Frage von nudel77, 2

Vermietung unter der steuerlichen Grenze von 2/3. Sonderfall. Was tun bei Steuer wg. Zinsen?

ich habe geerbt. Es ist ein kleines Haus in schlechtem Zustand. Ich übernehme den bestehenden Kredit und zahle ihn weiter ab.

Ich will vermieten und habe schon einen Kandidaten. Dieser würde gegen eine geringe Miete die Renovierung mit gestalten und sich um das Haus kümmern. Das Problem ist: die Miete wäre dann unter den steuerlich geforderten 2/3 der ortsüblichen Miete.

Kann ich dennoch die Zinsen bei der Steuer geltend machen? Funktioniert so ein Konstrukt?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von vulkanismus, 2

Das funktioniert schon.

Das mit den 2/3 gilt ja auch nur für ortsübliche Objekte.

Achte aber bitte auf den zwischen Fremden üblichen Vertrag und dessen Durchführung.

Sonst könnte man im Finanzamt Gemauschel riechen.

Kommentar von LittleArrow ,

In § 21 Abs. 2 EStG wird in diesem Zusammenhang von der Überlassung einer Wohnung zu Wohnzwecken gesprochen und nicht von der "Überlassung eines Hauses zu Wohnzwecken". Macht das irgendwie einen steuerlichen Unterschied bei der Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete?

Kommentar von vulkanismus ,

Ist ein kleines Haus keine Wohnung?

Kommentar von LittleArrow ,

Hiesse es dann noch Haus oder schon Wohnung?

Kommentar von vulkanismus ,

Ich verstehe nicht, was dieses (...) Spielchen soll.

Was ich verstehe, dass Du den § 21 nicht verstanden hast.

Aber tröste Dich, im Jahre 1966 war ich auch gerade dabei, ihn zu lernen.

Kommentar von LittleArrow ,

Du solltest bitte meine Frage beantworten und nicht eine Gegenfrage stellen. Das hätte man bereits 1966 zusätzlich lernen können:-)

Kommentar von vulkanismus ,

Was Du als Frage bezeichnest ist reiner Unsinn.

Und sag du mir nicht, was ich hier schreibe. Mit der Fragerei hast du angefangen.

Kommentar von ffsupport ,

Liebe Mitglieder,

die Kommentarfunktion soll nicht zum Chat einladen. Bitte konzentriert euch bei Beiträgen auf die Beantwortung der Fragestellung. Auch für die Austragung persönlicher Streitigkeiten ist hier sicherlich nicht der geeignete Ort.

Freundliche Grüße

Jürgen vom Finanzfrage.net Support

Antwort
von gandalf94305, 1

Die ortsübliche Miete bezieht sich natürlich nicht nur auf am Ort befindliche, einwandfreie Objekte, sondern auf vergleichbare Objekte. Ist eine Immobilie stark renovierungsbedürftig, kann man kaum die gewöhnlichen Mieten nach Wohnfläche zum Ansatz bringen. Daher können Abschläge ohne weiteres vereinbart werden.

Du kannst beispielsweise eine ortsübliche Miete vereinbaren und für die Dauer bis zur vollständigen Renovierung einen Mietnachlaß gewähren. Das Thema der "Mitgestaltung" der Renovierung solltest Du auch vertraglich sauber fassen, denn letztendlich willst Du ja eine nach Deinen Wünschen vermietbare Immobilie, nicht ein nach den vielleicht sehr speziellen Wünschen eines renovierungswütigen Mieters umgestaltetes Haus :-) Insbesondere Fragen der Haftung und Gewährleistung sind hier komplizierter, wenn das in Eigenleistung erfolgt. Ein einfacher Weg wäre hier die Vereinbarung von Leistungspositionen und Vergütungen über Mietnachlässe über eine bestimmte Zeit, wenn diese Leistungspositionen abgearbeitet und von Dir abgenommen wurden.

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