Frage von BoersenLaie, 10

Verluste und Gewinne bei Aktienhandel - Abgeltungssteuer und Verlustvortrag?

ich habe das Gefühl, meine Bank verrechnet meine Aktiengewinne und -verluste nicht richtig bzw. mag es steuerlich so korrekt sein, wie die Bank das macht.

Die Beantwortung folgendes Falles würde Klarheit bringen:

  • Depoteröffnung Anfang 2013
  • Aktienhandel zu Beginn 2013 bringen alle Gewinne iHv. 2.000 Euro
  • die folgenden Aktienverkäufe bringen ausschliesslich Verluste iHv. 2.500 Euro

Wie ist nun die steuerliche Sicht?

  1. zahle ich Abgeltungssteuer auf die Gewinne und gehe mit einem Verlustvortrag iHv. 2.500 Euro ins Jahr 2014?
  2. zahle ich keine Abgeltungssteuer und habe einen Verlustvortrag iHv. 2.000 - 2.500 = 500 Euro?

Frei- und Pauschbeträge sollen aussen vor sein. Ich bin ein Privatanleger und halte das Depot auch privat.

Wie agiert die Bank? Wie sieht es das Finanzamt?

Antwort
von gandalf94305, 10

Manche Banken verrechnen das erst zum Jahresende in einer Steuerverprobung. Andere verrechnen dies quartalsweise (z.B. ebase) oder sehr zeitnah (die meisten Online-Broker).

  • Die Gewinne würden zunächst gegen den Freistellungsauftrag verrechnet. Dann zahlst Du Steuern auf den verbleibenden Betrag, also 500 EUR Abgeltungssteuer.

  • Die Verluste egalisieren dies wieder und es bleibt ein Verlustvortrag im Topf Aktien von 500 EUR. Die 500 gezahlte Abgeltungssteuer (und der SolZ) wird zurückerstattet.

Spätestens zum Jahresende wird das so von der Bank ausgeglichen. Grundlage ist §43a Abs 3 EStG.

Kommentar von BoersenLaie ,

ok. Dann ist das Problem bei meinem Depot, dass der Ausgleich von Gewinnen und Verlusten erst noch kommen wird - Ende des Jahres. Damit werden mir die Aufstellungen und Abrechnungen bei den bisherigen Trades klar.

Nochmals danke!

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community