Frage von Heartbeat,

"Verzicht" der Kindergeldberechtigen auf Kindergeld / Anspruch verfallen?

Hallo liebe Nutzer,

ich hoffe ich kann hier vorab einige Antworten oder Ratschläge zu meinem Problem erhalten. Hier der Sachverhalt.

Mein persönliches Verhältnis zu meinen Eltern ist leider nicht gut, auf die Gründe ect. möchte ich hier nicht eingehen. Im Jahre 2010 stand ich am Ende meiner Ausbildung und bin volljährig geworden, das Verhältnis zu den Eltern war damals am Schlimmsten.. Laut Auskunft meiner Mutter haben meine Eltern das Kindergeld für die Monate April, Mai, Juni und Juli gekündigt gehabt. (obwohl der Anspruch aufgrund meiner Ausbildung und meines Einkommens bestanden hat und das Kindergeld auch gezahlt wurde). Aus welchen Gründen ist mir bis heute noch unverständlich, da ich kaum Kontakt zu meinen Eltern habe. Nun habe ich über die Möglichkeiten eines Abzweigungsantrages gelesen und diesen auch beantragt (im April 2010 bin ich von meinen Eltern weggezogen und habe auch keinen Unterhalt gefordert oder bekommen). Nach der letzten Auskunft der Familienkasse wird mir allerdings nur das Kindergeld für den Monat Juli überwiesen. Grund dafür ist, dass meine Eltern das Kindergeld für die Monate April, Mai, Juni erhalten haben und wieder zurücküberwiesen haben. Den Bescheid dazu habe ich leider noch nicht erhalten, werde aber auf jeden Fall Einspruch erheben. Meine Frage: Stimmt das denn überhaupt was die Familienkasse sagt? Nach studenlangen Recherchen konnte ich keine Antwort auf diese Frage finden. Kann man denn überhaupt auf das Kindergeld verzichten? Verfällt der Anspruch durch Rücküberweisung. Das würde heißen man hat das Kindergeld an die Familienkasse "verschenkt". Das kann ich mir einfach nicht vorstellen. Leider konnte ich auch keine ähnlichen Urteile dazu finden. Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen. Vorab Vielen Dank an alle die einen kontruktiven Beitrag verfassen.

Antwort
von jowaku,

Kindergeld, das nicht beantragt wurde und auch von der Kindergeld nicht in einem Bescheid abgelehnt wurde, kann für das laufende Jahr und die 4 Kalenderjahre davor rückwirkend beantragt werden.

KG können normalerweise nur Eltern beantragen. Wenn das Kind aber ausgezogen ist und die Eltern keinen Unterhalt leisten, kann das Kind das KG selbst beantragen.

Kommentar von Heartbeat ,

Danke für die Antwort, leider war ich auch schon soweit. Das Problem ist ja dass das Kindergeld beantragt war und auch an die Eltern ausgezahlt wurde, diese das Kindergeld aber an die Familienkasse wieder zurücküberwiesen haben. Du hast jedoch recht, das Kindergeld wurde nicht abgelehnt also steht der Anspruch nach wie vor zu. Ich sollte laut Familienkasse den Bescheid bereits letzte Woche bekommen. (wurde am 19.02. lt. FK verschickt). Er ist jedoch immer noch nicht da.. Werde heute Abend nochmal anrufen und morgen persönlich erscheinen.. sehr ärgerlich..

Kommentar von jowaku ,

diese das Kindergeld aber an die Familienkasse wieder zurücküberwiesen haben.

Gab es dafür einen Beleg/Kontoauszug?

Antwort
von ellaluise,

Kann mir nicht vorstellen das Kindergeld verfällt. Nur, wenn die Eltern das Kindergeld für die besagten Monate erhalten haben? Wer sagt denn das das Geld zurück überwiesen wurde? Die Eltern, glaubst du es oder die Familienkasse.

Kindergeld kann bis zu 4 Jahre rückwirkend beantragt werden!

Kommentar von Heartbeat ,

Mit meinen Eltern habe ich diesbezüglich keinen Kontakt. Die Auskunft kommt von einer Sachbearbeiterin der Familienkasse. Wann die Verjährung eintritt ist mir bekannt. Der Abzweigungsantrag ist schon gestellt und das Kindergeld für Juli 2010 auch schon auf dem Konto. Nur eben April, Mai und Juni nicht, weil das zurückgebucht wurde und laut der Anspruch dadurch laut Familenkasse verfallen ist.

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