Frage von traudllois, 4

Versicherung bietet an, gut verzinste LV in eine Unfallpolice mit Beitragsrückgewähr zu wechseln?

Meine Freundin hat mir erzählt, daß sie angeschrieben wurde und die langjährige Lebensversicherung umstellen kann in eine etwas schlechter verzinste Unfallpolice, aber mit Beitragsrückgewähr (gegen 1 x Betrag). Ich halte das für keine gute Idee und frage mich, würde sie dem folgen, ob sie dann letzlich später auf Rückabwicklung des Vertrags pochen könnte, würde sie die Entscheidung bereuen? Muß die Versicherung hierzu auch ein Beratungsprotokoll führen und ggf. nachweisen können über Vor-u. Nachteile aufgeklärt zu haben?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Niklaus, 2

Auf keinem Fall soll sie auf dieses absolut unsinnige Angebot eingehen. Solch ein Produkt gehört normalerweise verboten.

Die Rendite solcher Versicherungen ist sehr niedrig. Eine reine Unfallversicherung ist eine Risikoversicherung. Sie sichert sie gegen die finanziellen Folgen eines Unfalles ab. Dafür werden die Beiträge benötigt. Bei einer UV ist der Beitrag etwas höher, bei der anderen vielleicht etwas niedriger. Aber zurückbekommen sie in der Regel von keiner Versicherung etwas. Um etwas zurück zu bekommen, müssen sie vorher mehr einzahlen. Eine Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr ist eine Mogelpackung. Im Prinzip handelt es sich um zwei Versicherungen, eine Unfallversicherung und eine gekoppelte Kapitallebensversicherung. Der erhöhte Beitrag im Vergleich zu einer normalen UV, wird verwandt um in eine Kapitallebensversicherung ein Kapital aufzubauen, dass nach Ablauf der UV die Beiträge generiert. Vergessen Sie dieses Produkt. Ich bin wirklich enttäuscht, dass es noch Versicherungen gibt, die solche Produkte anbieten.

Antwort
von Sobeyda, 1

Auf keinen Fall sollte Deine Freundin auf dieses Angebot eingehen!

Mich würde brennend interessieren um welche Versicherung es sich handet, denn das grenzt ja schon fast an Sittenwidrigkeit. Ich würde nicht nur das Angebot dankend ablehenen, sondern auch der Aufsichtsbehörde BaFin eine entsprechende Nachricht zukommen lassen.

Die Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr ist marketingtechnisch gesehen eine geniale Idee, ansonsten aber ein überflüssiges Produkt. Die Beitragsrückgewähr finanziert der Kunde über einen (gegenüber einer konventionellen Unfallversicherung) erhöhten Beitrag komplett selbst.

Abgesehen davon hätte die neue Versicherung nur noch einen Höchstrechnungszins von 1,75%. Die Versicherung will sich hier die Unwissenheit der Kunden zu Nutze machen um alte Verträge, deren zugesagte Verzinsung sie nicht mehr erwirtschaften kann, elegant los zu werden.

Kommentar von Gaenseliesel ,

um welche Versicherung es sich handet

diese Frage kam mir beim Lesen auch in den Sinn. Eine Antwort wäre schon interessant !!! K.

Kommentar von gammoncrack ,

Das wird vermutlich kein Versicherer sein. Ich vermute eher einen Vermittler, der über diesen Weg versucht, sein Weihnachtsgeld aufzustocken.

Antwort
von qtbasket, 1

Da liegst du völlig richtig. Hier soll ein schlechteres Produkt verkauft werden, und der Hintergedanke ist offensichtlich: man will von dem aus der Sicht der Versicherung zu hohem Garantiezins der Lebensversicherung weg.

Für deine Freundin gilt: das Angebot höflich, aber bestimmt ablehnen !!!

Antwort
von Gutachter, 1

Der Versicherung muß nachgewiesen werden können, daß sie bei der Beratung u. Dokumentation die Pflichten verletzt hat, das ist immer so eine Sache... maßgeblich ist hier § 6 Versicherungsvertragsgesetz http://dejure.org/gesetze/VVG/6.html

Antwort
von gammoncrack, 1

Der Schreiber dieses Vorschlags hat ein Rad ab!

Kommentar von Gaenseliesel ,

......und nicht nur eins !!!!!!!!!!! Aber wie sagt man so schön, jeder Versuch ist gültig - die Dummen sterben bekanntlich nie aus !

Die " Kaffeefahrten " gibt es schließlich auch noch vereinzelt, glaube ich zumindest ;-)

Gruß ! K.

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