Frage von ottoSch, 9

Vermieter macht meine Schwester verantwortlich für Schimmel, das sie 4 Monate weg war?

Der Vermieter meiner Schwester macht sie verantwortlich für Schimmelbefall in der Wohnung, da sie 4 Monate in USA gelebt hat. In dieser Zeit war aber eine Freundin 1x pro Woche da und hat eine halbe Stunde gelüftet. Was meint Ihr, kann er da Ansprüche aus der Kaution abverlangen,sie will ausziehen.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Primus, 7

Nein das darf er natürlich nicht, denn dazu müsste zuerst geklärt werden, in wie weit Sie überhaupt verantwortlich für den Schimmel ist.

Die Ursache kann und darf nur ein Sachverständiger klären und erst nach dessen Gutachten darf der Vermieter handeln, oder auch nicht.

Wir haben aber hier im Forum einen Schimmel - Experten, der sich aktuell mit diesem Thema befasst und sich bestimmt noch mit guten Ratschlägen zu Wort melden wird.

Kommentar von blnsteglitz ,

Wir haben aber hier im Forum einen Schimmel - Experten

;-)))))))))))))))))))))

Kommentar von anitari ,

Ach ja, der sich mit alt(en)ha(e)us(ern) auskennt;-)

Kommentar von Primus ,

Was habe ich gesagt???

Da isser.......

Antwort
von joga5gott, 6

Der Vermieter kann ohne Zustimmung bzw. Einverständnis des Mieters nicht über die Kaution nach belieben verfügen. Die Ursache für den Schimmelpilzbefall muß zunächst geklärt werden, durch Sachverständigengutachten! Meiner Meinung nach kann nicht einfach behauptet werden, daß das lüften einer unbewohnten Wohnung 1x pro Woche zu wenig ist. Es ist ein Unterschied ob eine Wohnung benutzt wird oder nicht, es gibt viele Faktoren die eine Rolle spielen, so zum Beispiel bringt der Mensch allein durch seine Anwesenheit Veränderungen im Raumklima mit sich. Als Gegenargument möchte ich nur darauf hinweisen, das leerstehender Wohnraum über Monate nicht gelüftet wird (bei großen Wohnungsunternehmen) und bei der Vermietung keinen Schimmelpilzbefall haben. Bei Schimmelpilzbefall ist heute zu Tage meistens eine Ursache von Baumängeln?

Antwort
von sicherfrei, 5

Ich glaube hier wird vorschnell geurteilt. In welcher Zeit fielen denn die 4 Monate, war es Winter, wo normalerweise geheizt werden muss ? Wie ist der Bauzustand des Hauses, wurde z.B. modernisiert mit Wärmedämmung und neuen Fenstern , die ein regelmäßiges Lüften erfordern? Gibt es auch in anderen Wohnungen des Hauses Schimmel?Das könnte mit einem Mieterverein und/oder einem Gutachter für Bauschäden geklärt werden. Erst wenn feststeht, das die Schuld beim Mieter liegt, kann die Kaution herangezogen werden.

Antwort
von Zitterbacke, 5

Ja. Eine halbe Stunde pro Woche ist eindeutig zu wenig !!! Lüften und heizen , und das im guten Verhältnis , ist des Schimmels Tod . Gruß Z... .

Kommentar von barmer ,

Kommt immer drauf an.

Wenn die Wohnung nicht bewohnt wird , d.h. keine Personen Feuchtigkeit reinbringen, muss man auch weniger lüften.

Wenn aber im Winter nicht geheizt wird, kann schon die vorhandene Feuchtigkeit Schimmel bilden.

Antwort
von Privatier59, 4

Da schließt sich für mich aber die Gegenfrage an, ob denn wohl geheizt worden ist. Ich vermute mal, überhaupt nicht. Die Wohnung konnte somit über Monate hinaus auskühlen und wurde zudem viel zu wenig gelüftet. Da wird die Mieterin durchaus zur Rechenschaft gezogen werden können. Abschließend kann man diesen -wie alle vergleichbaren Fälle- aber natürlich nicht per Ferndiagnose beurteilen können. Damit wird sich ggf. ein Sachverständiger beschäftigen müssen.

Antwort
von althaus, 4

Verlangen kann der Vermieter einfach so nichts, denn er muss nachweisen, daß der Mieter für den Schimmelbefall verantwortlich ist. Das geht nur durch einen Sachverständigen. Sollte sich herausstellen, daß es mangels Lüften und Heizen liegt, kann der Vermieter die Kosten für den sachverständigen vom Mieter verlangen bzw. mit der Kaution verrechnen und der Mieter muss für die Beseitigung des Schimmels sorgen. Nachdem ich mich intensiv mit dem Thema Lüften beschäftigt habe und zur Erkenntnis gekommen bin, daß zumindest 3 bis 5 x am Tag gelüftet werden muss (Stoßlüften mind. 10 Minuten am Stück), ist das Lüften 1 x in der Woche eindeutig viel zu wenig. Ich denke der Vermieter hat hier die wesentlich besseren Karten und wird sie auch entsprechend ausspielen. Das ist aber auch nachvollziehbar.

Kommentar von Gaenseliesel ,

Hallo althaus, deine Antwort kann ich ohne Einwände akzeptieren ! DH !

Wer wenn nicht Du, könnte diese Frage besser beantworten !!!

Hier zeigt sich wieder einmal, Erfahrung zahlt sich irgendwann aus ! K.

Kommentar von Primus ,

@althaus: Schön dass Du Dich zu dem Thema meldest ;-))

Wer außer Dir könnte kompetenter auf diese Frage antworten!!

Antwort
von anitari, 4

Na ja, 4 Monate lang nur für ca. 30 Minuten lüften könnte unzureichend sein. Und wenn dann noch in der Heizperiode ohne oder nur unzureichend zu heizen ...

Da kann das weiße Pferd schnell Fuß .. äh Hufe fassen.

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