Frage von Zelos85,

Vodafone Surf-Sofort Abzocke - rechtswirksamer Vertrag zu Stande gekommen?

Hallo,

ich habe folgendes Problem:

Bei der Freischaltung meines Vodafone-DSL Anschlusses kam es zu Verzögerungen. Der Kundenbetreuer bot mir einen angeblich kostenfreien Surf-Sofort-Vertrag an (Surfen per UMTS-Modem).

Einen Auftrag für diesen Surf-Sofort Vertrag haben wir unterschrieben. Hier stand jedoch nichts von monatlichen Kosten.

Wie ich nun herausgefunden habe, wurde offensichtlichem in einem anderen Antrag (welcher mir nicht vorliegt) angekreuzt, dass die Rechnungen per Überweisung zu bezahlen sein sollen. Deshalb haben wir auch keine Bankverbindung angeben müssen. Zudem wurde in unsere E-Mail Adresse eine Tippfehler eingebaut, so dass wir nie Rechnungen erhalten haben. Ohne Abbuchung und ohne Rechnungszustellung haben wir von den Vertragskosten nichts erfahren.

Nach 4 offenen Rechnungen kam heute die Mahnung. Hier haben wir das erste mal von den Kosten erfahren. Nach 4 Monaten ist die Kündigungsfrist nun jedoch abgelaufen.

Frage: Ist überhaupt ein rechtswirksamer Vertrag zu stande gekommen?

Vielen Dank

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Antwort
von Gigi2,

Meiner Meinung nach ist kein Vertrag zustande gekommen. Ein Vertrag setzt zwei wirksame und übereinstimmende Willenserklärungen voraus. Vodafone wollte für einen Zeitraum, in dem noch kein DSL-Anschluss freigeschaltet werden konnten, dem Neukunden die Möglichkeit geben, seinen Aschluss zu nutzen. Wie WolfgangB bereits erläutert hat, Vodafone muss beweisen, dass ein Vertrag vorliegt. Ich würde Vodafone ein Schreiben versenden, in dem der Sachverhalt erläutert wird. Es liegt kein Vertrag vor, wenn ein Vertrag vorliegt widerrufst Du den Vertrag (das Widerrufsrecht erlischt erst nach sechs Monaten, da erst mit Kenntnisnahme des Widerrufsrechts die Frist läuft, lies §§ 312b, 355 BGB), hilfsweise den Vertrag kündigst. Du bittest um die Zusendung einer Bestätigung und wenn du bis zum XXXX nichts hörst, gehtst Du davon aus, dass kein Vertrag zustande gekommen ist. Merry Christmas

Antwort
von WolfgangB,

Vodafone muss in dem Fall beweisen dass ein wirksamer Vertrag zu Stande gekommen ist. Dann kannst du argumentieren, dass dir vorgetragen wurde, dass keine Kosten entstehen, diese auch im Antrag der dir vorlag nicht ausgewiesen wurden und du nie eine Rechnung erhalten hast. Auf jeden Fall solltest du schriftlich Einspruch gegen die Mahnung einlegen. Alle Korrespondenzen mit Vodafone dringend schriftlich und nicht telefonisch durchführen. Viel Erfolg!

Antwort
von Privatier59,

Daran kommen mir aber keinerlei Zweifel, denn die Vertragsparteien waren bestimmt und der Inhalt war bestimmbar und zwar anhand der AGB und der Entgelttabelle von Vodafone. Oder hast Du ernsthaft glauben können, Du müßstest nichts bezahlen nur weil im Auftrag die monatlichen Kosten nicht angegeben wurden? Da muß ich mich eher fragen, wieso Du nicht nachgefragt hast, wo die Abrechnungen bleiben. Hätte ich zumindest getan. Desweiteren frage ich mich, wieso Du Vodafone nicht auf den Tippfehler aufmerksam gemacht hast. Das gehört doch zu den ganz elementaren und selbstverständlichen Sorgfaltspflichten eines Vertragspartners dazu. Aus der Sache kommst Du nicht mehr raus.

Kommentar von Zelos85 ,

Danke für deine Antwort. Das Vodafone Surf-Sofort-Paket wurde mir bei der Hotline von Vodafone für die Übergangszeit zur Aktivierung meines bereits bestehenden DSL-Vertrags angeboten, da es angeblich kostenfrei sei. Im Vodafone-Shop hieß es auch, es sei kostenlos. Monatliche Abrechnungen kamen, aber eben nur für den bestehenden DSL-Vertrag. Es wirkte eben so, als sei dieses Surf-Sofort-Paket bestandteil unserers Vodafone-DSL-Vertrags. Wenn Vodafone bemerkt, dass die Abrechnungen auf Grund falscher E-Mail adressen nicht zugestellt werden können, müssen die einen doch hierüber informieren, oder?

Kommentar von gammoncrack ,

Das mit der fehlerhaften Mailadresse ist so ein Thema. Wenn es eine gültige Mailadresse ist und der falsche Empfänger nicht reagiert, erfährt Vodafone davon nichts und können Dich somit auch nicht informieren..

Kommentar von Zelos85 ,

Die E-Mail-Adresse gibt es nicht. Habe ich bereits getestet. Übrigens hat er den Tippfehler im Familiennamen eingebaut, den er in der Zeile darüber noch richtig geschrieben hatte.

Kommentar von gammoncrack ,

Wenn die Mailadresse fehlerhaft ist, und Du unterschrieben hast, ist das vermutlich trotzdem Dein Problem.

Kommentar von obelix ,

wenn die eMail-Adresse falsch ist, wie sollen sie dich dann informieren? Und wie soll vodafone erkennen, wann eine eMail-Adr. falsch ist? Wenn die Adr. existiert, dann tut sich auch vodafone schwer, ausser sie sind Hellseher.

Antwort
von obelix,

ich halte es nicht für Abzocke, denn hier spielen doch Fehler von beiden Seiten mit. Man könnte dem Vermittler im Shop Betrug unterstellen, wenn hier Schattendokumente weiter gegeben werden. Das sehe ich als Problem.

Sich auf eine falsche eMail zu berufen, wird in dem Falle wenig bringen, denn letztendlich stehen Rechnungen dagegen, die zu zahlen sind.

Was steht denn in dem unterschriebenen Vertrag? Welche Unterlagen hat denn der Händler/ Vodafone. Die müssten auch beweisen können, was denn nun beauftragt wurde und was nicht.

Ich sehe jedoch schlechte Karten für euch.

Antwort
von gammoncrack,

Vielleicht besser hier posten:

http://www.gutefrage.net/tag/rechtsfrage/1

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