Frage von ffneu,

Vollzeitjob + Minijob + Kindergeld = Steuern?

Hallo

kurze Frage:

Wie hoch ist mein Nettogehalt, wenn ich 1.) einen Vollzeitjob mit 2.000 Euro/Monat 2) Minijob mit 450 Euro/Monat und 3) 180 Euro Kindergeld erhalte.

Wieviel bleibt mir unterm Strich oder muss ich sogar etwas nachzahlen?

Danke für jeden Hinweis!

Antwort
von ffneu,

Diese mathematischen Fähigkeiten habe ich gesucht ;-)

Vielleicht falsch von mir ausgedrückt: Mir ging es darum zu fragen, ob sich meine zu zahlenden Steuern erhöhen? Bspw. weil der Minijob zum Vollzeitjob dazugerechnet würde?

Lt. obiger Darstellung dürfte dann ja auch nichts gegen das Folgende:

450 + 450 + 450 +450 + 450 +450 + 450 + 450 + 450 +450 = 4.500 Euro ohne Steuern entsprechen.

Kommentar von MadRampage ,

Bitte nicht selber antworten, sondern "kommentieren" nutzen.

EIN Mini-Job (bis max. 450€ im Monat) ist steuerfrei, egal wieviel im Hauptjob verdient wird. Daher hast Du wegen dem Mini-job keine Steuernachzahlung zu befürchten

Kommentar von ffneu ,

... muss mich noch zurecht finden mit den Funktionalitäten ... vielen Dank für den Hinweis!

Auch vielen Dank für diese absolut konkrete und konstruktive Antwort!!!!

So stellt man doch gerne mal eine Frage und freut sich über die tolle Hilfe! DANKE!

Antwort
von MadRampage,

EIN MiniJob (bis max. 450€ im Monat) ist steuerfrei. Somit hast Du nur die Abzüge in Deinem Vollzeitjob. Bist Du Ledig mit Kind (StKl 2) müssten ca. 1400€ netto bleiben plus Minijob brutto=netto=450€.

Das Kindergeld wird mit dem Kinderfreibetrag verrechnet und ist damit quasi Steuerfrei, es bleibt bei den ca. 600€ abzügen für Steuer und Sozialversicherungen.

PS: Du bekommst doch das Kindergeld für Dein Eigenes Kind, oder habe ich falsch getippt?

PPS: Gehaltsrechner (=Brutto-Netto-Rechner) gibt es online, z.B. diesen: http://n-heydorn.de/gehaltsrechner.html

Kommentar von WolfgangSauer ,

Das sieht die Minijob-Zentrale aber anders:

http://www.minijob-zentrale.de/DE/0_Home/01_mj_im_gewerblichen_bereich/18_steuer...

Danach hat der Arbeitgeber die Möglichkeit pauschal die Lohnsteuer zu zahlen oder die Steuerschuld an den Arbeitnehmer zu übertragen. In diesem Fall müssten Sie das Einkünfte aus dem Minijob mit Ihren anderen Einkünften versteuern.

Kommentar von LittleArrow ,

In diesem Fall müssten Sie das Einkünfte aus dem Minijob mit Ihren anderen Einkünften versteuern.

@WolfgangSauer: Der Einwand ist gut, aber da steht doch glatt in diesem Link "Die Höhe des Lohnsteuerabzugs hängt von der Lohnsteuerklasse ab. Bei den Lohnsteuerklassen I (Alleinstehende), II (bestimmte Alleinerziehende mit Kind) oder III und IV (verheiratete Arbeitnehmer/innen) fällt für das Arbeitsentgelt bis 450 Euro keine Lohnsteuer an; bei den Lohnsteuerklassen V oder VI erfolgt hingegen schon bei geringen Arbeitsentgelten ein Steuerabzug."

Es kommt also schon auf die Gemengelage von ffneu an.

Kommentar von WolfgangSauer ,

Ich verstehe Ihren Einwand nicht. Die Lohnsteuer, die von der Steuerklasse abhängt ist doch nur eine an der Quelle erhobene Steuervorauszahlung. Was zählt ist die Tatsache, dass die gesamte Einkommen einschließlich Minijob ggf. bei der EkSt veranlagt wird. Das hängt dann nicht von der Steuerklasse ab sondern ausschließlich davon, ob der Arbeitgeber eine pauschale Steuer gezahlt hat oder nicht. Tatsache ist jedenfalls, dass Minijobs nicht grundsätzlich steuerbefreit sind - sonst würde jeder 10 Minijobs machen und trotzdem keine Steuern zahlen.

Kommentar von senior9 ,

99,9% der Arbeitgeber zahlen die Steuer. Die 0,01% interessieren hier keinen!!!

10 Minijobs sind durchaus möglich. Sie dürfen zusammen aber nicht mehr als 450,- Euro bringen.

Antwort
von Primus,

Wie hoch ist mein Nettogehalt

Hm...mal sehen: 2000+450+180 = 2630

War gar nicht so schwer wie ich erst dachte :-)))

Antwort
von EnnoBecker,

Hast du denn noch nie eine Lohnabrechnung bekommen? Wie lange hast du denn den Job schon?

Kommentar von ffneu ,

ich stehe noch vor der Entscheidung, ob ich den Minijob annehme!?

Kommentar von EnnoBecker ,

Klar, kann ich verstehen. Man könnte ja aus Versehen zu viel Geld verdienen und davon müsste man vielleicht 10 oder 20 Prozent an den Staat abgeben. Dann lieber nicht, was?

Aber keine Bange: Der Minijob ist brutto für netto, da wird nichts abgezwackt.

Kommentar von Kevin1905 ,

nur die 3,9% RV-Beitrag, wenn man das nicht schriftlich ausschließt.

Kommentar von EnnoBecker ,

Ach ja, stimmt.

Na dann würde ich den Job natürlich nicht antreten an des Fragestellers Stelle.

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