Frage von bestendank, 7

Versicherungsvertrag Haus ändern?

Bei der Durchsicht der Hausrat-und Feuerversicherung des Hauses meiner Mutter stellte ich fest, dass die jetzt ermittelte Wohnfläche um einiges höher ist, als die seinerzeit im Versicherungsvertrag geschätzte. Die Versicherungsprämie berechnet sich auch nach der Höhe der Wohnfläche . Fragen: sollte man das der Versicherung mitteilen und den Versicherungsvertrag ändern lassen ? Könnte die Versicherung eine rückwirkende Prämiennachzahlung verlangen? Das Haus soll verkauft werden.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von billy, 3

Nahezu alle Versicherer sind bereit, auf diese sogenannte „Einrede der Unterversicherung“ im Schadensfall generell zu verzichten, wenn der Kunde bereit ist, eine festgesetzte Versicherungssumme pro Quadratmeter Wohnfläche – meist 650 Euro/m² Wohnfläche – abzuschließen (Unterversicherungsverzicht) einige Anbieter bieten sogar generell ohne besondere Voraussetzungen den Verzicht auf den Einwand der Unterversicherung an.

http://de.m.wikipedia.org/wiki/Hausratversicherung

Kommentar von Hanseat ,

Das ist schön und grundsätzlich richtig, beantwortet aber leider die Frage(n) überhaupt nicht. Und ich wette, mit dem letzten Halbsatz kann keiner der nicht ein ausgesprochener Fachmann ist, irgendwas anfangen. Da geht es nämlich um ganz spezielle Tarife bei denen zwar die Wohnfläche korrekt angegeben werden muss, es aber ekine Qm-Pauschale gibt.

Kommentar von billy ,

ohne Kommentar ;-(((

Antwort
von Hanseat, 3

Hausratversicherung: siehe barmer Zusätzlich: die Hausratversicherung Ihrer Mutter zieht mit um, ein Umzug ist meldepflichtig und die Versicherung wird angepasst an die neuen Parameter (Wohnfläche, Adresse, Versicherungssumme). Alternativ kann der Huashalt natürlich auch aufgelöst werden.

Feuerversicherung Gebäude: ich habe das Gefühl dass es sich um einen älteren Vertrag handelt, dann gilt das von "barmer" Gesagte. Sprechen sie das aber gegenüber dem Käufer an, die bestehende Versicherung geht auf ihn über, es besteht aber ein Sonderkündigungsrecht. Ob der Käufer dann den Vertrag anpassen lässt, erweitert (nicht nur Feuer) oder kündigt, ist nicht mehr die sache Ihrere Mutter.

Rückwirkende Prämiennachzahlungen haben Sie nicht zu befürchten, es ist Ihre (bzw. die Ihrer Mutter) ob Sie unterversichert sind oder nicht.

Antwort
von barmer, 2

Hallo,

dazu muss man wissen, welche Rolle die Wohnfläche bei der Prämienfindung gespielt hat.

Wahrscheinlich war es in der Gebäudefeuerversicherung nur eine Hilfsgröße, um sich dem Wert des Hauses zu nähern und entscheidend war dann z.B. der Wert 1914. Wenn der zu niedrig war, war und ist das Haus unterversichert. Mit Nachforderungen von der Versicherung wäre aber m.E. nicht zu rechnen.

In der Hausratversicherung ist möglicherweise ein Verzicht auf die Einrede der Unterversicherung vereinbart, wenn pro qm eine bestimmte Summe versichert ist. Das würde dann hier auch nicht mehr passen. Im Ergebnis könnte also auch hier eine Unterversicherung vorliegen, muss aber nicht. Da das Haus sowieso bald leer ist, würde ich da gar nichts mehr machen.

Die Gebäudeversicherung geht per Gesetz zunächst auf den Käufer über, die Hausratversicherung nicht.

Viel Glück

Barmer

Antwort
von hildefeuer, 2

Wenn das Haus verkauft werden soll erledigt sich die Frage. Man würde die zukünftigen Besitzer ja nur unnötig binden für das Jahr des Erwerbs. Der Verkäufer hätte nix davon. Besser die Versicherung ändern auf monatliche Zahlung. Dann kann man beim Verkauf kündigen und braucht dem Käufer nicht die Versicherung finanzieren. Die Versicherung bleibt ja bestehen bei Verkauf und geht auf den Käufer über. Die Prämie bekommt der Verkäufer nicht erstattet.

Kommentar von Hanseat ,

Alles völlig unnötig ! Der Käufer hat immer ein Sonderkündigungsrecht (innerhalb von 4 Wochen nach Grundbucheintrag), und wenn dieses ausgeübt wird, wird natürlich auch die alte Versicherung gem. VVG taggenau abgerechnet.

Kommentar von hildefeuer ,

Seit wann ist das so? 1999 war das noch nicht so.

Antwort
von LittleArrow, 2

Ich möchte Deine Frage noch durch eine Frage ergänzend ans Forum stellen: Wie wird die Wohnfläche für beide Versicherungen ermittelt? Einfach die DIN-Wohnfläche oder gelten da andere Berechnungsformen?

Kommentar von hildefeuer ,

Was ist denn eine DIN Wohnfläche? Die kenne ich noch nicht. Ich kenne Wohnfläche im Sinne der VOB. Rohbauwohnfläche aus Zeichnungen kenne ich auch.

Kommentar von hildefeuer ,

Die Wohnflächenberechnung nach DIN 283/277 wurde schon in den 80ern zurückgezogen.

Kommentar von LittleArrow ,

Von mir aus kann es auch die WoFlV von 2004 sein. Welche Fläche legen die Versicherer zugrunde?

Kommentar von Hanseat ,

Na ja, nicht wirklich.

Kommentar von Hanseat ,

Ein repräsentativer Ausschnitt aus den entsprechenden Bedingungen:

Wohnfläche ist die Grundfläche aller zu Wohnzwecken nutzbaren Räume, die zur versicherten Wohnung gehören. Dazu zählen auch Arbeitszimmer, Hobby- und Party-Räume (auch im Keller- oder Dachgeschoss) sowie Wintergärten, Schwimmbäder und ähnliche nach allen Seiten geschlossene Räume.

Flächen mit einer Deckenhöhe von weniger als zwei Metern werden nur zur Hälfte gerechnet bzw. Flächen mit einer Deckenhöhe von weniger als einem Meter überhaupt nicht. (Das ist bei anderen Versicherern anders geregelt)

Nicht gerechnet werden: - Terrassen, Dachgärten, Loggien und Balkone - Treppen - Abstellräume (z.B. im Keller, auf dem Dachboden oder in Nebengebäuden) - Waschküchen, Trocken-, Heizungs- und sonstige Zubehörräume - Garagen und Carports - Räume, die nicht ausschließlich zur versicherten Wohnung gehören

Alternativ akzeptiert die ABC-Versicherung auch die Angabe der Gesamtfläche entsprechend - der Wohnflächenverordnung (WoFlV) - der Nutzfläche gemäß DIN 277 - dem Miet- oder Kaufvertrag, sofern dieser den aktuellen Ausbauzustand wiedergibt

Kommentar von LittleArrow ,

Danke Dir, Hanseat.

Es zeigt sich die Nützlichkeit eines Unterversicherungsverzichts.

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