Frage von Martin1709, 35

Verpflegungspauschbetrag

Hallo liebe Gemeinde,

es ist mal wieder soweit, ich habe eine Frage ;) Ich habe in meinem Steuerprogramm ( Steuersparer 2012) eine Auswärtstätigkeit angeben da ich Kurierfahrer bin. Eingegeben habe ich 128 Arbeitstage a 6 € Verpflegungspauschbetrag. Dies wäre ein Verpflegungspaschbetrag von 768€. Wenn ich mir nun mein Ergebnis anschaue ändert sich durch die Eingabe mein Rückzahlung nur um 50€ ! Meine Frage ist nun: Kann die sein? Ich dachte diese 6 € pro Arbeitstag werden mir voll erstattet. Denn wenn ich diese 6€ vom Arbeitgeber auf den Lohnschein bekomme, ist dieses Verpflegungsgeld ja auch steuerfrei. Hoffe habe mich halbwegs verständlich ausgedrückt.

LG Martin

Ps: Freue mich schon auf eure antworten^^

Antwort vom Steuerberater online erhalten
Anzeige

Schnelle und günstige Hilfe für Ihre Steuerfrage. Kompetent, von geprüften Steuerberatern.

Experten fragen

Antwort
von LittleArrow, 32
es ist mal wieder soweit, ich habe eine Frage

Das ist als Einführung wenig interessant und auch verwunderlich, aber Deine Fragestellung ansonsten ist klar.

Ich muss für meine Antwort mit diesem Teil anfangen:

Denn wenn ich diese 6 € vom Arbeitgeber auf den Lohnschein bekomme, ist dieses Verpflegungsgeld ja auch steuerfrei.

Dieses in dieser Höhe vom Arbeitgeber erstattete Verpflegungsgeld ist tatsächlich steuerfrei.

Wird hingegen das Verpflegungsgeld vom Arbeitgeber nicht erstattet, dann kannst Du es in Deiner Steuererklärung nur als Werbungskosten, also einkommensmindernd, ansetzen (sofern die € 1.000 Grenze für die Werbungskostenpauschale überhaupt überschritten wird). Die steuerliche Wirkung dieser € 6 als Einkommensminderung besteht dann nicht in 100 %iger Steuerrückerstattung, sondern allenfalls maximal in Höhe des rechnerischen Produktes von € 6 mal Deinem persönlichen Grenzsteuersatz. Das ist maximal € 2,70 (= € 6,00 * 45 %). Bei einem Grenzsteuersatz von 30 % wären es nur € 1,80.

Es ist für den Arbeitnehmer also immer vorteilhafter, derartige Spesen vom Arbeitgeber erstattet zu bekommen, als für nichterstattete Spesen in dieser Höhe Werbungskosten anzusetzen.

Kommentar von wfwbinder ,

DH, genau so ist es.

Kommentar von blackleather ,

Es ist für den Arbeitnehmer also immer vorteilhafter, derartige Spesen vom Arbeitgeber erstattet zu bekommen, als für nichterstattete Spesen in dieser Höhe Werbungskosten anzusetzen.

Richtig. Und weil das für den Arbeitgeber nachteilig ist (der kriegt es ja - genauso wie der Arbeitnehmer - auch nicht in voller Höhe vom Finanzamt erstattet), ist er klüger, wenn er kein Verpflegungsgeld zahlt.

Kommentar von LittleArrow ,
ist er [Arbeitgeber] klüger, wenn er kein Verpflegungsgeld zahlt.

Richtig, aber Du bist der "fiese Möpp";-)

Kommentar von wfwbinder ,

Oder man ist weder "fiese Möp" noch dumm und einigt sich mit dem Arbeitnehmer auf etwas weniger Gehalt und die steuerfreien Erstattungen.

Kommentar von blackleather ,

Dann kommts für den Arbeitnehmer unterm Strich auch wieder (brutto) auf dasselbe raus. Lediglich das bisschen Steuern spart er. Ein Tropfen auf das heiße Backblech.

Kommentar von EnnoBecker ,

Es kommt nicht auf dasselbe raus. Er hätte dann ja nicht den WK-Abzug.

Kommentar von blackleather ,

Aber auch weniger zu besteuernde Einnahmen.

Kommentar von Martin1709 ,

Vielen Dank für deine Antwort

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community