Frage von Nelue, 183

Vermiete unter, mit wieviel Steuern muss ich mehr rechnen?

Hallo,

folgender Sachverhalt:

ich habe ein Netto Einkommen von ca. 1100€ Wohne in Hamburg Steuerklasse 1 (zahle eine Kaltmiete von ca. 520€)

Nun will ich an eine Bekannte eins meiner Zimmer pro Nacht vermieten, da sie unregelmäßig in Hamburg arbeitet. Stelle mir da 15€ pro Nacht vor. Im Schnitt wäre das für mich ein Monatliches Einkommen von ca. 180€ sprich 180€ Gewinn.

Ich würde aber nun gerne wissen wieviel das ca. pro Monat wäre, oder auch im Jahr, was ich mehr an Steuern bezahlen muss?

Derzeit sollte laut Brutto/netto-Rechner meine Steuer monatlich bei ca. 405,25€ liegen.

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Antwort
von wfwbinder, 165

Wieso ist es ein Gewinn von 180,- Euro?

Verbraucht die Mieterin keinen Strom, kein Wasser, keine Heizung? Ist das fragliche Zimmer im Mietvertrag als mietfrei ausgewiesen?

Wie ist der Mietvertrag mit der Dame ausgestaltet? mehr so Hotelmäßig? also pro nacht 15,- Euro udn wenn sie 4 nächte kommt eben 4* 15,-, oder bei 7 Nächten 7* 15,-?

Dann müßte man die Wammiete (geschätzt 660,-) pro Tag aufteilen also täglich 22,- Euro und nach qm. angenommen Wohnfläche ausser Küche und Bad 44 und das vermietete zimmer davon 11 qm.

Also 22,- /44 * 11 = 5,50 pro Nacht. dann wäre der gewinn pro nacht 9,50 Euro. Damit bis zu 43,- Nächte pro Jahr steuerfrei. (Freibetrag für Nebeneinkünfte 410,- Euro)

Würde der Mietvertrag lauten, das der Frau das Zimmer für pauschla 180,- Euro den Monat über zur Verfügung steht, dann müßte man nicht tageweise aufteilen und könnte so rechnen:

660,- / 44 * 11 = 165,- Euro Kosten und der Gewinn pro Monat wäre 15,- Euro, was dann völlig steuerfrei wäre.

Antwort
von Privatier59, 139
Monatliches Einkommen von ca. 180€ sprich 180€ Gewinn.

Aha: Das waren die letzten Worte des Neuvermieters bevor er Insolvenz beantragte!

Umsatz und Gewinn sind zwei verschiedene Sachen: Von der Mieteinnahme rechnet man hier zunächst das ab, was man selber an Miete anteilig bezahlt. Ermittle die Gesamtgröße der Wohnung und die des untervermieten Zimmers. Dann weißt Du schon mal, wieviel Deiner Miete auf das Zimmer entfällt. Vergiß ja nicht die Nebenkosten, also auch nicht den Strom den Du unmittelbar bezahlst. Dann teilst Du den ermittelten Betrag durch 30 Tage und Du weißt, wieviel Dich der Spaß kostet. Das ziehst Du dann von den 15 Euro ab. Auch abziehen mußt Du einen Betrag für die Möbel in dem Zimmer, als Abnutzung. Dann hast Du einen Gewinn, wenn Du denn überhaupt noch einen hast. Was das an Mehrsteuer gibt, kann Dir allenfalls der liebe Gott oder sein Pendant in der Gegenrichtung sagen. Wir jedenfalls nicht. Allwissend sind wir leider nicht.

Antwort
von Nelue, 118

Danke wfwbinder! Diese Antwort hat glaube ich meinen Knoten im Kopf gänzlich gelöst!

Kommentar von wfwbinder ,

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