Frage von cocacoliker,

Verlustvortrag in Steuererklärung nur teilweise anrechenbar?

Liebe Finanz-Experten,

ich bitte um Euren Rat für die folgende Situation:

Durch hohe Werbungskosten (Master-Studium) als Student, sind mir in den Jahren 2010-2011 Verluste in Höhe von 20.000 Euro entstanden. Diese habe ich per Steuererklärung als Verlustvortrag vom Finanzamt anerkennen lassen. 2012 war mein erstes Verdienstjahr, mit einem Gesamteinkommen von 50.000 Euro aus nichtselbstständiger Tätigkeit.

Frage: Kann ich die 20.000 Euro Verlustvortrag "schrittweise abbauen"? D.h. beispielsweise 10.000 in meiner jetzigen Steuererklärung für 2012 und die restlichen 10.000 dann in der Steuererklärung für 2013 anrechnen lassen? Dies wäre auggrund höherer erwarteter Einnahmen für 2013 und der Steuerprogression finanziell sinnvoll.

Oder muss ich dieses Jahr die kompletten 20.000 mit meinen Einkünften verrechnen lassen?

Vielen Dank für Eure kompetenten Antworten,

Lukas

Antwort vom Steuerberater online erhalten
Anzeige

Schnelle und günstige Hilfe für Ihre Steuerfrage. Kompetent, von geprüften Steuerberatern.

Experten fragen

Antwort
von NasiGoreng,

Dies wäre auggrund höherer erwarteter Einnahmen für 2013 und der Steuerprogression finanziell sinnvoll.

Der Fiskus sieht das genau so, hat aber die entgegengesetzte Interessenlage.

Der komplette Verlustvortrag von 20.000 wird mit Deinen Einkünften 2012 verrechnet.

Kommentar von EnnoBecker ,

Damit liegst du richtig.

Es ist sogar noch schlimmer:

Wäre der Gesamtbetrag der Einkünfte beispielsweise bei ebenfalls 20.000, so würde der Verlust dennoch in Höhe von 20.000 davon abgezogen, obwohl auch ein Verlustabzug von 10.000 bereits dazu führen würde, dass eine Steuer nicht entsteht.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community