Frage von bernie68, 12

vermögensausgleich bei scheidung

Vielleicht kann mir jemand helfen, würde mich sehr freuen.

erstmal zu ein paar fakten: ich besitze eine private rentenversicherung mit einer EINMALIGEN KAPITALAUSZAHLUNG am ende der laufzeit im jahre 2032. diese versicherung wurde im jahre 1988 abgeschlossen. mit einer monatlichen einzahlung von 100 euro. ich hab am 9,9,99 geheiratet und der scheidungsantrag ging im april 2013 ein.

nun zu meiner frage:

muss ich das vermögen, welches ich bei dieser privaten renteversicherung während der ehe einbezahlt habe, obwohlt EINE EINMALIGE KAPITALAUSZAHLUNG vereinbart wurde, mit in den vermögensausgleich der scheidung mit einberechnen?

bitte lasst mir doch die dafür notwendigen gesetzestexte bzw. paragraphen zu kommen, die das bestätigen bzw. widerlegen.

vielen dank im vorraus

Anzeige
Antwort
von expermondo, 5

Hallo bernie68,

Schau mal bitte hier:
Scheidungsrecht vermögensberatung

Antwort
von wfwbinder, 12

Wie Privatier schon richtig schrieb geht es um Zugewinnausgleich udn ausgleich der erworbenen Anwartschaften.

Bei Versicherungen, die auf eine Kapitalauszahlung gerichtet sind, wird, wie bei Sparverträgen, der Wert am Tag der Scheidungsklage genommen und mit dem Am beginn der Ehevergleichen udn es geht in den Zugewinnausgleich.

Bei privaten Rentenversicherungen wird es ind en Versorgungsausgleich einbezogen und wohl meist so gemacht, das der, der die private Versicherung hat, dies behält und es mit den Anwartschaften aus der gesetzlichen RV verglichen wird und dort der Ausgleich stattfindet, anstatt die private Versicherung zu teilen.

Antwort
von imager761, 11

Grds. sind Anwartschaften einer privaten Altersversorge ebengleich zu Ansprüchen aus der gesetzlichen Rentenversicherung beim Versorgungsausgleich ausgleichend zu berücksichtigen.

Massgeblich sind die in der Ehezeit, also taggenau vom Datum der Eheschliessung bis Datum des Zugangs des Scheidungsantrages, erworbenen Anwartschaften.

Deinen Anspruch aus Privater Rentenversicherung mit Stichtag XX.04.2013 hättest du hälftig an deine Ehefrau abzutreten oder gegen ihre etwaigen eigenen privaten Rentenanwartschaften gegenzurechnen, wenn sie während eurer Ehezeit abgeschlossen wurden.

Es steht dir natürlich frei, diesen grds. Forderungsanspruch gegen Verzicht auf Hausratteilung, Zugewinn oder Unterhalt aufrechnen zu lassen, um den Renten-Anspruch ungeschmälert zu behalten.

Bei der gesetzlichen Rente werden die Anwartschaften durch Übertragung der Rentenpunkte ausgeglichen; hätte sie 56, du 84 Pukte während eurer Ehe erworben, bekäme jeder 70, sie hätte also 14 Pukte mehr und du 14 weniger auf euren jeweiligen Rentenkonten.

Erträge (sowie Vermögen durch Erbe) außerhalb eurer Ehezeit bleiben in beiden Fällen natürlich ebenso unberücksichtigt wie beim Zugewinnausgleich.

G imager761

Antwort
von Privatier59, 9

Sofern Du aus Deutschland fragen solltest: Das Gesetz spricht von Zugewinnausgleich und vereinfacht gesagt rechnet man Anfangs- und Endvermögen der Ehegatten jeweils zusammen und dann ergibt sich in Höhe des Hälftebetrags ein Ausgleichsanspruch. Nähere Details dazu hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Zugewinngemeinschaft

Welche Folgen Du mit der "einmaligen Kapitalauszahlung" verknüpft haben willst, kann ich insofern nicht nachvollziehen. Es zählt nicht der Zukunftswert, sondern der jeweils aktuelle Wert des Guthabens.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten