Frage von 12puls, 48

Versicherungspflichtiger Job in Firma bei beherrschenden Unternehmensanteilen

Angestellte Geschäftsführer mit Unternehmensanteilen von mindestens 50% sind niemals versicherungspflichtig in der gesetzlichen Sozialversicherung. Wie aber schaut es beispielsweise aus, wenn man nicht als Geschäftsführer, sondern beispielsweise (evtl auch darüber hinaus, quasi als Zweitjob) als Lagerist mit einem Einkommen von 450,01 EUR in der Firma angestellt ist, von der einem mindestens 50% der Anteile gehören? Ich weiß, ungewöhnlich, aber wäre man dann im Sinne der Sozialversicherung ein gewöhnlicher sozialversicherungspflichtiger Angestellter?

Antwort
von wfwbinder, 39

Diese 2. Anstellung ist dann, weil unternehmerisch, von der Arbeitslosen- und Rentenversicherungspflicht befreit. Bei der Krankenversicherung kommt es m. E. darauf an, wie er versichert ist. Wenn die andere Anstellung z. B. 2.500,- brutto wäre und in der gesetzlichen KV versichert, dann wären die 450,01 aus meiner Sicht den KV-Beiträgen zu unterwerfen.

Kommentar von 12puls ,

OK. Vielen Dank. Aber sagen wir mal, der Geschäftsführer wäre nicht angestellt, sondern auf Honorarbasis lediglich freiberuflich als solcher für die GmbH tätig (Bundesfinanzhof, Aktenzeichen: V R 29/03). Dann entspräche seine Anstellung als Lagerist für 450,01 EUR einer ersten Anstellung. Wäre er dann sozialversicherungspflichtig oder hängt das wiederum davon ab, ob er aus der freiberuflichen oder aus der nicht-selbständigen Arbeit mehr Geld verdient bzw. mehr Arbeitsstunden investiert?

Kommentar von wfwbinder ,

Also umkehrung des Falles. Erste Anstellung 450,01 + GF-Tätigkeit auf Honorarbasis.

Dann ist natürlich die erste Anstellung in der Gleitzone sozialversicherungspflichtig. Die Honorartätigkeit unterläge dann aber der Krankenversicherung.

Kommentar von 12puls ,

Danke. Ist das tatsächlich so? Ich nahm an, als Geschäftsführer - egal ob angestellt oder auf Honorarbasis - sei man stets für diese Position sozialversicherungsfrei.

Kommentar von 12puls ,

Wenn ich die gestrige Antwort von INSTWAB richtig verstehe, dann ist man als frei schaffender Geschäftsführer auf Honorarbasis stets sozialversicherungsfrei, auf diese Einkünfte müssen also keine SozVers Kosten abgeführt werden, während man mit seiner 2. Tätigkeit als festangestellter Lagerist auf diese Lohneinnahmen sozialversicherungspflichtige Kosten abführen muss?

Antwort
von INSTWAB, 29

Die Unternehmereigenschaft, die die Befreiung von deer Sozialvers.pflicht bringt ist an "Gesellschafter" + Geschäftsführer gebunden.Lagerist führt nur den Gabelstapler.

Kommentar von 12puls ,

Wenn dem so ist, dann verstehe ich es so, dass man als frei schaffender Geschäftsführer auf Honorarbasis stets sozialversicherungsfrei ist, auf diese Einkünfte also keine SozVers Kosten abgeführt werden müssen, während man mit seiner 2. Tätigkeit als festangestellter Lagerist auf diese Lohneinnahmen sozialversicherungspflichtige Kosten abführen muss? Das würde dann auch auf den Kommentarstrang von wfwbinder eine Antwort geben...

Kommentar von 12puls ,

Bitte um kurze Antwort zu meiner Rückfrage. Danke!

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