Frage von Clerique,

Vermieter will trotz anderslautender Ankündigung voll Monatsmiete - kann man mit Zeugen was machen?

Eine Freundin von mir hat im letzten Jahr ihre Wohnung zum 1. Januar gekündigt. Nach Rücksprache mit dem Vermieter hat der ihr zugesagt, dass sie ihre Sachen noch bis zum 3. Januar in der Wohnung lassen könne, weil sie dann erst die Schlüssel für die neue Wohnung bekommen hat. Ich und ein Freund waren bei dem Gespräch mit dem Vermieter dabei, es gibt also Zeugen für seine Zusage. Jetzt will er aber auf einmal doch noch eine halbe Monatsmiete für den Januar haben. Kann man da irgendwas machen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von billy,

Mit der Zusage an die Freundin ihre Sachen noch einige Tage in der Wohnung belassen zu können ist ja nicht automatisch ein Verzicht auf die Miete verbunden. Wenn der Vermieter für den Fall die Zahlung der Miete ausdrücklich ausgeschlossen hat und dies von Zeugen notfalls auch vor Gericht bestätigen können wäre es was anderes.

Antwort
von Matrix,

hat deine freundin die wohnung mit der rechtmäßigen kündigungsfrist gekündigt?

wenn ja dürfte der vermieter höchtens dann für die 2-3 tage ein unterstell gebühr verlangen! aber da hier ein Mündliche vereinbarung vorliegt und ihr dafür Zeugen habt braucht sie KEINE miete bzw. eine halbe miete dafür zu bezahlen.

mündliche vereinbarungen haben den gleichen stellenwert wie eine vertragliche und unterschriebene. bindend ist dies genau wie ein vertrag.

Antwort
von albwolf,

du musst dir keine sorgen machen. mit zeugen die deine aussage bestätigen können, ist der vermieter derjenige, der keine chance hat. außerdem könnte er lediglich für die paar tage geld verlangen und nicht für den halben monat. aber selbst di paar tage, hat er keine chance bei der sachlage die du schilderst

Antwort
von demosthenes,

Die entscheidende Frage ist ja, ob der Vermieter ausdrücklich auf eine Mietzahlung verzichtet oder ihr nur zugestanden hatte, dass sie ihre Sachen noch bis zum 3. Januar in der Wohnung lassen könne, ohne etwas zum Thema Geld zu sagen.

Antwort
von mig112,

In Deutschland und anderswo ist es immer noch so, dass derjenige der etwas fordert, die Grundlage für seine Forderung NACHWEISEN können MUSS.

Deshalb haben ja auch bei uns beispielsweise Internet-Abzockfirmen kaum Chancen vor Gericht zu bestehen und gehen diesen Weg praktisch nie.

Der Vermieter im geschilderten Fall hat ebenfalls keine Chancen, weil 2 unabhängige Zeugen gegen ihn sprechen - also überhaupt kein Problem und auch kein Handlungsbedarf!

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