewerbe

Das ist nicht (!) alles dasselbe.

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