Frage von lorry62, 14

Verrechnung von Gewinnen aus Veräußerungsgeschäften mit anderen Einkunftsarten - wie geht das ?

meine Frau beabsichtigt, ein Haus zu verkaufen, das sie vor weniger als 10 Jahren erworben hat - der Gewinn daraus ist also steuerpflichtig wenn mich nicht alles trügt.

Wir beide haben 2003 eine GmbH gegründet, an der sie 50 % hält. Die Anteile dieser GmbH sind aber weniger wert als der ursprüngliche Nominalwert, mit dem sie eingezahlt worden sind.

Ich bin Geschäftsführer der GmbH, beziehe daraus aber nur ein geringes Einkommen.

Ausserdem hat meine Frau Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit und aus Vermietung und Verpachtung.

Wenn ich die Anteile meiner Frau kaufen würde, hätte sie m.W. einen entsprechenden Verlust aus Einkünften aus Gewerbebetrieb.

Also gibt´s meines .Wissens bei uns beiden jetzt Einkünfte aus:

-Vermietung und Verpachtung -Gewerbebetrieb (mein Gehalt und ihre negativen Einkünfte wegen dem Verlust aus dem Anteilsverkauf) -nichtselbständiger Arbeit -privaten Veräußerungsgeschäften.

Frage: Was kann man von diesen verschiedenen Einkünften miteinander verrechnen ?

Danke im voraus für Eure Antworten

Expertenantwort
von wfwbinder, Community-Experte für einkommensteuer, 10

Die laufenden Einkünfte aus den 7 Einkunftsarten sind untereinander zu verrechnen.

lediglich die Verluste aus § 17 (Anteilsverkäufe), § 23 private Veräußerungsgeschäfte, § 20 (Verluste aus Kapitalanlagen) und aus Gewerbebetireb bei beschränkter Haftung, sowie Steuersparmodellen §§ 15 a + 15 b (alles EStG) lassen sich jeweils nur mit gleichartigen positiven Einkünften ausgleichen.

Wichtig, die umgekehrte Richtung geht immer. Also laufende Verluste aus z. B. Gewerbebetrieb, oder V+V lassen sich mit Gewinnen nach § 23, und oder den anderen obenen genannten Einkünften verrechnen.

Ich kann Euch wirklich nur raten einen StB aufzusuchen (den Eure GmbH ja sowieso braucht), der wird Euch das Problem lösen, wenn es lösbar ist.

Antwort
von LittleArrow, 9
ein Haus zu verkaufen, das sie vor weniger als 10 Jahren erworben hat - der Gewinn daraus ist also steuerpflichtig wenn mich nicht alles trügt.

Damit fängt die "Trügung" schon an. Es fehlen jegliche Hinweise über (Eigen)Nutzung des Hauses.

Wenn ich die Anteile meiner Frau kaufen würde, hätte sie m.W. einen entsprechenden Verlust aus Einkünften aus Gewerbebetrieb.

Und was alles ändert sich durch den Erwerb bei Deinen Einkünften?

Habt Ihr Euch zur Zusammenveranlagung entschieden?

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