Frage von KapErh, 9

Verlustvortrag nach Mehrheitsübernahme - Bilanz einer Kapitalgesellschaft

eine Firma kauft an einer anderen die Mehrheit, 75%. Damit geht ein möglicher Verlustvortrag unter.

Was passiert dann mit der Bilanz, wenn der VV untergeht? Wie wird das verbucht? Oder ändert sich an der Bilanz eigentlich gar nichts und es gibt eine vermerkte Grenze für die Abzugsfähigkeit von Verlusten? Blieben damit die Altverluste bis zur Übernahme für immer stehen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von EnnoBecker, 8

Was soll mit der Bilanz passieren? Mit welcher überhaupt?

Ach, ist ja egal, denn sowohl in der HBil als auch in der StBil bleiben die Verluste stehen.

Sie können halt nur nicht mehr von künftigen Gewinnen in der Weise abgezogen werden, dass sich die Steuerlast mindert.

Damit geht ein möglicher Verlustvortrag unter.

Und das passiert nur, wenn man das macht, bevor man den Steuerberater fragt. Mit Steuerberater passiert es nur, wenn man nicht auf seinen Rat hört.

Kommentar von wfwbinder ,

Das ist allerdings sehr wahr. Also das man es mit seinem StB vermeiden kann.

Kommentar von EnnoBecker ,

...und dabei liegt der Gestaltungshinweis ja sowas von auf der Hand, weil er sich direkt aus dem Gesetzestext ergibt.

Kommentar von KapErh ,

Mit welcher überhaupt?

ist doch immer wieder nett, wenn ein "Unwissender" seine Frage formuliert, erstaunt Gegenfragen bekommt vom Experten.... :)

liegt der Gestaltungshinweis ja sowas von auf der Hand

das ist ein guter Hinweis. Damit gibt es wohl einen "Umweg", eine Vermeidung. Notiert!

Kommentar von EnnoBecker ,
Damit gibt es wohl einen "Umweg", eine Vermeidung.

Es gibt Möglichkeiten, ja. Von der Vermeidung der Übernahme bis hin zum Nichteintritt der Rechtsfolge.

Man muss bedenken, dass in jedem Euro VV rund 30 Cent blankes Geld drin sind.

Antwort
von wfwbinder, 7

Der Verlustvortrag geht ja nur steuerlich unter.

Die Verlustvorträge in der Bilanz bleiben natürlich erhalten.

Der Unterschied ist ist eben, hätte die Gesellschaft 50.000,- Verlustvorträge udn würde 50.000,- Gewinn machen (wir gehen mal davon aus, das Verlustvortrag in Bilanz udn Steuer gleich waren). würde der Verlustvortrag in der Bilanz durch gewinn ausgeglichen sein udn die Steuer für die 50.000,- Gewinnentfallen würde, weil 50.000,- Verlustvortrag das zu versteuernde Einkommen auf 0,- bringen.

Nach dem Verkauf würden die gleichen 50.000,- Gewinn dann eben nicht mehr durch Verlustvorträge aufgewogen unc man müßte Steuern zahlen.

Also wären so je nach Hebesatz der Stadt, um die 80.000,- Gewinn nötig, um die Bilanz vom Verlustvortrag zu bereinigen.

Kommentar von KapErh ,

dann habe ich ja komplett falsch gedacht. Das ist ein rein steuerliches Thema und wird vermerkt.

Bei der Bilanz an sich bleibt kein VV stehen. Verstanden.

Danke!

DH

Kommentar von wfwbinder ,

Habe ich was falsch gemacht, oder werde ich falsch verstanden? in der Bilanz bleibt der Verlustvortrag voll erhalten. in der Steuer ist er weg.

Kommentar von EnnoBecker ,
oder werde ich falsch verstanden?

Also soweit es mich betrifft, so konnte ich deinen Ausführungen gar nicht folgen.

Und das, obwohl mir das Rechtsgefüge wohlbekannt ist.....

Kommentar von wfwbinder ,

Dann ahbe ich wohl einen ganzschlechten Tag.

Die Verlustvorträge fallen steuerlich weg.

Aber in der Bilanz ist doch der Bilanzverlust des/der Vorjahre(s) weiterhin vorhanden.

Kommentar von EnnoBecker ,

Man muss einfach nur die Bilanz (HBil/StBil) von der Steuererklärung trennen, dann klappt das schon.

Kommentar von KapErh ,

nein, nein. Die Antwort ist sehr gut. Jetzt verstehe ich.

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