Frage von bernardo1, 157

Verstorbene hat Cousin/Cousine aus dem Stamm des Vaters, Cousine aus dem Stamm der Mutter

Wie ist die Erbfolge, wenn die Verstorbene Cousins/Cousinen aus dem Verwandten-Stamm des Vaters und eine Cousine aus dem Stamm der Mutter hat. Es sind keine zuvor noch zu berücksichtigenden Verwandten vorhanden.

Wie ist der Erbanspruch, wenn die Cousine aus dem Stamm der Mutter aufgrund eines (noch zu prüfenden) Testaments als Alleinerbin eingesetzt ist; haben die Cousins/Cousinen aus dem anderen Verwandtenstamm einen Anspruch auf ein Pflichtteil uns ggf. wie hoch wäre der ?

Antwort vom Anwalt erhalten
Anzeige

Schneller und günstiger Rat zum Erbrecht. Kompetent, von geprüften Rechtsanwälten.

Experten fragen

Antwort
von Primus, 149

Nein, es besteht kein Anspruch, denn zu den Pflichtteilsberechtigten zählen nur die nächsten Angehörige eines verstorbenen Menschen.  Entfernte Verwandte, wie z.B. die Geschwister und deren Kinder  (Neffen, Nichten) oder die Großeltern und deren Kinder,  also Tanten, Onkel, Cousins, Cousinen), sind keine Pflichtteilsberechtigten.

Antwort
von Mikkey, 142

Der Nachlass teilt sich zunächst zugunsten der beiden Großelternpaare hälftig auf. Die einzelne Cousine als einziger Nachkomme der mütterlichseitigen Großeltern erbt eine dieser Hälften. Die übrigen Cousins und Cousinen als Nachkommen der väterlichseitigen Großeltern teilen sich die andere Hälfte.

Pflichteilsberechtigt sind ausschließlich:

- Kinder (auch adoptiv- und uneheliche Kinder)

- Eltern

- Ehe- und Lebenspartner


Antwort
von billy, 113

DIe gesetzliche Erbfolge greift, wenn der Erblasser kein Testament aufgesetzt und auch keinen Erbvertrag abgeschlossen hat.

Die Verwandten erben nach Gesetz entsprechend ihrem Verwandtschaftsgrad – 1. Ordnung: Kinder und Enkel, 2. Ordnung: Eltern und Geschwister, 3. Ordnung: Großeltern sowie Onkel und Tanten.Solange auch nur ein Verwandter der ersten Ordnung zu finden ist, kommen Verwandte der 2. Ordnung nicht als Erbe in Frage. 

Entsprechendes gilt für weiter entfernte Verwandte.Lebt ein Kind oder ein Elternteil noch, sind deren Nachkommen von der Erbschaft ausgeschlossen (Repräsentation).

Ist ein an sich Erbberechtigter weggefallen, treten seine Kinder an seine Stelle (Eintrittsrecht).Nach gesetzlichem Erbrecht des Ehegatten oder Lebenspartners erbt der überlebende Partner neben den Kindern immer ein Viertel des Nachlasses – auch wenn nur ein Kind vorhanden ist.Sind außer ihm nur Verwandte der zweiten Ordnung aufzufinden, erbt der überlebende Ehegatte die Hälfte.

Meistens ist eine Ehe eine Zugewinngemeinschaft. Dann erhöht sich der Erbteil des Ehegatten um ein Viertel, sodass er die Hälfte erbt, die nicht den Kindern zufällt.Mehr hierzu bei: 

http://www.finanztip.de/erbfolge/#ixzz3UNvTPDIF

Kommentar von ffsupport ,

Liebe/r billy, bitte bachte in Zukunft, daß Du nicht nur die Quelle angibst, woraus der zitierte Text stammt, sondern, daß Du auch den zitierten Text in Anführungszeichen stellst, damit das verwendete Zital klar als solches zu erkennen ist. 

Denn die Beachtung der Urheberrechte ist uns wichtig.

Vielen Dank für Dein Verständnis und herzliche Grüße

Ria vom finanzfrage.net-Support

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten