Frage von autofreak, 14

Versandhaus hat mehr Porto verlangt als es tatsächlich bezahlt hat, kann ich zurückfordern?

Ich hab unlängst bei einem großen Internethändler Ware bestellt-Versand 4.95 Euro-tatsächlich ist aber nur eine Briefmarke im Wert einer Warensendung drauf-sprich, der Händler hat sich am Porto bereichert.. Kann ich dagegen vorgehen? In den Bestellbedingungen steht was von Versandpauschale-ist das dann dehnbar wie der Händler grad lustig ist?

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von EnnoBecker, 14

Du durchschaust die Natur der Angabe "plus Versandkosten" nicht.

Es ist völlig egal, was der Händler für Preisbestandteile extra berechnet - es bleibt zum Schluss doch der Preis für die gekaufte Ware.

Du hast bei der Bestellung einen Kaufvertrag geschlossen und dabei akzeptiert, dass der Kaufpreis x+4,95 ist. Was willst du da reklamieren?

Es sind doch keine wirklichen Versandkosten, die du mit den 4,95 bezahlst, sondern lediglich ein weiterer Bestandteil des Kaufpreises.

Aus Sicht des Händlers ist es Umsatz und muss auch mit 19% versteuert werden.

Also nochmal:
Nur weil der Händler seinen Preis in die Höhe treibt, indem er einzelne Bestandteile seiner Kalkulation extra ausweist (Salamitaktik), ändert dies nichts an der Natur des Preises.

Antwort
von Primus, 9

In den Versandkosten sind Verpackungsmaterial, Arbeitszeit und die Versandkosten an sich enthalten.

Übrigens: Kostenloser Versand bedeutet nicht, dass der Händler die Versandkosten trägt. Diese befinden sich bereits im Kaufpreis und Dir wird das tolle Gefühl übermittelt, günstig eingekauft zu haben ;-))

Kommentar von EnnoBecker ,

Übrigens: Kostenloser Versand bedeutet nicht, dass der Händler die Versandkosten trägt. Diese befinden sich bereits im Kaufpreis und Dir wird das tolle Gefühl übermittelt, günstig eingekauft zu haben ;-))

Es bedeutet nur, dass der Preis anders verkauft wird.

Letztlich ist es egal, ob ich 100+4,95 bezahle oder 104,95. Für mich und für den Händler.

Kommentar von Primus ,

Genau das meinte ich, denn 104.95 € und versandkostenfrei hört sich doch toll an, oder ;-)

Kommentar von imager761 ,

Übrigens: Kostenloser Versand bedeutet nicht, dass der Händler die Versandkosten trägt.

Doch, genau das bedeutet es. Ob er die in seinem Angbeot zurechnet oder auf Gewinn verzichtet, rätst du nur.

Kommentar von Primus ,

rätst du nur

Nö, das sagt mir nicht nur meine eigene Erfahrung in diesem Metier, sondern auch mein gesunder Menschenverstand ;-)

Antwort
von SBerater, 12

na dann versetze dich mal in die Lage des Händlers. Wie willst du beim Bestellvorgang die letztendlich anfallenden Versandkosten in Echtzeit berechnen? Willst du jeder Bestellung ein Gewicht zuteilen, eine Verpackungsgrösse, einen Karton? Diese Info hat dann in Echtzeit noch ein Mapping zur Dt. Post, wo diese Kosten verifiziert werden etc.

Denkst du nicht, dass eine Pauschalierung der Versandkosten das Leben beim Internethändler vereinfacht?

Die Alternative wäre natürlich, es wird alles unfrei verschickt. Dann hast du die Istkosten der Post vor der Nase. Aber dann bekommst du auch keine Aussage beim Bestellen, was es kosten wird. Wäre das besser?

Antwort
von imager761, 8

Versandkosten sind eben keine reinen Portokosten.

Was ist an dem durch "Versandkostenpauschale 4,95 €" erhöten Rechnungsbetrag denn unverständlich, wenn man demnach seine Bestellung abschickt?

G imager761

Antwort
von Privatier59, 5

Ein echter Portogeier! Oder doch nicht? Wußte bisher garnicht, dass es Kartons vom Himmel regnet und die sind auch zu bezahlen. Nicht zu vergessen das Füllmaterial. Wär doch schade, wenn die bunten Hefte von Beate Uhse zerknittert ankämen. Rechne besser nochmal ganz genau nach!

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