Frage von flinkundsauber, 59

Vermittlungsprovision trotz nicht Valutierung, aber Bereitstellungszinsen?

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe vor 7 Monaten einem Kunden ein Darlehen von Bank 2 für Immobilie X vermittelt. Auf der Immobilie X war noch Bank 1 belastet.

Die Immobilie X sollte umgeschuldet werden.

Das Darlehen der Bank 2 wurde vom Kunden unterzeichnet und das Widerrufsrecht ist erlöschen.

Die Bank 1 gibt die Immobilie nicht frei, da in Ihrem Vertrag das so festgelegt ist.

Der Kunde zahlt seit ca. 7 Monaten Bereitstellungszinsen in beachtlicher Höhe an die Bank 2.

Fälligkeit meiner Provision: kann meine Provision schon ausgezahlt werden oder passiert das erst bei der Valutierung des Darlehens? Die Bank 2 sagt erst mit der Valutierung. Ich bin aber der Meinung, dass ein Vertrag ist zustande gekommen und damit ist meine Provision verdient !

Einen Vertrag mit der Bank, wo die Fälligkeit mit aufgenommen wurde besteht nicht. Von daher stellt sich hier die Frage der Allgemeinen Handhabung.

Ich würde mich über eine fachliche Antwort freuen.

Antwort
von wfwbinder, 39

Also nach meiner Auffassung ist die Provision verdient und fällig.

Sie müsste aber wegen eklatanter Schlecht Leistung sowieso als Schadenersatz an die Kunden gehen, wenn Du als Vermittler nicht geprüft hast, ob das Darlehen über Haupt bei der ersten Bank abgelöst werden kannst und damit einen Schaden in Höhe der Bereitstellungszinsen auslöst. 

Antwort
von Franzl0503, 27

Als Darlehensvermittler war es deine Pflicht,

flinkundsauber

und vor allem vor Vertragsabschluss vor sieben Monaten zuverlässig zu recherieren, ob der Altgläuber eine Umschuldung zur Unzeit überhaupt zustimmt. Ein Dreizeiler oder ein Telefonat hätte genügt.

Jetzt bleibt dir im Grunde nur eine Kulanzregelung mit dem Altgläubiger herbeizuführen. Machst du trotz der Vertragsverletzung die Provision geltend, wird verrmutlich das Recht aus § 387 BGB geltend gemacht.

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