Frage von kliese,

verlustvortrag ausscheiden gesellschafter

wir haben einen verlustvortrag in höhe von 334.000,00. unser steuerberater meint: da ein gesellschafter zum 01.01.2013 ausscheidet (er verkauft seinen Anteil von 50% an den nun alleinigen gesellschafter) ist der verlustvortrag weg. warum?

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Antwort
von EnnoBecker,

Schade, wieder einmal vergeigt.

Eine Sachverhaltsdarstellung mit Inhalt sowie eine ansprechende Form der Darbietung - und es könnte sogar brauchbare Antworten geben.

Es geht schon mit "wir haben" los. Weder ist bekannt, wer "wir" ist, noch welche Rechtsform und welche Steuern gemeint sind.

Antwort
von TopJob,

Welche Gesellschaftsform hat denn das Unternehmen?

Kommentar von kliese ,

Die Gesellschaftsform ist GmbH. Es waren zwei Brüder, je 50% Anteil. Der bleibende ist Gesellschaftergeschäftsführer, der Ausscheidende war nur Gesellschafter. Wir haben eine Betriebsaufspaltung. GmbH ist Produktionsfirma, die GbR ist Besitzgesellschaft. Mir geht es um die GmbH=Verlustvortrag ca. 334.000,00 per 12/12 ca. 145.000,00. Die Anteile der GbR auch 50% werden ebenfalls verkauft an den Bruder. Hier ein Negativkapital von ca. 75.000,00 insgesamt.

Kommentar von EnnoBecker ,

Und warum steht sowas nicht oben in der Sachverhaltsbeschreibung?

Es ist nicht neu (seit 2007), dass sowohl der körperschaftsteuerliche als auch der gewerbesteuerliche Verlust vollständig und endgültig untergehen, wenn mehr als 50% der Gesellschaftsanteile innerhalb von 5 Jahren den Eigentümer wechseln, soweit der Verlust nicht durch stille Reserven gedeckt ist.

Deshalb macht man sowas auch nur, wenn es keine Verluste gibt. In Verlustsituationen muss man nach anderen Alternativen suchen.

Ein Verlustvortrag von 334.000 ergibt latent eine Steuer von rund 100.000 Euro, die nun weg sind. Ich bin sicher, eine Beratung beim Steuerberater VOR solch einer Aktion hätte nicht soviel gekostet.

Kommentar von FREDL2 ,

@EB: supi! Knackig erklärt und das trotz Fragestellung in hochverehrter Kleinschreibung.

Kommentar von EnnoBecker ,

Mir fällt allerdings noch was auf: Wenn der eine "nur" 50% hat, dann sind das nicht MEHR ALS 50%, sondern eben genau 50%.

Der Verlust dürfte da also nur zu 50% weg sein. Es sei denn, es gab in den letzten 5 Jahre schon mal einen schädlichen Beteiligungserwerb, so dass die 50% überschritten werden.

Kommentar von kliese ,

Habe ich inzwischen selbst gefunden und erkannt.

Kommentar von kliese ,

Danke für den Kommentar. Wusste nicht, dass hierauf Wert gelegt wird (war im absoluten Klärungsstress).

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