Frage von AppleUser,

Verein soll laut Satzung nichts verdienen, hat es jetzt aber doch

Bei mir an der Uni ist ein Studentenverein, ich selber bin aktives Mitglied, und laut Satzung sollen wir eigentlich keine Einnahmen haben. Es werden aber immer wieder Events veranstaltet (auch eine Aufgabe des Vereins) bei denen es dann einen kleinen Eintritt gibt, oder Essen und Getränke verkauft werden. Das eingenommen Geld soll die Ausgaben fürs nächste Event vorfinanzieren. Jetzt sind die letzten Events aber sehr gut gelaufen und die Kasse ist inzwischen ziemlich voll. Ein Professor hat gesagt, dass man aufpassen muss, dass das Finanzamt sich nicht meldet wenn wir weiter so gut wirtschaften. Wie soll man das jetzt machen? Müssen wir das Geld schnellstens wieder „loswerden“?

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Meandor,

Naja, ihr habt Geld in der Kasse und laut Satzung dürftet ihr keines haben. Theoretisch müssten dem Vorstand die Entlastung verweigert werden, denn sie haben gegen die Satzung verstoßen.

Für das Finanzamt seit ihr entweder eine Körperschaft nach § 1 Abs. 1 Nr. 4 oder Nr. 5 KStG.

In beiden Fällen hättet ihr einen Körperschaftsteuerfreibetrag von 2.000 Euro. Solange Euer Gewinn also unter 2.000 Euro liegt, will das Finanzamt nichts von Euch.

Antwort
von Romax11,

Ihr könnt es spenden oder in euren Verein investieren. z.B. ein neues Gerät kaufen. Zahlt ihr denn für die Events Abgaben, wenn sie öffentlich sind?

Antwort
von mig112,

Du hast nicht geschrieben, ob der Verein eingetragen ist, oder nicht. Zeitnahe und satzungsgemäße Mittelverwendung ist natürlich Voraussetzung, aber man muss nicht wegen einiger Tausend Euronen in Panik verfallen! Vorstand und Kassierer sind verantwortlich - nicht gefährliche Halbwisser :-)

Kommentar von EnnoBecker ,

Du hast nicht geschrieben, ob der Verein eingetragen ist, oder nicht.

Wofür ist die Kenntnis denn gut?

Kommentar von mig112 ,

Das es überhaupt zu einer Prüfung der Mittelverwendung im Rahmen der Körperschaftssteuerbefreiung kommt.

Tritt jemand nicht öffentlich auf und stellt vor allem keine Spendenquittungen aus, so ist eine Finanzamtsprüfung wohl eher nicht zu erwarten! Aber DU bist der Fachmann, dass erkenne ich uneingeschränkt an.

Kommentar von EnnoBecker ,

Offen gesagt hat mich der Satz "Du hast nicht geschrieben, ob der Verein eingetragen ist, oder nicht." etwas verunsichert.

In der AO steht nichts davon, dass der Verein eingetragen sein muss. Da steht ja nicht mal, dass es ein Verein sein muss. Da steht nur "Körperschaft".

Ist ein nicht eingetragener Verein eine Körperschaft?

Kommentar von Meandor ,

§ 1 Abs. 1 Nr. 5 KStG.

Kommentar von EnnoBecker ,

Ich denke, das kann man durchgehen lassen.

Danke.

Damit spielt die Eintragung also keine Rolle.

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