Frage von WilliRu, 1

Vermutlich nun wieder Zuwächse bei Schwellenländerfonds zu erwarten?

Denkt Ihr, Schwellenländerfonds ziehen wieder an, weil viele ihr Geld vom amerikanischen Markt abziehen und wieder Alternativen suchen-kauft ihr derzeit Fonds aus Schwellenländer nach?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von qtbasket, 1

Ja , sagen so manche "Experten" beispielsweise auf n-tv.....

Ich selber glaube solchen Leuten nicht, zunächst haften die nicht für ihre "Expertenmeinung", sondern wenn das alles anders kommt, ist das mein Verlust.

Und dann : nichts ist bekannt über mögliche Interessenkonflikte dieser Leute - sie bekommen vermutlich Geld dafür, dass sie solche "totsicheren" und tollen Fonds empfehlen....

Auf der Homepage der Frankfurter Börse kann man noch mehr diverse Empfehlungen nachlesen, eigentlich toll..., aber Vorsicht !

Dann gibt es in den USA wieder Haushaltsknatsch, und alle Börsen sind tagelang im Sinkflug...


....wenn man schon Schwellenländerfonds kaufen möchte, sollte man auch die Risiken nicht aus den Augen verlieren !!!!

Kommentar von GAFIB ,

Alles richtig, aber diese Märkte sind Teil der globalen Wirtschaft und sollten daher mit ca. 10-25% in einem global aufgestellten Portfolio enthalten sein. Niemand weiss, welche Märkte sich wann wie entwickeln, deshalb ist eine globale Portfolioausrichtung wichtig.

Gute Erläuterungen finden sich z.B. hier: http://www.arero.de/

Das ARERO-Konzept folgt anerkannten finanzwiss. Erkenntnissen - allerdings gefällt mir die hohe Rentenkomponente von 25% derzeit nicht. -> Die Schuldenkrise hat zu einer politischen Manipulation der Zinsen geführt, weshalb des eigentlich richtige Konzept bzgl. der Rentenkomponente aktuell quasi unterlaufen wird.

Die Rentenmärkte sind durch politische Eingriffe extrem überteuert, deshalb meide ich diese weitgehend zugunsten einer rein Aktien-orientierten Anlage (und den schwankungsfreien Portfolio-Anteil lieber via Tagesgeld/Festgeld).

Antwort
von gandalf94305, 1

Vorweg: ich habe in meinem Portfolio derzeit ca. 25% Emerging/Frontier Markets Fonds und bin damit sehr zufrieden. Diese Positionen haben sich als deutlich robuster erwiesen als viele Industrieländerfonds.

Die Emerging/Frontier Markets (EFM) sind lange Zeit mit billigem Geld risikobereiter Investoren gefüttert worden und haben dankbar diese Investionen aufgesogen. Der weitere Zustrom von FDI-Mitteln (Foreign Direct Investment) hat dazu beigetragen, daß auch die Börsen weiter steigen. Allerdings fiel mit Sinken der Risikobereitschaft immer wieder auch die Bereitschaft von Investments in EFM - vor allem bei US-Investoren. Daher sind in diesem Jahr auch die EFM-Börsen stark gefallen und man findet dort nette Schnäppchen.

EFM-Fonds sind aus meiner Sicht ein Kerninvestment, da viele der sogenannten Emerging Markets inzwischen längst "emerged" sind und damit im wesentlichen die gleichen Effekte wie Industrieländer zeigen. Die übrigen Länder - vor allem auch Afrika und die Frontier Markets in Asien - sind immer noch mit einem gewaltigen Wachstumspotential präsent, so daß langfristig das sicher ein gutes Investment sein dürfte.

Man kauft dann solche Aktien/Fonds, wenn alle anderen pessimistisch gestimmt sind :-) Daher war das erste Halbjahr für EFM-Fonds eine gute Kaufphase. Inzwischen haben die Kurse schon wieder etwas angezogen.

Ich habe im ersten Halbjahr meine EFM-Positionen von 20% im Portfolio auf 25% aufgestockt und kaufe derzeit gezielt und vorsichtig nach.

Antwort
von Frei123, 1

mag sein, dass im Moment viele ihr Geld aus den USA abziehen. Nur wie lange wird das der Fall sein? Wenn eine Zinserhöhung erwartet wird oder die Renditen bei den Anleihen zu steigen beginnen und in den Schwellenländern Krisen aufziehen, dreht sich das alles schnell wieder um.

Deine Frage ziehlt weniger auf eine langfristige Denke hin, sondern auch kurzfristige Investments. Einen langfristigen Anleger interessieren diese temporären Trends nicht.Die können morgen wieder vorbei sein.

Schwellenländer eignen sich zur Beimischung, sofern man ein ausgewogenes Portfolio sucht.

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