Frage von sachwertejagd,

Verhindert eine hohe Eigenkapitalquote zumindest die übelsten Börsen-Fauxpaux?

Also wenn ich nur in Aktien investiere, die mindestens 40% EK-Quote in der Bilanz haben, werde ich dann seltener tiefe Griffe ins Klo machen, als wenn ich auf die EK-Quote überhaupt keinen Wert lege?

Also zumindest hätte man dann weder in die Deutsche Telekom, France Telecom, Telefonica, KPN, Telecom Austria, Metro, EON, RWE, HP, Dell usw. investiert und wäre diesen Desastern rückwirkend betrachtet entgangen. Und da man nicht in Finanzwerte investiert hätte, hätte man sich seit 2007 nicht viel verpasst, außer zuletzt den fulminanten Anstieg von münchner Rück und Allianz seit Anfang August, aber das wäre es nicht wert gewesen, immer in Finanzwerten engagiert zu sein. Im gegensatz dazu kenne ich nicht viele Katastrophenaktien mit mehr als 40% EK, außer vielleicht Delhaize, Staples, Cisco (von 2007 aus betrachtet) und k+S, wenn man die letzten Monate sich so ansieht, aber wenn man sich ansieht, wie gut die seit 2000 liefen, kann man darüber hinweg verzeihen...

Antwort
von maxbreak,

Das dürfte keine neue Erkenntnis sein, daß eine hohe Verschuldung weniger gut ist. Probiers mal mit dem Altman Z-Score. Musst Du zwar mehr rechnen, dafür fließen wesentlich mehr Faktoren in Deine Bewertung mit ein.

http://de.wikipedia.org/wiki/Altmanscher_Z-Faktor

Antwort
von qtbasket,

Ob du bei Aktien ins Klo greifen musst ??? Ehrlich, hier als Ruhri sage ich es dir einmal in unserer Art: Wenn du dir mit Aktien deinen Hintern abwischen kannst, musst du schon viel verpennt haben....

Das erschliesst sich mir so aber in der Wirklichkeit nicht, auch nicht deine anderen Gedankengänge.

Sicher ist doch nur eines - Unternehmungen müssen solide wirtschaften, um an der Börse bestehen zu können. Sollte es eine Gewinnwarnung geben, ist es fast schon zu spät, egal wie hoch die Eigenkapitalquote des börsenorientierten Unternehmens ist.

Also Bilanzen lesen !!! Das ist Pflicht.

Und dann gibt es da noch die superschlauen Analysten, die immer alles wissen wollen. Denen sollte man eben nur bedingt trauen...

Antwort
von RudolfHansen,

mal mit calls und puts befassen m die derivatemixes muss man erst verstehen deshalb sind ie einfacher, depotabsicherung mit berechnung bei optionsscheinen , keine knockout oder turbos bild timing beim dow jones

Antwort
von SBerater,

den übelsten magst du damit entgehen. Aber ob du rein mit dieser Kennzahl glücklich wirst und dein Geld mehren wirst?

Wer diese Liste von Aktien nennt und bei vielen das Desaster nicht kommen sah, den wird die EK-Quote auch nicht retten.

Kommentar von sachwertejagd ,

aber die ek-quote als ausschlusskriterium ist schon sehr mächtig, oder?

Kommentar von SBerater ,

sicherlich ist das eine gute Kennzahl. Nur wenn du dich mal mit einem Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer unterhältst, dann kann der dir auch erzählen, dass es Spielräume gibt beim Bilanzieren, damit auch bei der EK-Quote.

Und wenn man sich vor Augen führt, wie schlecht die meisten Banken dastanden oder teils dastehen, dann ist ein Desaster vermieden worden durch die Lockerung der Bilanzierungsrichtlinien während der Finanzkrise. Wäre dem nicht so gewesen, dann hätten wir viele Banken in der Pleite gesehen.

Das relativiert einiges. Und daher würde ich die EK-Quote als Selektionskriterium nehmen, nicht als zu starkes Investitionsmerkmal.

Kommentar von sachwertejagd ,

Zumindest macht sie einem die Auswahl leichter, denn selbst wenn man nur 20% verlangt, fällt Haufenweise an Möglichkeiten weg!

Bei 50% und wenn man noch 3% Dividende und Nettoschuldenfreiheit will, sollte man dann nun wirklich nur noch wenige Dutzend Großkonzerne finden! Nur wird man sehr stark im Tech-Bereich sein, denn Canon, China Mobile, Cisco, Corning, Microsoft decken wohl kaum jetzt große Branchenvielfalt ab.

Antwort
von gandalf94305,

Warum kommt mir der Tenor dieser Frage so bekannt vor...? Hmm...

Kommentar von obelix ,

DH.

den Gedanken hatte ich auch.

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