Frage von Schatulla,

Vertrag auf den Todesfall

Meine Lebensgefährtin verstarb im Oktober letzten Jahres und für ihr Depot und Bankkonto wurden auf meinen Namen Veträge auf den Todesfall abgeschlossen. Wie werden diese Verträge erbschaftssteuerrechtlich bewertet und steht mir dafür der Grundfreibetrag zu ?

Es gibt außerdem ein Testament über die gleichen Konten. Wird dies vorrangig gewertet ?

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Antwort
von geldkonkret,

Grundsätzlich git ein Freibtrag von 20.000 € für nicht verheiratete Partner. Ich gehe davon aus dass die "Verträge auf den Todesfall" wahrscheinlich Vollmachten über den Tod hinaus sind. Das bedeutet, dass der Bevollmächtige über den Tod hinaus über das Guthaben aus diesen Verträgen verfügen kann. Allerdings nur im Sinne der Vollmachtgeberin - also nur für deren Beerdigung und andere notwendigen Dinge. Auf keinen Fall für den Eigenbedarf, das wäre ein strafrechtlich zu verfolgendes Delikt. Das Testament wird natürlich als vorrangig betrachtet und die Erben haben entsprechenden Anspruch auf die Hinterlassenschaften. Selbst, wenn kein Testament vorhanden wäre, tritt die gesetzliche Erbfolge ein und die Erben hätten Anspruch auf das vorhandene Vermögen. Der Vollmachtnehmer hat also Rechenschaft gegenüber den Erben abzulegen und haftet mit seinem Privatvermögen für die Verwendung der Gelder auf den Bankkonten, tritt also so zu dagen als Treuhänder fü die Erben auf.

Antwort
von Privatier59,

So einfach läßt sich Vater Staat nicht überlisten. Der Vertrag auf den Todesfall ist zwar Schenkung:

http://fachanwalt-erbrecht-mannheim.de/allgemein/rechtsgeschafte-unter-lebenden-...

Da aber Erbschaft- und Schenkungsteuer quasi eineiige Zwillinge sind, wird es genauso teuer. Bei Unverheirateten ist der Freibetrag in beiden Fällen nur 20.000,--€.

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