Frage von Benjamin1992, 3

Verschwiegenheit Einkommensteuererklärung

Hallo, Da ich eine schulische Ausbildung begonnen habe und somit kein Geld verdiene, habe ich beschlossen meinen Unterhaltsanspruch geltend zu machen und habe von meinen Eltern Einkommensteuererklärungen angefordert und auch bekommen. Nun die Frage: Mein Vater hat mich aufgefordert ihm ein schreiben aufzulegen indem ich ihm schriftlich bestätige die Daten nicht für 3. bzw. für Personen dir nichts mit der Sache zu tun haben sollen zugänglich zu machen.

  1. Frage: Darf er das oder ist es bei solchen Dokumenten schon gesetzlich geregelt und somit verpflichtend?

  2. Er hat mir gedroht sollte ich das nicht unterschreiben zählt er mir kein Geld mehr (er zahlt jetzt 270€ weil er der Meinung ist das er die Hälfte des mir zustehenden Kindergeld zahlen muss und meine Mutter die andere Hälfte)

Dies führt zur 3. und letzten Frage: Meine Mutter arbeitet auf 450 Euro Basis und wird somit für den Unterhalt nicht belangt werden können. Ihr Ehemann verdient überdurchschnittlich. Muss er für ihr Defizit in der Sache aufkommen?

Hoffe ihr könnt mit weiterhelfen. Danke im Vorraus

Antwort
von wfwbinder, 2
  1. Natürlich hat jeder Mensch, der Einkommensunterlagen herausgibt, ein Recht darauf, dass diese nur für den Zweck benutzt werden, zu dem sie rausgegeben werden. Das solltest Du Deinem Vater auch bestätigen, weil es sich bei Dir um eine Privatperson handelt, während bei anderen Institutionen (Bank, Behörden usw.) rechtlich geregelt ist.

  2. Wieviel er zu zahlen hat, ergibt sich aus der Düsseldorfer Tabelle. Sie ist zwar nicht rechtlich verbindlich, aber es wird praktisch immer so entschieden.

  3. Wenn Deine Mutter 450,- Euro bekommt, braucht sie davon ncihts zu zahlen. Wenn deren Ehemann sehr viel Verdient udn sie den Haushalt komplett führt, könnte es sein, dass man nach dem Einkommen des Ehemannes ein Taschengeld ermittelt, aus dem sie dann Unterhalt zahlen könnte (Beispiel mit einem Chefarzt, oder Professor verheiratet udn aus dem Einkommens steht ihr ein Taschengeld von 1.000,- Euro zu. Dann müsste sie zahlen. DEr Ehemann braucht natürlich nciht zu zahlen, er ist ja nicht mit Dir verwandt.

  4. Für das Kindergeld kann ein Antrag gestellt werden, dass es Dir direkt ausgezahlt wird.

Düsseldorfer Tabelle:

http://xn--dsseldorfer-tabelle-59b.net/

Kommentar von EnnoBecker ,

Nicht zu vergessen, dass das der vorletzte Beziehungsakt zwischen mir und meinem Sohn wäre. Wir würden uns erst wiedersehen, wenn ich alt und pflegebedürftig - und natürlich mittellos - bin.

Kommentar von wfwbinder ,

Aus Deinen Antworten und Kommentaren war ja abzulesen, dass Du jedes Deiner Kinder mit guter Bildung udn Ausbildung ausgestattet hast, bzw. dabei nach Kräften unterstützt hast.

Wir kennen hier die Vorgeschichte nciht. Ich habe im Laufe der Jahre oft mit Menschen zu tun gehabt, wo Väter über die Geldbörse versucht haben, ihre Kinder in bestimmte Berufe zu zwingen nach der Methode, unsere Anwaltskanzlei ist seit 4 Generationen in unserer Familie, warum willst Du von der Hand in den Mund leben und anderen Leuten die Zähne richten?

Kommentar von EnnoBecker ,

Nenn es Empathie:

und habe von meinen Eltern Einkommensteuererklärungen angefordert und auch bekommen

Im Übrigen geht es mir auch(!) darum, dass durch solche Möglichkeiten Familien zerrissen werden. Warum beipielsweise sollen 50jährige Nachkommen für die Pflege ihrer Eltern aufkommen? Die Kinder leben seit 30 Jahren ihr eigenes Leben. Ebensogut könnte man auch den Nachbarn verpflichten, der hat genausoviel damit zu tun.

Antwort
von Benjamin1992, 2
  • die 270 Euro beziehen sich auf den mir zustehenden Unterhalt und nicht auf das Kindergeld, habe mich verschrieben
Antwort
von blackleather, 2

Darf er das oder ist es bei solchen Dokumenten schon gesetzlich geregelt und somit verpflichtend?

Natürlich darf dein Vater von dir verlangen, dass du seine Daten und die Informationen über sein Einkommen geheim hältst. Allerdings steht ihm dafür der Unterhalt nicht als Sanktionsmöglichkeit zur Verfügung, falls du gegen diese Verpflichtung verstößt. Vielmehr könnte er dich in diesem Falle allenfalls auf Unterlassung und ggf. auf Schadenersatz verklagen (den könnte er dann allerdings gegen seine Unterhaltszahlung aufrechnen).

(2. ) ...

Hier kann ich leider keine Frage entdecken, deshalb kann ich diesen Punkt leider nicht beantworten.

Muss er für ihr Defizit in der Sache aufkommen?

Nein. Er hat doch mit dir überhaupt nichts zu tun.

Kommentar von EnnoBecker ,
Vielmehr könnte er [der Vater] dich .... verklagen

Und du meinst, dass diese rechtsstaatliche Institution dem Familienzusammenhalt förderlich ist?

Je weniger das Volk zu sagen hat, desto prunkvoller sind die Paläste der Herrschenden.

Kommentar von blackleather ,
Und du meinst, dass diese rechtsstaatliche Institution dem Familienzusammenhalt förderlich ist?

Das war nicht Gegenstand der Frage. Ich könnte auch sagen: Das kann dahin gestellt bleiben...

Kommentar von EnnoBecker ,

Da hast du recht.

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