Frage von fab2526,

Versteuerung Dienstwagen private Nutzung

Guten Abend,

ich werde meinen Arbeitgeber wechseln und bekomme einen Dienstwagen, den ich auch privat nutzen darf. Darüber hinaus habe ich noch ein privates Fahrzeug.

Nun zu meinen Fragen:

Den Firmenwagen werde ich (bzw. meine Frau) ausschließlich privat nutzen und ich werde damit nicht zur Arbeitsstätte fahren. Natürlich werde ich deshalb den Dienstwagen pauschal nach der 1% Regelung versteuern.

  1. Kann ich jedoch auf dei pauschale 0.03% Regelung für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte verzichten, da ich diese Strecke ja auch nicht fahre? (Ich würde entsprechend die Entfernung beim Arbeitgeber auf 0,0km setzten lassen und ggf. ein elektronisches Fahrtenbuch in den Wagen zum Nachweis einbauen)

2. Die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte werde ich ausschließlich mit meinem Privatauto durchführen. Kann ich dann dafür aber trotzdem die "Entfernungspauschale" von 0,30€ pro km steuerlich geltend machen?

Vielen Dank für Eure Antworten, Fabian

Antwort
von fab2526,

So, nachdem ich ja viele Antworten bekommen habe, mir aber irgendwie doch die Fakten dazu gefehlt haben, habe ich nun noch einmal selber recherchiert. Mit folgendem Ergebnis:

@SBerater: "Was wird bei einem Dienstwagen angenommen? Dass er zu mehr als 50% dienstlich verwendet wird. Wenn nicht, ist es kein Dienstwagen mehr bzw. die steuerliche Sicht ändert sich."

Dies gilt nur für Gewerbetreibende, Freiberufler, Personengesellschafter oder Landwirte. Diese müssen eine betriebliche Nutzung des Dienstfahrzeugs zu mehr als 50 % gegenüber dem Finanzamt nachweisen. (§ 6 Abs.1 Nr.4 S.2 EStG)

Nun bin ich aber Angestellter und bekomme einen Firmenwagen überlassen, den ich nutzen kann wie ich möchte. Dabei gilt folgendes:

"Grundsätzlich sind mit Anwendung der 1%-Regelung alle Aufwendungen für Privatfahrten abgegolten." Somit kann ich so viel Privat fahren wie ich möchte. Von dieser Regelung unberührt sind jedoch die Fahrten des Unternehmers zwischen Wohnung und Arbeitsstätte. Diese werden steuerlich wie folgt erfasst:

Besteuerung der Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte

Für die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte werden neben der 1%-Zurechnung für die sonstige Privatnutzung, 0,03 % des Fahrzeugbruttopreises je Monat und je Entfernungskilometer hinzugerechnet

Im Gegenzug kann der Arbeitnehmer und auch der Unternehmer für die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte 0,30 € je Entfernungskilometer und Fahrtag als Werbungskosten geltend machen.

Wird dem Arbeitnehmer ein Fahrzeug zur privaten Nutzung überlassen, so ist der Zuschlag nach der 0,03-%-Regelung für die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte vorzunehmen. Es gilt der Anscheinsbeweis. Dieser kann jedoch entkräftet werden, wenn der Arbeitnehmer das Fahrzeug tatsächlich nicht für die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte nutzt. Dies kann beispielsweise durch Vorlage einer Monatskarte für die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel erfolgen

Die Anwendung der 0,03-%-Regelung unterstellt aus Vereinfachungsgründen, dass der Arbeitnehmer das Fahrzeug 180 Tage im Jahre zu Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte nutzt. Ist dies nachweislich nicht der Fall, kann von dieser Regelung abgewichen und die Berechnung auf die tatsächliche Anzahl der Tage, an denen das Fahrzeug für den Arbeitsweg genutzt wurde, abgestellt werden (BFH, 22.09.2010 - VI R 54/09, VI R 55/09, VI R 57/09).

Das Bundesministerium der Finanzen hat dies ausdrücklich mit Schreiben vom 01.04.2011 (Az. IV C 5 - S 2334/08/10010) bestätigt. Demnach kann der Arbeitnehmer in Abstimmung mit seinem Arbeitgeber wählen, ob er es bei der pauschalen Regelung und dem vor beschriebenen Ansatz von 0,03% belässt, oder ob er bereits beim monatlichen Lohnsteuerabzug auf die tatsächliche Anzahl der Fahrten abstellt. In diesem Fall muss er seinem Arbeitgeber monatlich schriftlich die Anzahl der Fahrten erklären. Die Angabe der Anzahl der Tage/Fahrten alleine reicht nicht aus. Es sind die Fahrtage nach Datum exakt anzugeben. Der Nachweis hierfür in Form des Arbeitnehmerschreibens gehört zu den Unterlagen der Lohnabrechnung und ist im Rahmen der regelmäßigen Lohnsteuerprüfungen dann vorzulegen. Aus Vereinfachungsgründen kann jeweils der Vormonatswert für den Lohnsteuerabzug zugrunde gelegt werden.

Im Falle des Einzelnachweises der tatsächlichen Fahrten zwischen Wohnort und Arbeitsplatz, wird der Zuschlag je Fahrt dann mit 0,002 % des Fahrzeuglistenpreises je Entfernungskilometer ermittelt.

Im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung hat der Arbeitnehmer unabhängig davon die Möglichkeit, abweichend vom vorgenommenen Lohnsteuerabzug die Berechnungsmethode zu wechseln. Auch hier ist der Nachweis des Arbeitnehmers datumsbezogen zu erbringen. Soweit der monatliche Einzelnachweis und die Anwendung der 0,002% Methode zu einer deutlich günstigeren Besteuerung führt, sollte jedoch diese Methode bereits bei der monatlichen Lohnabrechnung gewählt werden, um auch in den Genuss niedrigerer Abzüge von Sozialversicherungsbeiträgen zu kommen. Hinweis: Diese Regelung gilt nur für Arbeitnehmer, also nicht für Unternehmer!

Es lohnt sich insbesondere bei Arbeitnehmer mit regelmäßiger mehrtätiger Reisetätigkeit auf eine Abrechnung durch Einzelfahrtennachweis umzustellen. Der Werbungskostenabzug im Rahmen der Einkommensteuererklärung oder Lohnsteuerpauschalierung (0,30 € je Entfernungskilometer) ist dann jedoch auf die Anzahl der tatsächlichen Fahrtage zu reduzieren.

Basierend darauf kann mal also davon ausgehen, dass man sehrwohl die pauschale 1% Versteuerung für Privatfahrten UND die 0,002% Methode zur Versteuerung der tatsächlichen Fahrten zwischen Wohnort und Arbeitsplatz angewendet werden. Es gibt also hier eine "gemischte" Versteuerung und auch ich bzw. mein Arbeitgeber hat kein Problem!

Quelle: http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/BMF_Schreiben/Steuera...

Kommentar von FREDL2 ,

Es gibt keine "gemischte" Versteuerung"; bzw. Du hast da was falsch verstanden.

Gemischte Versteuerung bezieht sich darauf, dass Dein AG die Privatnutzung nicht mit 1%, die FWA jedoch nach Fahrtenbuch versteuern darf. Er muss 1% + 0,03% versteuern oder Dich ein Fahrtenbuch führen lassen.

Du kannst anl. Deiner Einkommensteuererklärung versuchen Dein Finanzamt davon zu überzeugen, dass Du weniger oder keine FWA hattest.

Die 1% + 0,002% sind ebefalls keine "gemischte Versteuerung", sondern eine Sonderregelung für home-officer oder Aussendienstler. Mit dem von Dir gewollten hat das nichts zu tun.

Im übrigen: benutze bitte die Kommentarfunktion wenn Du Deiner Frage etwas zufügen willst.

Kommentar von fab2526 ,

Danke FREDL2 für Deine Antwort.

Aber nach meinem Verständnis, besagt ja folgender Abschnitt was anderes:

"Wird dem Arbeitnehmer ein Fahrzeug zur privaten Nutzung überlassen, so ist der Zuschlag nach der 0,03-%-Regelung für die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte vorzunehmen. Es gilt der Anscheinsbeweis. Dieser kann jedoch entkräftet werden, wenn der Arbeitnehmer das Fahrzeug tatsächlich nicht für die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte nutzt. Dies kann beispielsweise durch Vorlage einer Monatskarte für die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel erfolgen"

Es gibt ja viele Gründe warum man nicht mit dem Firmenwagen in die Arbeit fahren würde. Man fährt mit den öffentlichen, dem Rad, einem Freund, im Sommer mit dem Motorrad oder halt mit seinem Privatauto. Dann hat man ja tatsächlich NICHT das Firmenfahrzeug für FWA benutzt.

Es steht aber auch nichts davon geschrieben, dass dies nur für Home-Officer oder Aussendienstmitarbeiter gilt, sondern nur, dass es der Arbeitgeber eben mitmachen muss (wozu er nicht verpflichtet ist) "Das Bundesministerium der Finanzen hat dies ausdrücklich mit Schreiben vom 01.04.2011 (Az. IV C 5 - S 2334/08/10010) bestätigt. Demnach kann der Arbeitnehmer in Abstimmung mit seinem Arbeitgeber wählen, ob er es bei der pauschalen Regelung und dem vor beschriebenen Ansatz von 0,03% belässt, oder ob er bereits beim monatlichen Lohnsteuerabzug auf die tatsächliche Anzahl der Fahrten abstellt."

Das von mir "gewollte" ist doch in dem Fall einfach nur eine Besteuerung für die tatsächlichen FWA. Wie gesagt, ganz unabhängig von den steuerlichen Gegebenheiten, werde ich nicht mit dem Dienstwagen fahren, sondern halt mit anderen Verkehrsmitteln zur Arbeit gelangen. Das ist doch nichts verbotenes!? (und warum sollte ich dann Steuern dafür bezahlen, obwohl ich nicht fahre...)

Also, ich werde wohl mal meinen Steuerberater/Finanzamt fragen.

Besten Dank!

P.S. Das mit der Kommentarfunktion werde ich machen (wobei der letzte Beitrag ja in der Tat eine Antwort auf meine Frage war...)

Kommentar von FREDL2 ,

Nein!

Dies kann beispielsweise durch Vorlage einer Monatskarte für die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel erfolgen"

Kannst Du das? Nein. Und wenn Du es könntest, siehe Zweitens

Es gibt ja viele Gründe warum man nicht mit dem Firmenwagen in die Arbeit fahren würde.

Du weigerst Dich offenbar, zwei verschiedene Sachverhalte zu akzeptieren.

Erstens: Dein AG ist für die korrekte Versteuerung seines Dir überlassenen Firmenwagen zuständig. Lässt er zu, dass Du keine FWA versteuerst, muss er das überwachen und zwar glaubhaft. Eine evtl. Lohnsteueraussenprüfung würde stichhaltige Beweise fordern. Die alleinige Behauptung, für FWA würde der Privatwagen genutzt, zöge max. ein müdes Lächeln des Prüfers nach sich. Die berühmte allgemeine Lebenserfahrung spricht dagegen. Urteile gibts in Massen.

Den Beweis muss nämlich nicht das FA führen, sondern Du, bzw. Dein Arbeitgeber.

Zweitens: Bezüglich Deiner Einkommensteuererklärung kannst Du angeben, was Du möchtest - wenn Du es beweisen kannst.

Da Du einen Steuerberater beschäftigst, frag doch den. Er wird Dir nichts anderes erzählen können.

wobei der letzte Beitrag ja in der Tat eine Antwort auf meine Frage war.

Man kann seine eigenen Fragen nicht beantworten. Dann müsste man sie nämlich nicht stellen. Ergo kann man nur ergänzen.

Kommentar von fab2526 ,

Richtig, das kann ich natürlich nur, wenn ich mit der Bahn fahre...

Ich wäre ja auch wie schon zu Anfang geschrieben bereit ein Fahrtenbuch zu führen. Somit könnte ich ja problemlos nachweisen, dass ich nicht damit in die Arbeit fahre.

Gerne kann mein AG oder die Lohnsteuerprüfung das ja auch überwachen...

Wie machen das denn die vielen anderen Leute, die bei einem vorhandenen Dienstwagen diesen nicht zur FWA nutzen (und halt auch nicht gerade die Bahn...)

Es muss doch möglich sein, fair besteuert zu werden und nicht für etwas steuern zu zahlen, das man garnicht (nachweislich) in Anspruch nimmt.

Es wäre einfach mal schön in den Foren eine konstruktive Antwort zu bekommen, wie man mit einer Situation am besten umgeht und nicht immer nur "geht nicht"! Deswegen ja auch jetzt die Frage an meinen Steuerberater...

Kommentar von FREDL2 ,

Ich wäre ja auch wie schon zu Anfang geschrieben bereit ein Fahrtenbuch zu führen

Der Punkt ist, ob Dein AG dem zustimmt. Tut er das, musst Du auch nicht 1% versteuern, sondern nur die tatsächlichen Fahrten - und zwar alle, ob privat, oder die Arbeitsfahrten deiner Frau.

Tut er`s nicht, sind wir wieder am Anfang.

Es muss doch möglich sein, fair besteuert zu werden

Lesen wäre hilfreich und zwar bei "Zweitens". Du musst es nur beweisen können.

Es wäre einfach mal schön in den Foren eine konstruktive Antwort zu bekommen

Das empfinde ich jetzt als Frechheit. Ich weiss nämlich, wovon ich spreche und das ohne Nachlesen oder gar googeln. Möglicherweise sind für Dich "konstruktive" Antworten nur die, welche Deinem Ansinnen ensprechen. Frag einen Steuerberater.

Kommentar von fab2526 ,

Mit "konstruktiv" meine ich sicherlich nicht nur eine Antwort in meinem Ansinnen. Aber eine Antwort was welche Art der Besteuerung bedeutet...

So wie Du es in Deiner letzten Antwort angedeutet hast: Deiner Meinung nach geht es also doch mit einem Fahrtenbuch, aber dann kann man auch nicht 1% pauschal versteuern. Dazu habe ich allerdings so noch keine Informationen gesehen. Deswegen würde ich mich eben über eine entsprechende Quelle dazu freuen. Denn falls das stimmt ist das natürlich wichtig zu wissen! Was würde das dann konkret bedeuten? Angenommen ich nutze den Wagen zu 90% privat (Rest sind Dienstfahrten zu Kunden) und belege das auch mit Fahrtenbuch. Was müsste ich dann genau (anstatt der 1%) versteuern?

...und bitte keine Tatsachen verdrehen. Meine Frau fährt damit nicht zur Arbeit (sie arbeitet nicht) und fährt damit halt zu allen privaten Anlässen (Einkaufen, Kinder, etc.). Es geht hier wie gesagt nicht um irgendeine ausgeklügelte Konstellation!

Antwort
von fab2526,

Danke schon mal für Deine schnelle Antwort.

Ich bekomme halt einen Dienstwagen, den ich dienstlich sowie auch privat nutzen kann/darf. Allerdings würde wie schon erwähnt meine Frau diesen Wagen für private Zwecke nutzen und ich fahre dann mit unserem privaten Auto in die Arbeit. (das Ganze werde ich dann falls nötig mit einem elektronischen Fahrtenbuch nachweisen). Natürlich kann es mal passieren, dass ich auch mit dem Dienstwagen in die Arbeit fahre, aber dann muss ich diese Fahrten halt einzeln mit der 0,002% Regelung. Wenn ich mal zu einem Kunden muss, ist das ja aine Dienstfahrt und fällt nicht unter die 0,03% Regelung nach meinem Verständnis...

Was Punkt 2. angeht scheint das ja dann schon mal keine Probleme zu machen...

Vielleicht hat ja zu Punkt 1. noch einer eine Meinung. Ich kläre das aber sicherlich auch im Vorfeld nochmal mit meinem Finanzamt um sicher zu gehen...

Kommentar von SBerater ,

ich hoffe auch, dass sich einer zu 1. äussert. Ich sehe eher Probleme auf dich oder die Firma zukommen, wenn du es so machst wie geplant, denn dann könnte das FA ein Fahrtenbuch fordern bzw. was könnte passieren, wenn du dein Fahrtenbuch vorlegst?

Man wird feststellen, dass der Wagen nur privat genutzt wird. Und ob das dann noch ein Dienstwagen ist? Dann würde man dir vermutlich eine noch höhere Besteuerung auf's Auge drücken.

Mal sehen, was die Dienstwagen-Experten dazu sagen.

Kommentar von fab2526 ,

genau richtig, darum geht es mir... Ich möchte verstehen, ob das überhaupt "rechtlich" so funktioniert.

Man findet tausende Informationen über die rein "dienstliche" Nutzung von Dienstwagen, aber nichts wirklich zur rein "privaten" Nutzung von Dienstwagen.

Ein Fahrtenbuch ist ja wie geschrieben eh geplant, aber von einer "noch höheren Besteuerung" habe ich eben noch nichts gelesen...

Na ja, bin auch mal gespannt auf die Expertenmeinungen!

Kommentar von fab2526 ,

Ich denke das ist doch wahrscheinlich vergleichbar mit Leuten die einen Firmenwagen haben, aber zur Arbeit immer mit der Bahn fahren. Die nutzen ihren Firmenwagen dann ja quasi auch nur privat.

Auch nochmal ein Kommentar zu SBerater: Das ganze ist ja kein Konstrukt was ich mir erbaue, sondern ich habe halt schon einen Kleinwagen als Privatauto und würde von der Firma einen größeren bekommen, den dann meine Frau mit zwei Kindern und Hund nutzen kann. Da geht es also nicht um besser dastehen, sondern nur wie ich diese Konstellation am sinnvollsten steuerlich ganz offiziell optimieren kann. Auch wenn man da nichts "steuerlich absetzen" kann, dann würde ich das kleine private Auto nehmen und meine Frau das größere...

Kommentar von SBerater ,

warum gibt es die 1%-Regel? Damit es eine Pauschalbesteuerung gibt bei Dienstwagen für den Privatanteil. Alternative: Fahrtenbuch.

Was wird bei einem Dienstwagen angenommen? Dass er zu mehr als 50% dienstlich verwendet wird. Wenn nicht, ist es kein Dienstwagen mehr bzw. die steuerliche Sicht ändert sich.

Wenn du nun dein Konstrukt zu Ende denkst, dann wird der Dienstwagen nur privat verwendet. Damit ist es keiner mehr. Und bei einer Prüfung müsste nun genau das erklärt werden.

Ich vermute, dann hätten dein Arbeitgeber und du ein Problem.

Nimm die pauschale Besteuerung von 1% + 0,03% und schweige.

Kommentar von FREDL2 ,

@SBerater

Mal sehen, was die Dienstwagen-Experten dazu sagen

Die sagen, dass es keine gemischte Versteuerung gibt. Das ist eindeutig rauszulesen.

Antwort
von SBerater,

du bekommst einen Dienstwagen, den du ausschliesslich privat nutzt? Seltsam.

bei 1 kann ich mir nicht vorstellen, dass du die 0,03%-Komponente streichen kannst, ausser du hast ein Home-Office oder du fährst immer zum Kunden, was du nicht tust. Hier bin ich mir nicht sicher.

zu 2. Die 30 ct kannst du so oder so ansetzen


Mal ehrlich: was bringt dieses Konstrukt? Mit einem Dienstwagen wirst du allemal besser dastehen, auch mit den Fahrten zur Arbeit, sofern der AG die Kosten trägt.

Mit welchem Privat-Pkw sind die 30 ct/ Distanz-km (vor Steuern) gedeckt? Ich halte das für ein Verlustgeschäft. Wie willst du auch beweisen, was du da planst?

Antwort
von FREDL2,

Dann äussere ich mich mal zu 1.

Es gibt nur 2 Möglichkeiten. Entweder die 1%-Methode -und die schliesst die Versteuerung von 0,03% für FWA ein (ausser, es ist keine Entfernung vorhanden), oder ein Fahrtenbuch.

Die 3. Möglichkeit, die Deckelung, kann man hier ruhig ausser acht lassen.

Dein Vorhaben wird nicht durchzuführen sein, wenn Dein AG die gesetzlichen Bestimmungen beachtet. Tut er es nicht, wird ihm die nächste Lohnsteueraussenprüfung dabei behilflich sein.

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