Frage von Anemarie, 26

Verpflichtungen in DE - Konto als Ausländer

Hallo,

ich wohne in Spanien, habe hier den Wohnsitz. Ich bin Ausländerin, in Deutschland habe keinen Wohnsitz.

Jedoch möchte ich ein Bankkonto in Deutschland eröffnen und meine Ersparnisse dort aufbewahren (werde in der Zukunft in DE studieren).

Es ist mir schwierig Information über meine Verpflichtungen zu finden. Ist mein Geld schon auf das deutsche Konto, muss ich dann Steuer davon bezahlen? Muss ich das bei irrgend einem Amt bekanntgeben oder Steuererklärung machen?

Ich würde euch sehr dankbar sein, wenn ihr mir helfen könnt.

mit freundlichen Grüßen, Ane

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Antwort
von Privatier59, 26
werde in der Zukunft in DE studieren

Dann hast Du ja einen Wohnsitz in Deutschland. In diesem Falle werden von Zinserträgen Steuern einbehalten, konkret sind das die 25%ige Abgeltungsteuer, der 5,5%ige Solidaritätszuschlag darauf und eventuell Kirchensteuer. Dir steht ein Sparerpauschbetrag von 801 Euro im Jahr zu. Die Bank berücksichtigt den aber nicht automatisch sondern nur auf Antrag. Auf alle Zinseinkünfte über diesem Betrag erfolgt der Abzug. Wenn Du den abgezogenen Betrag wieder bekommen willst, dann mußt Du hier in Deutschland eine Steuererklärung abgeben.

Antwort
von gurusucher, 24

Beim Bürgerbüro des örtlichen Finanzamtes wird man dir in punkto Steuererklärung sicher weiterhelfen können. Steuern musst du erst bezahlen, wenn du im Jahr mehr als 801 Euro Zins- und/oder andere Kapitalerträge hast. Alles Gute!

Kommentar von EnnoBecker ,
Beim Bürgerbüro des örtlichen Finanzamtes

Bist du robineks Bruder?

Kommentar von Gaenseliesel ,

grins.... berechtigte Frage ! K.

Antwort
von freelance, 18

wenn du hier ein Konto eröffnest, Geld dort anlegst, dann zahlst du darauf keine Steuern.

Solltest du Zinsen auf das Geld bekommen, dann wirst diese in Spanien angeben müssen. Das wiederum weiss das span. Finanzamt besser.

Antwort
von EnnoBecker, 14

Hola,

weder in Spanien noch in Deutschland bezahlt man Steuern, weil Geld auf einem Konto liegt.

In den wesentlichen Punkten unterscheidet sich das Steuerrecht nicht - nur in den Details.

Wo hast du so gut deutsch gelernt? Da können viele angeblich Deutschsprechende etwas von dir lernen.

Kommentar von Privatier59 ,

Herr Hola,

da es sich um Ersparnisse handelt, lasse ich mich vom Stier durchbohren wenn die nicht verzinslich angelegt würden. Ole!

Kommentar von EnnoBecker ,

¿Ach, und dann bezahlt man auf das Geld, was man angelegt hat, Steuern?

Kommentar von Privatier59 ,
was man angelegt hat

Auf den Nachwuchs des Geldes!

Kommentar von Privatier59 ,

Um die Ane mal nicht zu verwirren:

Wenn keine Erträge (z.B. Zinsen) anfallen, ist auch nichts zu versteuern.

Wenn aber Zinsen anfallen, dann wird es bei mehr als 801 Euro zum Abgeltungsteuerabzug kommen.

Abgeltungsteuer darf die Bank nur abführen bei deutschem Wohnsitz.

Aber: So weit mir bekannt ist, tauschen Deutschland und Spanien Daten über Zinserträge aus. Es wäre daher m.E. eine schlechte Idee, einfach einen Wohnsitz in Spanien anzugeben um den Abgeltungsteuerabzug zu vermeiden. Dann wäre in Spanien nachzuversteuern.

EB: Alles richtig?

Kommentar von EnnoBecker ,

Fast.

Abgeltungsteuer darf die Bank nur abführen bei deutschem Wohnsitz.

Hier ist es ungenau.

Erstmal ist das keine Abgeltungsteuer, sondern Kapitalertragsteuer. Schau nur mal auf deine Steuerbescheinigungen und unterstreiche die Wörter.

Zweitens kann die Bank Kapitalertragsteuer einbehalten, es sei denn, man weist mit einer Ansässigkeitsbescheinigung nach, dass man in Deutschland keinen Wohnsitz hat. Das liegt daran, dass Zinsen stets dort besteuert werden, wo man seinen Wohnsitz hat.

Hat man in Spanien und in Deutschland einen Wohnsitz, werden Zinsen in Spanien besteuert. Bei Dividenden hingegen wird es schwieriger.

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