Frage von RonjaN, 35

Versteuerung Provision

Nach Verlassen einer Webagentur (UG) soll für die Vermittlung von Serviceverträgen eine monatliche Provision von 100€ pro Vertrag (so lange diese bestehen) bei ca. 12-14 Verträgen ausbezahlt werden. Soweit ich die Antworten auf ähnliche Forumsfragen verstanden habe, kann diese Provision nur als Gewerbetreibender in Rechnung gestellt werden. Über dieses Gewerbe würden dementsprechend nur Rechnungen an o.g. Serviceagentur gestellt werden, weitere Auftragsvermittlungen oder Dienstleistungen für andere Agenturen werden voraussichtlich nicht anfallen da Festanstellung ohne Nebentätigkeit anvisiert wird.

Meine Fragen: - wäre in diesem Fall der Tatbestand einer Scheinselbstständigkeit erfüllt? - gibt es eine Möglichkeit bei z.B. bei jährlicher Auszahlung der Provision, diese in der Einkommensteuererklärung als weitere Einnahmen zu versteuern und so eine Gewerbeanmeldung zu umgehen?

Vielen Dank!!!

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo RonjaN,

Schau mal bitte hier:
Steuerrecht provision

Antwort
von Kevin1905, 33
wäre in diesem Fall der Tatbestand einer Scheinselbstständigkeit erfüllt?

Es wäre eine Selbständigkeit mit einem Auftraggeber und damit rentenversicherungspflichtig. Ob dies aber schon eine Scheinselbständigkeit ist, hängt von weiteren Faktoren ab, die u.a. im Formular V023 der DRV abgefragt werden

  • Erhälst du Produktanweisungen von deinem Auftraggeber
  • Musst du dich an feste Arbeitszeiten halten?
  • Wird dein Arbeitsort vorgeschrieben?
  • Wer bestimmt über deinen Urlaub?
  • Gibt es Umsatzziele die du erfüllen musst?
  • Dürftest du dir theoretisch andere Auftraggeber suchen?
gibt es eine Möglichkeit bei z.B. bei jährlicher Auszahlung der Provision, diese in der Einkommensteuererklärung als weitere Einnahmen zu versteuern und so eine Gewerbeanmeldung zu umgehen?

Hast du keine 20,- € für eine Gewerbeanmeldung oder warum? Ansgst vor der GuV-Rechnung?

Antwort
von wfwbinder, 26

Das ist ja keine gewerbliche Tätigkeit mehr, denn es handelt sich nicht um einen werbenden Betrieb.

Daher würde ich, weil es ja auch keine Tätigkeit ist, die mit Betriebausgaben verbunden ist, würde ich:

  1. keine Umsatzsteuer berechnen, weil vermutlich Kleinunternehmer (Vorjahr weniger als 17.500,- Einnahmen

  2. Sollte es gehen über § 22 Nr. 3 EStG Einnahmen aus Leistungen.

Mal sehen, was EnnoBecker und Blackleather sagen.

Kommentar von wfwbinder ,

Ach so, die Scheinselbständigkeit trift m. E. nicht zu, weil es ja nicht mehr auf eine Tätigkeit zurück geht, sondern nur um Folgeprovisionen.

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