Frage von muengsi 20.02.2010

Verletzung durch Dachlawinen: muss der Vermieter den Schaden zahlen?

  • Antwort von qtbasket 20.02.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Für Dachlawinen haftet in der Regel der Hauseigentümer, denn er hat die sogenannte "Verkehrssicherungspflicht". Das heißt, er muss dafür sorgen, dass das Dach seines Hauses gegen Lawinen gesichert ist. Doch es besteht ein Unterschied, ob das Haus in einer schneereichen Gegend steht oder in einer Region, in der es selten schneit. In schneereichen Gebieten wie in Bayern sind sogenannte Schneefanggitter fürs Dach häufiger bindende Bauvorschrift als an der Küste Deutschlands. Jede Gemeinde hat ihre eigenen Bauvorschriften.

    In schneearmen Gebieten kann in normalen Wintern grundsätzlich keine Schutzmaßnahme verlangt werden. Dazu zählen der Rechtsprechung zufolge Schleswig-Holstein, Hamburg, das Niederrheingebiet, das Oberrheingebiet, der Kraichgau, die Vorderpfalz, der Bodenseeraum sowie die rheinhessische Gegend. Bei starkem Schneefall kann hier aber eine besondere Hinweispflicht (Warntafel) gegeben sein.

    Hat ein Hausbesitzer das Dach seines Hauses - entgegen der Vorschriften - nicht mit Schneefanggittern ausgestattet, haftet er, wenn durch Dachlawinen ein Fußgänger verletzt oder ein Auto beschädigt wird.

  • Antwort von billy 20.02.2010

    Wenn dem so wäre würde niemand mehr in Deutschland Wohnungen vermieten. Entweder der Vermieter hat für solche Fälle eine Haftpflichtversicherung die der Mieter über die Betriebskostenabrechnung mit finanziert oder in den Mietverträgen sind andere Regelungen vereinbart.

  • Antwort von Maxhats 20.02.2010

    Unabhängig vom vorher gesagten, meine ich, dass der Hauseigentümer nach dem Verursacherprinzip haftet. Jemand anderes kann wohl kaum zur Haftung herangezogen werden.

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